Der Sportwagenhersteller Porsche will ein neues Modell auf den Markt bringen: Der Wagen mit dem Namen »Mission S« soll das neue Spitzengerät des Stuttgarter Autobauers werden und in der Produktpalette oberhalb der Sportwagen-Ikone 911 angesiedelt sein, teilte Porsche mit. Der SPIEGEL hatte bereits im Juli über Details zu dem Auto berichtet . Jetzt wurde »Mission S« in New York vorgestellt.
Allerdings: Bislang existiert das Auto nur als Studie, und auch zur Vermarktung gibt es nur inoffizielle Informationen, die auf Preise um 500.000 Euro hindeuten. Starten könnte das Modell zum Ende der Dekade.
Porsche setzt weiter auf Verbrenner – trotz E-Auto-Boom
Geplant ist laut Porsche eine Mittelmotor-Plattform, die auch für andere Derivate und möglicherweise sogar für andere Konzernmarken genutzt werden soll. Beim Design finden sich im »Mission S« Elemente, die bereits aus dem Porsche 959 oder dem Carrera GT bekannt sind. Innen soll der ungewöhnlich analog und deshalb ohne große Bildschirme gestaltete Zweisitzer die Brücke schlagen zum 550 Spyder und dem 356.
Zum Antrieb macht Porsche noch keine Angaben. Zwar soll es auch einen Hybridantrieb mit Plug-in-Technik geben, doch eine reine Elektroversion schließt Porsche erst einmal aus. Nicht umsonst prangen am Heck der Studie gleich vier prominent in Szene gesetzte Auspuffrohre. Das passt zu der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens: Demnach sollen Verbrennungsmotoren wieder eine größere Rolle spielen.
Der Sportwagen ist ein Baustein der neuen Unternehmensstrategie des von McLaren gekommenen Konzernchefs Michael Leiters. Leiters hatte zuvor schon bei Porsche sowie bei Ferrari gearbeitet. Er will seit seiner Rückkehr Porsches Luxussegment ausbauen und künftig weniger, aber teurere Autos verkaufen.
Der Anteil besonders teurer Luxusmodelle soll demnach von rund einem Drittel auf fast die Hälfte steigen. Bis 2030 soll der Durchschnittspreis der teuersten 10.000 verkauften Autos von 270.000 auf 330.000 Euro klettern.
Während Porsche ein Modell mit Verbrennungsmotor ankündigt, boomen Elektroautos in Deutschland. Viel spricht dafür, dass sich die Stromer deutlich früher durchsetzen als gedacht. Mehr dazu lesen Sie hier: Zuerst kippt der Diesel. Dann geht es sehr schnell .
Anmerkung der Redaktion: In einer ursprünglichen Version hieß es, Porsches Konzernchef Michael Leiters sei von Ferrari gekommen. Richtig ist, dass er zwar in der Vergangenheit bei Ferrari gearbeitet hat, vor seiner Rückkehr zu Porsche arbeitete er jedoch zuletzt bei McLaren. Wir haben die Stelle korrigiert.
