SpOn 17.08.2026
16:32 Uhr

Neuenburg am Rhein: Passanten retten Schwimmer mit Menschenkette – und geraten selbst in Gefahr


In Baden-Württemberg drohte ein Mann im Rhein zu ertrinken. Passanten eilten zu Hilfe. Der Rettungsversuch wurde aber für sie selbst gefährlich.

Neuenburg am Rhein: Passanten retten Schwimmer mit Menschenkette – und geraten selbst in Gefahr

Bei einem Rettungsversuch im Rhein in Baden-Württemberg haben sich Passanten selbst in Gefahr gebracht. Ein Schwimmer geriet in Neuenburg (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) in einen Wasserstrudel. Der 58-Jährige drohte mehrfach unterzugehen, wie die Polizei mitteilte . Passanten bemerkten den hilflosen Mann, zwei Menschen begaben sich zu ihm ins Wasser. Weitere Passanten bildeten eine Kette.

Die vier seien dabei aber auch selbst von der Strömung erfasst und zu dem Strudel gezogen worden. Einige konnten sich selbst befreien, die anderen mussten von der Feuerwehr gerettet werden. Die Feuerwehr Grißheim war mit drei Fahrzeugen sowie einem Boot im Einsatz. Der Rettungsdienst unterstützte die Maßnahmen mit zwei Rettungsfahrzeugen, einem Notarzt sowie einem Rettungshubschrauber. Die vier Passanten sowie der Schwimmer seien danach zwar erschöpft, aber unverletzt gewesen.

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Die Polizei weist in ihrer Mitteilung darauf hin, dass Schwimmen in fließenden Gewässern mit erheblichen Risiken verbunden ist. Zeugen sollten bei Rettungsversuchen zunächst immer den Notruf wählen und erst danach helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Ein unüberlegter Rettungsversuch könne dazu führen, dass weitere Menschen in Lebensgefahr gerieten.

Auch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt davor. Martin Holzhause von der DLRG sagte dem SPIEGEL  im Mai: »Wer selbst zu der Person hinausschwimmen will, sollte sich vorher fragen: Schaffe ich den Hinweg und den Weg zurück mit dieser Person im Schlepptau? Wir erleben leider immer wieder Situationen, in denen Menschen helfen wollen und selbst umkommen.«

Jährlich ertrinken in Deutschland etwa 400 Menschen – vorwiegend in Seen und Teichen sowie Flüssen und Bächen. Die Menschen geraten in harmlos erscheinenden Gewässern in Not. Was Sie wissen sollten, um möglichst sicher zu baden, zeigt diese 3D-Grafik .

esk/dpa