Nach einer Explosion an der US-Botschaft in Oslo hat die norwegische Polizei drei Tatverdächtige festgenommen. Die Männer stehen unter Verdacht, eine terroristische Straftat begangen zu haben, sagte der leitende Ermittler Christian Hatlo laut dem öffentlich-rechtlichen Sender NRK .
In der Nacht zum Sonntag hatte sich an einem der Eingänge zur US-amerikanischen Botschaft in der norwegischen Hauptstadt eine Explosion ereignet. Verletzt wurde dabei niemand.
Bei den drei Verdächtigen handelt es sich um Brüder im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, sagte Halto. Sie seien demnach norwegische Staatsbürger mit irakischem Migrationshintergrund und der Polizei zuvor nicht bekannt gewesen. Halto wollte nicht ausschließen, dass es weitere Festnahmen geben könnte.
Zusammenarbeit mit dem FBI
Die Polizei ermittelt den Angaben zufolge nun, ob der Angriff von einem staatlichen Akteur in Auftrag gegeben worden sei. Die norwegische Polizei arbeite unter anderem mit der US-amerikanischen Sicherheitsbehörde FBI und mit Interpol zusammen.
Nach dem Start des aktuellen Irankriegs stiegen Sorgen im politischen Westen, Iran könnte verbündete Gruppen dazu bewegen, Terroranschläge gegen amerikanische Ziele im Nahen Osten, aber auch in Europa zu verüben. Die »New York Times« berichtete etwa im Februar , dass westliche Beamte entsprechende Veränderungen bei abgefangener Kommunikation festgestellt haben.
Auch hierzulande rüsten sich die Behörden für mögliche Folgen des Irankriegs – Terror gehört dazu. Mehr über die größten Risiken für Deutschland lesen Sie hier .
