SpOn 30.09.2026
05:12 Uhr

RAF Fairford: Verdächtiger rief offenbar selbst die Polizei


Fünf Männer wurden in der Nähe des Militärstützpunkts RAF Fairford in Gloucestershire festgenommen, es wird wegen Terrorverdachts ermittelt. Nun melden britische Medien: Einer von ihnen wählte selbst den Notruf.

RAF Fairford: Verdächtiger rief offenbar selbst die Polizei

Neue Wende im Fall der Festnahmen am britischen Militärstützpunkt RAF Fairford: Einer der fünf Verdächtigen soll Medienberichten zufolge selbst den Notruf gewählt haben. Das berichten unter anderem die BBC und »The Times«.

Bisherigen Angaben zufolge waren die Festnahmen erfolgt, nachdem eine Anwohnerin den Notruf gewählt hatte, weil sie am frühen Sonntagmorgen drei Lieferwagen und eine Gruppe maskierter Männer in der Nähe des Stützpunkts gesehen hatte (mehr dazu hier). Nach Informationen von BBC  und »The Times«  war die Polizei zu dem Zeitpunkt aber bereits vor Ort, weil der Verdächtige fast eine Stunde zuvor angerufen hatte.

Hintergründe dazu, warum der Verdächtige den Notruf wählte, werden in den Medienberichten nicht genannt.

Kein Sprengstoff gefunden, aber viel Benzin

Die Männer waren in der Nacht zum Sonntag nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkt RAF Fairford aufgegriffen worden. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt. Ermittelt wird auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz.

Das von den Männern mitgeführte verdächtige Material hat sich jedoch laut Polizei nicht als funktionsfähiger Sprengstoff herausgestellt. »Wir können bestätigen, dass keine improvisierten Sprengsätze gefunden wurden. Wir haben eine Menge eines Brandbeschleunigers, nämlich Benzin, gefunden und diesen im Rahmen unserer Ermittlungen sichergestellt«, sagte der Leiter der Antiterroreinheit, Assistant Commissioner Laurence Taylor, in einer Stellungnahme am Dienstag.

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Den Luftwaffenstützpunkt Fairford nutzen die USA unter anderem für Angriffe auf Iran. Das Regime in Teheran wies jegliche Verwicklung »aufs Schärfste« zurück und sprach von »böswilligen Spekulationen«.

Die britischen Behörden halten sich mit Äußerungen zu den möglichen Hintergründen stark zurück und warnen vor voreiligen Schlüssen.

US-Außenminister Marco Rubio erklärte hingegen: »Es handelt sich dabei ganz eindeutig um etwas, bei dem ein ausländischer Akteur seine Finger im Spiel hat.« Auf die Einzelheiten werde er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht näher eingehen, sagte er bei Fox News. Aber: »Was am Wochenende im Vereinigten Königreich passiert ist, was beinahe passiert wäre und was hätte passieren können, ist eine sehr ernste Angelegenheit.«

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Die Festgenommenen sind laut Angaben der Polizei britische Staatsbürger, zwischen 23 und 25 Jahre alt und haben einen Wohnsitz in der Hauptstadt London. Sie wurden am Montag »nach umfangreichen Befragungen und Ermittlungen« unter Auflagen freigelassen.

aar/dpa