SpOn 16.10.2026
10:38 Uhr

Rente mit 63: Junge Union fordert Abschaffung


Der stellvertretende Vorsitzende der Jungen Union Pascal Reddig besteht auf der Umsetzung der Koalitionsvereinbarung. Dass die SPD inzwischen von der Abschaffung der abschlagsfreien Frührente abrücke, sei nicht das Problem der Union.

Rente mit 63: Junge Union fordert Abschaffung

Vor dem Deutschlandtag der Jungen Union (JU) fordert deren stellvertretender Vorsitzender die Koalitionsvereinbarung zur Abschaffung der sogenannten Rente mit 63. »Dass die SPD auf dem Weg ihre Position geändert hat, ist ja nicht unser Problem. Das muss die SPD intern besprechen«, sagte Pascal Reddig im ZDF-»Morgenmagazin«.

Personaldebatten brächten nichts, sagte Reddig, der auch Vorsitzender der »Jungen Gruppe« in der Unionsfraktion ist. Die Union müsse geschlossen für eine Rentenreform kämpfen und Entscheidungen liefern. »Die Rente mit 63 ist ziemlich teuer und kommt dafür nur einer sehr, sehr kleinen und begrenzten Gruppe zugute.« Der Bund gebe bereits mehr als 130 Milliarden Euro für die Rente aus. Wenn die Politik so weitermache, könne sich das Land diese Summe in den 2030er Jahren nicht mehr leisten, zugleich blieben kaum Spielräume für Zukunftsinvestitionen.

Widerstand in der SPD – aber auch in der CDU

Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission hatte im Juni 33 Vorschläge für eine umfassende Rentenreform vorgelegt, darunter die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren. Kanzler Friedrich Merz (CDU) und die am Montag zurückgetretene Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten damals angekündigt, die Vorschläge vollständig umzusetzen.

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Gegen die Abschaffung der abschlagsfreien Frührente gibt es in der SPD Widerstand. Allerdings hatten sich auch die drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze (Sachsen-Anhalt), Michael Kretschmer (Sachsen) und Mario Voigt (Thüringen) gegen die Pläne zur Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 gestellt.

Warum die Deutschen die »Rente mit 63« so lieben – und alle Experten sie hassen. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild mit diesen Grafiken. 

fhi/dpa