Kreischende Fans, Nummer-eins-Alben, ausverkaufte Hallen: Ende der Neunzigerjahre war die Boyband *NSYNC weltweit erfolgreich. Doch für die fünf Mitglieder der Boyband zahlte sich das finanziell offenbar wenig aus. 35 Dollar pro Tag, mehr hätten sie über Jahre nicht verdient, klagt der frühere *NSYNC-Sänger Lance Bass in der »Zack Sang Show«, einem US-Podcast.
»Es ist verrückt: Die Leute denken, ich sei mit *NSYNC steinreich geworden, dabei habe ich mit *NSYNC kaum Geld verdient«, so Bass. Er und seine Kollegen hätten im Grunde drei Jahre lang »umsonst gearbeitet«. Ihr erster Scheck habe sich auf 10.000 Dollar belaufen – trotz Nummer-eins-Alben und ausverkaufter Tourneen. Die Plattenfirma müsse allein mit Fanartikeln Millionen verdient haben, vermutet Bass. Heute bekomme er immerhin Tantiemen.
Ausgebremst zugunsten der Backstreet Boys
Zur Band gehörten damals außer Lance Bass noch Justin Timberlake, JC Chasez, Joey Fatone und Chris Kirkpatrick. Bekannt wurden sie mit Hits wie »Bye Bye Bye« und »It’s Gonna Be Me«. Bass behauptet, die Band sei vom Management zunächst bewusst gebremst worden: Die Verantwortlichen hätten erst die Backstreet Boys auf dem amerikanischen Markt etablieren wollen.
Lance Bass arbeitet inzwischen als Schauspieler und Produzent. Vor fünf Jahren sind er und sein Partner Michael Turchin mithilfe einer Leihmutter Eltern geworden. »Nach *NSYNC ist es mir gut ergangen. Ich bin sehr stolz auf alles, was ich danach gemacht habe«, so Lance im Podcast.
Der Neustart sei ihm allerdings zunächst schwergefallen. Mitglied einer berühmten Boyband gewesen zu sein, habe sich wie ein Stigma angefühlt. Niemand habe ihn ernst genommen, Arbeit zu finden, sei schwierig gewesen.
Dass er diese Zeit nicht nur bitter in Erinnerung habe, verdanke er seiner Familie: »Gott sei Dank hatten wir großartige Familien. Sie haben uns über Wasser gehalten.«
