SpOn 08.09.2026
18:09 Uhr

Niederlande: Matrose filmt Kameradin unerlaubt beim Sex im Maschinenraum


Der Frau sagte er, sie seien beim Sex unbeobachtet. Doch ein Kamerad machte heimlich Aufnahmen. Zwei Matrosen in den Niederlanden sind nun von einem Militärgericht verurteilt worden.

Niederlande: Matrose filmt Kameradin unerlaubt beim Sex im Maschinenraum

Zwei Matrosen in den Niederlanden wurden verurteilt, weil der eine per Livestream Überwachungsbilder verbreitet hat, die zeigten, wie der andere mit einer Kameradin im Maschinenraum Sex hat. Zehn bis 15 weitere Matrosen auf dem Marineschiff hätten den Livestream verfolgt und davon auch Aufnahmen mit ihren Handys gemacht, teilte das Gericht in Arnheim mit .

Zwar sei der Sex im Maschinenraum einvernehmlich gewesen. Der 24-jährige Matrose aber habe seiner Kollegin weisgemacht, dass sie unbeobachtet seien, obwohl er gewusst habe, dass ein 25 Jahre alter Kollege das Geschehen über die Überwachungskamera verfolge. Neben dem Livestream habe er auch Fotos und Ausdrucke der Bilder angefertigt. Insofern habe er die intimen Bilder verbotenerweise öffentlich gemacht, befand das Gericht. Es verurteilte die beiden zu gemeinnütziger Arbeit und einer militärischen Freiheitsstrafe auf Bewährung. Beide müssen zusammen rund 11.000 Euro Schadensersatz an die Frau zahlen.

Alkohol keine Entschuldigung

Dass es an dem Abend auf dem Schiff zu starkem Alkoholkonsum gekommen sei, entschuldige die Situation in keiner Weise, betonte das Gericht. Es handele sich um ein vollkommen inakzeptables Verhalten, sagten die Richter auch mit Blick auf die übrigen Matrosen, die den Livestream verfolgten.

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Die Matrosen hätten das Vertrauen einer Kameradin schwer missbraucht und ihre sexuelle Integrität grob verletzt. Es sei sehr wahrscheinlich, dass auch diese Geschichte noch lange Zeit innerhalb des Verteidigungsministeriums die Runde machen werde, wodurch das Opfer immer wieder damit konfrontiert werde.

Auch im deutschen Militär gibt es immer wieder Übergriffe und Fälle sexualisierter Gewalt. Im Verteidigungsministerium sorgt die steigende Zahl von Meldungen über sexualisiertes Fehlverhalten für Alarmstimmung. Per Tagesbefehl ermahnt Generalinspekteur Breuer Soldaten und Vorgesetzte, nicht länger wegzusehen. Mehr dazu lesen Sie hier .

esk/dpa