Nach dem Fund einer verdächtigen Substanz im DHL-Paketzustellzentrum im mecklenburgischen Leizen gibt es Entwarnung. Bei dem Stoff handele es sich nicht, wie zunächst vermutet, um Quecksilber, heißt es von der Polizei. Das Zustellzentrum sei wieder freigegeben worden.
Eine Laboranalyse habe ergeben, dass es sich um das ungefährliche Galinstan handele. Dies sei eine quecksilberfreie Metalllegierung, die unter anderem als Ersatzstoff für Quecksilber verwendet werde, heißt es von der Polizei.
Der Stoff war im Zustellzentrum, im Zustellerfahrzeug und auch in den privaten Räumen einer Zustellerin gesichert worden. Die 50-Jährige hatte sich am Dienstag an die Polizei gewandt, nachdem sie körperliche Beschwerden verspürt hatte, die einer Vergiftungserscheinung ähnelten.
Nach derzeitigem Stand sei eine Bestellung von Galinstan während des Transport- beziehungsweise Zustellvorgangs beschädigt worden. Dadurch sei es zur Verunreinigung weiterer Pakete gekommen. Das Zustellzentrum war zeitweise gesperrt worden. Spezialkräfte und Feuerwehr sicherten die Substanz.
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Das hochgiftige Schwermetall Quecksilber ist das einzige Metall, das bei Raumtemperatur flüssig ist. Es kann bei einer Belastung über längere Zeit zu schweren Gesundheitsschäden führen.
Am Wochenende war in Neustadt-Glewe – ebenfalls in Mecklenburg-Vorpommern – eine Wohnung nach einem Quecksilberfund geräumt worden. Eine der Bewohnerinnen habe online Blumen bestellt, in der Lieferung sei der gefährliche Stoff entdeckt worden, hatte die Polizei mitgeteilt. Zwei Bewohnerinnen wurden ärztlich behandelt.
