Der Sieg war deutlicher als der von »Das crazy« im Vorjahr: »Ragebait« ist das Jugendwort des Jahres 2026. Bei einer Onlineabstimmung des Langenscheidt-Verlags schaffte es das Wort auf den ersten Platz – vor »Crashout« und »Peak«. Das verkündete der Verlag auf der Frankfurter Buchmesse.
»Ragebait« bedeutet aus dem Englischen wörtlich übersetzt »Wut-Köder« und meint Onlinebeiträge, die nur darauf abzielen, Polemik, Auseinandersetzungen und Aufregung zu erzeugen. So wird etwa mit Falschbehauptungen oder steilen Thesen versucht, Wut auszulösen, was in den sozialen Medien Kommentare, Likes und Reichweite bringt. Auch auf das reale Leben lässt sich das Wort übertragen: Einige Jugendliche nutzen es, um Äußerungen oder Aktionen anderer zu beschreiben, die sie als provozierend oder dumm empfinden.
Für »Ragebait« als deutsches Jugendwort des Jahres 2026 stimmten den Angaben zufolge 36,5 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. »Peak« folgte mit etwa 34 Prozent. Es bedeutet im Englischen »Gipfel« und wird auch in der Jugendsprache so verwendet. Ist etwas »peak«, dann ist es das Beste vom Besten oder der absolute Höhepunkt. Beispiel: »Das Konzert war peak.«
»Crashout« erhielt nur rund 30 Prozent der Stimmen. Es ist eine Bezeichnung für Ausrasten oder die Fassung verlieren. Reagiert jemand extrem emotional, dann erlebt er einen »Crashout«. Das Wort kann laut Langenscheidt-Verlag sowohl ernsthaft als auch ironisch verwendet werden. Beispiel: »Wenn mein Akku gleich ausgeht, gehe ich Crashout.«
Gewählt wird das Jugendwort des Jahres in einer anonymen Onlineabstimmung von 11- bis 20-Jährigen. Ob das Alter wahrheitsgemäß angegeben wird, überprüft der Verlag nicht. Auch die genaue Zahl der Teilnehmenden gibt er nicht heraus. Insgesamt hätten seit dem Kampagnenstart rund eine Million Jugendliche mitgemacht, hieß es. Im Vorjahr war von fast zwei Millionen abgegebenen Stimmen die Rede gewesen. Gesiegt hatte 2025 »Das crazy« vor »goonen« und »Checkst du«.
