SpOn 16.07.2026
07:51 Uhr

Jeffrey Epstein: JD Vance räumt Fehler im Umgang mit Akten über den Sexualstraftäter ein


Die US-Regierung steht wegen ihres Umgangs mit den Epstein-Akten in der Kritik. Nun spricht Trumps Stellvertreter JD Vance über Versäumnisse in der Kommunikation – und kommentiert eine Verschwörungstheorie rund um den israelischen Mossad.

Jeffrey Epstein: JD Vance räumt Fehler im Umgang mit Akten über den Sexualstraftäter ein

US-Vizepräsident JD Vance hat den Umgang seiner Regierung mit den Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein kritisiert. »Wenn die Leute sagen wollen, wir hätten die Epstein-Veröffentlichung falsch gehandhabt: schuldig«, sagte er in dem Podcast »The Joe Rogan Experience«. Gerade die Kommunikation habe seine Regierung »komplett vermasselt«.

»Aber glaube ich, dass wir es vermasselt haben, weil wir versucht haben, etwas zu verbergen? Nein«, sagte Vance. Der Grund sei, dass falsche Behauptungen aufgestellt worden seien. Vance nannte unter anderem eine viel beachtete Äußerung der damaligen Justizministerin Pam Bondi, die gesagt hatte, eine Kundenliste des Sexualstraftäters liege bei ihr auf dem Tisch. US-Präsident Donald Trump hatte Bondi Anfang April abgesetzt.

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Der US-Investor Epstein soll Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils Prominenten ausgeliefert haben. 2008 wurde er verurteilt. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft erhielt er damals eine nur 18-monatige Haftstrafe.

2019 wurde er unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen. Rund einen Monat später wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

Der Skandal ist mit der Veröffentlichung der Ermittlungsakten wieder in die Schlagzeilen geraten. Die US-Regierung versucht, ihn möglichst weit von Trump fernzuhalten. Die per Gesetz geforderte Veröffentlichung der Ermittlungsakten fiel in Bondis Zuständigkeit. Trump hatte sich im vergangenen Jahr monatelang dagegen gewehrt, bevor der Kongress auch mit den Stimmen seiner Republikaner deren Freigabe erzwang.

Vance kommentiert angebliche Epstein-Verbindungen zum Mossad

Viele Teile der Akten sind geschwärzt; dennoch tauchen zahlreiche prominente Namen auf , darunter auch Trumps. Bisher veröffentlichte Fotos und Dokumente legen eine enge Beziehung zwischen Epstein und Trump nahe. Bislang wurde dem US-Präsidenten allerdings kein Fehlverhalten im Zusammenhang mit Epstein nachgewiesen. Rund um den Fall ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. Unter anderem werden dem Multimillionär Verbindungen zum israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad nachgesagt. Stichhaltige Beweise dafür gibt es nicht. In dem dreistündigen Interview in Joe Rogans Podcast, das am Mittwoch ausgestrahlt wurde, äußerte sich US-Vizepräsident Vance auch dazu.

Auf die Frage nach Theorien, Epstein könne Teil des israelischen Geheimdiensts Mossad gewesen sein, sagte er: »Ja, Mossad oder CIA oder irgendein anderer tiefer Staat.« Der verurteilte Sexualstraftäter habe »offensichtlich Verbindungen zu den höchsten Ebenen des israelischen Geheimdiensts« gehabt, fügte Vance hinzu.

Der Republikaner behauptete zudem, Teile Israels betrieben eine »sehr diskrete, extrem gut finanzierte Kampagne«, die darauf abziele, die öffentliche Meinung in den USA zu beeinflussen und Verhandlungen mit Iran zu untergraben.

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asc/dpa