SpOn 19.03.2026
14:16 Uhr

Startklar-Newsletter: Warum ist das Bafög so unattraktiv?


Wieso kaum jemand Bafög will. Was es für den Berufseinstieg als Industrietaucher braucht. Und warum Zwickau erstaunlich international ist. Das sind die Texte der Woche zu Studium und Berufseinstieg.

Startklar-Newsletter: Warum ist das Bafög so unattraktiv?

Um den Ruf der staatlichen Studienfinanzierung aufzupolieren, machte Forschungsministerin Dorothee Bär im vergangenen Jahr einen Vorschlag : Warum nicht mal den Namen ändern? Das Bundesausbildungsförderungsgesetz sei für die Ministerin ein »Galgenmännchenwort«, das nicht »total sexy« klinge.

Recht hat sie, ich sehe das ähnlich. Was ebenfalls »total sexy« wäre:

  • eine zuverlässige Bezahlung,

  • weniger Bürokratie bei den Anträgen,

  • dass wieder mehr Studierende überhaupt Anspruch auf die Finanzierung haben,

  • dass sie davon dann auch leben und wohnen können.

Was braucht es also, um das Bafög wirklich zu verbessern? Unter Studierendenvertreter:innen, Expert:innen und in der Politik gibt es zahlreiche Ideen, die genau dort ansetzen. Meine Kollegin Helene Flachsenberg und ich haben einige davon gesammelt. Meine größte Erkenntnis: Einige Vorschläge ließen sich überraschend unkompliziert umsetzen. Dafür braucht es aber vor allem politischen Willen.

Apropos: Toll für ein »sexy« Bafög wäre auch die große Bafög-Reform, die im Koalitionsvertrag versprochen wurde. Und die Dorothee Bär im vergangenen Jahr angekündigt hat . Leider gibt es aktuell noch ein paar offene Finanzierungsfragen – die Reform droht, verschleppt zu werden. Wie wäre es mit einer »sexy« Einigung?

Warum das Bafög im Grunde ein ziemlich guter Deal ist – und was der Finanzierung wirklich helfen könnte, lest ihr hier .

Viel Interesse beim Lesen wünscht

Franca Quecke, Redakteurin SPIEGEL Start


Der beste Deal, den kaum jemand will: zu bürokratisch, zu unübersichtlich. Nur noch wenige Studierende beziehen Bafög. Dabei bietet die staatliche Förderung sehr gute Konditionen. Warum die Leistung so unattraktiv geworden ist und was sich jetzt ändern muss .


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Rekordzahl von 158.000 Auszubildenden in der Pflege: 2020 wurde die Pflegeausbildung reformiert, um den Beruf attraktiver zu machen. Das scheint zu wirken: So viele Menschen wie nie wollen in der Pflege arbeiten, zunehmend auch Männer.