Die ukrainische Armee hat Moskau und das Umland der russischen Hauptstadt mit Drohnen angegriffen. Laut russischen Behörden kamen in der Nacht zu Montag rund 400 Drohnen zum Einsatz. Zehn Menschen wurden verletzt, darunter drei chinesische Staatsbürger. In einem Industriepark nahe einem der wichtigsten Moskauer Flughäfen brach nach Angaben der Verwaltung ein Feuer aus. Zudem sei ein Wohnhaus getroffen worden.
Weiter südlich, in der Grenzregion Belgorod, wurde nach Behördenangaben ein Mensch durch einen Drohnenangriff getötet.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte mit, das Militär habe Logistikanlagen und ein Öldepot in der Hauptstadtregion attackiert. Es handle sich um eine »gerechte« Antwort auf russische Angriffe, so Selenskyj auf X .
The Moscow region. Our long-range sanctions have produced results against logistics facilities and an oil depot. Thank you to the warriors of the Unmanned Systems Forces, our intelligence services, the Missile Forces and Artillery, and the Special Operations Forces. The targets… pic.twitter.com/1HiP5FQg7l
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) July 20, 2026
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Am Sonntag hatten russische Marschflugkörper einen Getreidefrachter vor der südukrainischen Hafenstadt Odessa getroffen und in Brand gesetzt. Nach Angaben der Ukraine wurden dabei zehn Menschen getötet. Unter ihnen seien neun Besatzungsmitglieder aus Indien und Syrien sowie ein ukrainischer Lotse, teilte die Hafenbehörde mit. Acht Seeleute seien gerettet worden.
Zunächst war die Rede von fünf Toten, fünf Vermissten und acht Geretteten. Die mit Mais beladene »Golden Leo« fuhr unter der Flagge von Guinea-Bissau.
Während die Ukraine zunehmend russische Energieinfrastruktur attackiert, verstärkt Russland seine Angriffe auf ukrainische Tiefseehäfen und Frachtschiffe. Allein in der Region Odessa wurden in diesem Monat nach Angaben des dortigen Gouverneurs 28 Menschen durch russische Angriffe getötet. Die Gewalt in der Schwarzmeerregion rund um wichtige Häfen schürt Sorgen um die weltweite Lebensmittelversorgung: Sowohl Russland als auch die Ukraine gehören zu den größten Getreideexporteuren.
Nach Dutzenden ukrainischen Drohnenangriffen auf Raffinerien und Ölhäfen werden in Russland Benzin und Kerosin knapp. SPIEGEL-Grafiken zeigen, wie verwundbar die russische Treibstoffversorgung ist .
