Die Familie der nach einem ICE-Einsatz getöteten Renée Good hat gegen die US-Regierung sowie führende Funktionäre der US-Migrationspolitik Klage eingereicht. Goods Bruder Brent Ganger sowie ihre Partnerin Rebecca Good werfen ihnen unter anderem fahrlässige Tötung vor.
Im vergangenen Dezember hatte das Heimatschutzministerium Tausende Einsatzkräfte in den US-Bundesstaat Minnesota entsandt, um die rigorose Abschiebepolitik der Trump-Regierung durchzusetzen. Am Rande von Razzien der »Operation Metro Surge« im Januar wurden die US-Bürger Renée Good und Alex Pretti erschossen. Die 37-jährige Good war am 7. Januar mit drei Schüssen von einem Uniformierten der Abschiebepolizei ICE getötet worden .
In den zwei Klageschriften werden neben der US-Regierung auch Stephen Miller, Vizestabschef von Präsident Trump, sowie Kristi Noem genannt. Sie führte das Heimatschutzministerium, dem die Abschiebebehörde ICE untersteht. Laut »LA Times« wird auch Grenzschützer Gregory Bovino benannt, der unter US-Präsident Trump zu einem Gesicht der Migrationspolitik geworden ist.
Laut Klageschrift stand Rebecca neben Renée Goods Auto, als die Einsatzkräfte das Feuer eröffneten. Renée Good sei dabei auch am Kopf getroffen worden. In der Klage heißt es, Rebecca habe durch die rechtswidrige Erschießung ihrer Partnerin »unermesslich gelitten«. Zudem sei bei ihr eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert worden.
In beiden Klagen verlangen die Hinterbliebenen Schadensersatz für die Leiden, die Renée Good vor ihrem Tod zugefügt wurden. Zudem klagen sie unter anderem Schadensersatz für die schwere psychische Belastung Rebecca Goods ein.
