Es sind Sekunden, die alles verändern.
Kolumbien ist am frühen Montagmorgen vom schwersten Erdbeben seit Jahrzehnten erschüttert worden. Gemessen wurde eine Stärke von 7,4. Es gab zahlreiche Nachbeben. Das Epizentrum lag nach ersten Erkenntnissen in der Pazifikprovinz Choco im Westen des Landes, war aber weit darüber hinaus zu spüren.
Mindestens 130 Menschen kamen ums Leben, mehrere Tausend gelten als vermisst. Zur Zahl der Verletzten gibt es noch keine genauen Angaben. Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebenden.
Mehr als 1.500 Wohnhäuser wurden schwer beschädigt, etwa 60 Gebäude stürzten vollständig ein. Auch die Stromversorgung ist beeinträchtigt. Telefon- und andere Kommunikationsverbindungen sind ebenfalls gestört.
Noch ist das gesamte Ausmaß der Katastrophe nicht absehbar. Die Regierung rief frühzeitig den Notstand aus. Man mobilisiere alle Ressourcen, erklärte der erst seit wenigen Tagen amtierende Staatschef Abelardo de la Espriella. Zahlreiche andere Staaten kündigten bereits Unterstützung für Kolumbien an.