Kelly Clarkson, 44, hat sich am Wochenende einen Schlagabtausch mit einem New Yorker Geschäft geliefert. Während die US-Sängerin sich behandelt fühlt wie einst Julia Roberts in »Pretty Woman«, sieht der Laden sich ungerechtfertigt im Auge eines Internetsturms. Was ist passiert?
Clarkson hat sich mit einem Zauber- und Spielgeschäft in New York überworfen, so viel ist klar. Clarkson behauptet, sie habe sich nach einem teuren Artikel im Laden erkundigt und ein Mitarbeiter hätte angedeutet, sie könne sich das Stück nicht leisten. Das Geschäft »Art of Play« behauptet hingegen, die Sängerin habe versucht, etwas zu kaufen, was nicht zum Verkauf stand.
In dem Film »Pretty Woman« von 1990 bekam Roberts' Figur ihre Rache, als sie mit einem Haufen Einkaufstüten anderer Boutiquen in den Laden zurückkehrte. Clarkson wandte sich an ihre Millionen Followerinnen und Follower in den sozialen Netzwerken.
Just drove all the way to Brooklyn to check out this store I thought looked really rad and had a few things in mind to buy and literally was looked at as if I couldn’t afford it and was told he could find something comparable for me. Wow, dude. You’re an idiot and just lost a…
— Kelly Clarkson (@kellyclarkson) October 10, 2026
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Clarkson hatte sich am vergangenen Samstag auf ihrem X-Account über das Verhalten eines Mitarbeiters von »Art of Play« echauffiert. Sie habe das Geschäft besucht und dabei ein Erlebnis gehabt, das sie an die Szene aus »Pretty Woman« erinnert habe, in der Julia Roberts Rolle in einer Boutique herablassend behandelt worden war.
Das wollte das Geschäft nicht auf sich sitzen lassen. In einer eigenen Stellungnahme auf Instagram bestätigte »Art of Play« am Sonntag Clarksons Besuch, stellte das Geschehen aber anders dar. Clarkson habe sich nach dem Verkauf von »Molly erkundigt, einem einzigartigen singenden und tanzenden Vogelautomaten«, der eine wichtige Rolle in den Zaubershows spielt, die das Geschäft veranstaltet. Dem Geschäft zufolge ist Molly »fest an der Wand befestigt und steht nicht zum Verkauf«.
»Art of Play« in Brooklyn
Foto: Julian Roberts-Grmela / Daily News L.P. / TNS / Sipa USA / picture allianceIn der Stellungnahme hieß es weiter: »Stellt euch unsere Überraschung vor, als unser kleines lokales Geschäft plötzlich von acht Millionen Menschen angegriffen wurde, die unser Geschäft noch nie besucht haben.«
Das war nicht das Ende des Disputs. Clarkson reagierte ihrerseits mit einem neuen Beitrag. »Du bist also nicht nur unhöflich, du lügst auch noch«, schrieb die Sängerin. Clarkson fügte dem Beitrag ein Foto des Vogels mit einem Preisschild bei, auf dem der Preis mit 15.000 Dollar angegeben war.
»Klar, es stand nicht zum Verkauf«, schrieb sie am Sonntagabend auf Instagram. »Das heißt, das ganze Gespräch, das wir hatten, als ich euch fragte, ob es zu kaufen sei, während ich auf das Preisschild an der Wand mit der Aufschrift ›Singing Bird‹ zeigte, hat gar nicht stattgefunden? Dass ihr mich von oben bis unten gemustert habt und in herablassendem Ton sagtet: ›Ja, es ist zu haben, aber es kostet 15.000 Dollar – soll ich Ihnen etwas Vergleichbares raussuchen?‹ Das alles ist nie passiert, und jetzt steht es plötzlich nicht mehr zum Verkauf.«
— CashDeplorable (@gjscash) October 11, 2026
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Der Laden reagierte nochmals. Man habe Clarkson erklärt, dass Molly zwar fest an der Wand befestigt sei und als inoffizielles Maskottchen des Ladens gelte, ein nahezu identischer Automat jedoch dem Schöpfer dieser Maschinen gehöre. Dieser haben »Art of Play« mitgeteilt, dass er bereit sei, »Mollys Zwilling für 15.000 Dollar abzugeben. All das haben wir Kelly Clarkson erklärt. Wir boten ihr auch an, ihr einen anderen singenden Vogelautomaten zu zeigen – gefertigt von einer traditionellen Uhrmacherwerkstatt in Deutschland –, den sie noch am selben Tag hätte mitnehmen können. Er kostet rund 2000 Dollar. Sie blieb nicht lange genug, um ihn zu sehen.«
Um diesen Vogel geht es
Foto: Julian Roberts-Grmela / Daily News L.P. / TNS / Sipa USA / picture allianceMan habe die Sängerin direkt kontaktiert und hoffe, eines Tages »über dieses Missverständnis lachen können«.
Im Internet stellen sich einige Userinnen und User auf die Seite Clarksons, andere glauben dem Geschäft. Einige weisen darauf hin, dass »Art of Play« vor knapp fünf Wochen einen Beitrag auf Instagram veröffentlicht hat mit dem Titel »Our favorite items not for sale …«. Auf dem ersten von einigen beigefügten Fotos ist »Molly« zu sehen.
