SpOn 09.10.2026
10:49 Uhr

Marbella: Deutscher Schönheitschirurg erschossen, 18-jähriger Schwede festgenommen


Im spanischen Nobelort Marbella ist ein Schönheitschirurg getötet worden, durch Schüsse in den Kopf. Die Ermittler haben nun einen Verdächtigen identifiziert.

Marbella: Deutscher Schönheitschirurg erschossen, 18-jähriger Schwede festgenommen

Der Fall gibt weiter Rätsel auf, aber nun kommen die Ermittler der Aufklärung offenbar einen Schritt näher: Ein deutscher Schönheitschirurg ist am Mittwoch in seiner eigenen Klinik im spanischen Nobelbadeort Marbella erschossen worden. Nun berichten spanische Medien, darunter »El Mundo«  und »OK Diario« , die Polizei habe jetzt einen 18 Jahre alten schwedischen Staatsbürger als Verdächtigen identifiziert und festgenommen.

Ein vermummter Mann habe in der Klinik an der Costa del Sol am Mittwoch mehrfach auf den 57-jährigen Arzt geschossen, berichten unter anderem die Zeitung »El País«  und weitere spanische Medien unter Berufung auf die Polizei. Ein Polizeisprecher bestätigte diese Informationen auf Anfrage. Den Berichten zufolge hatte der Chirurg auch einen deutschen Pass; die Behörden machten zur Nationalität des Opfers aber keine Angaben.

Schüsse trafen Schönheitschirurg in den Kopf

Der Arzt soll von mehreren Kugeln auch am Kopf getroffen worden sein. Den Medienberichten zufolge konnten die herbeigerufenen Rettungskräfte das Leben des Mannes nicht retten. Er starb demnach am Tatort. Der Täter soll nach dem Angriff auf einem Motorrad zunächst unerkannt geflohen sein. Es wird nicht ausgeschlossen, dass er Unterstützung eines Komplizen gehabt haben könnte. Die Polizei leitete Ermittlungen ein.

Unklar ist bislang das Motiv. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Ermittler von einem gezielten Angriff aus und prüfen verschiedene Möglichkeiten. Auch ein Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit des Chirurgen wird laut Medien untersucht. Hinweise auf eine Verbindung zur Organisierten Kriminalität gab es zunächst nicht.

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Der getötete Arzt war nach Medienberichten Gründer einer privaten Klinik für plastische Chirurgie in Marbella und zuvor rund zehn Jahre an Krankenhäusern in Málaga und Marbella tätig. Seine Ausbildung absolvierte er demnach in Südafrika, wo er seine Karriere begonnen habe, sowie später auch in Österreich, Deutschland und Großbritannien.

ptz/dpa