Mit ihren bis zu 500 Meter hohen Wänden ist die Gola Gorruppeddu auf Sardinien eine der tiefsten Schluchten Europas. Eben hier sitzt seit Sonntagnachmittag ein 31-Jähriger in rund zehn Meter Tiefe in einer Höhle fest, nachdem ein Hangrutsch den Eingang verschüttet hatte.
Die Begleiter des Wanderers, darunter Berichten zufolge auch seine Verlobte, hatten sofort Alarm geschlagen. Wie die italienische Bergrettung mitteilte, sind 30 Experten der Feuerwehr sowie der Berg- und Höhlenrettung am Unglücksort nahe Urzulei in der Provinz Nuoro im Einsatz. Auch ein Team des örtlichen Zivilschutzes ist beteiligt. Man habe die ganze Nacht über versucht, sich durch die Geröllmassen zu dem Verschütteten zu graben. Bisher vergeblich.
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Wie die Zeitung »Unione Sarda« berichtet, konnten die Einsatzkräfte inzwischen Kontakt zu dem Mann aufnehmen. Luca Olmetto sei verletzt, aber bei Bewusstsein, und habe auf die Ansprache der Einsatzkräfte geantwortet, hieß es. Bei dem Verschütteten handelt es sich der Zeitung zufolge um einen Mann aus dem Norden Sardiniens. Er kommt demnach aus Condrongianos unweit der zweitgrößten Stadt Sassari.
Die Bergungsarbeiten gestalten sich laut Angaben der Rettungskräfte äußerst schwierig. Die Höhle befindet sich auf 883 Meter Höhe in einem unwegsamen Gebiet, das mit Fahrzeugen schwer zu erreichen ist.
Die Menge an Geröll, die bewegt werden muss, ist groß. Zudem gibt es offenbar mehrere instabile Felsbrocken, die äußerst vorsichtig bewegt werden müssen, um ein Einstürzen zu vermeiden. Auch deshalb würde das Material, das den Höhleneingang versperrt, derzeit von Hand entfernt.
