Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Gegen Stellungen an Straße von Hormus setzen die USA Bunkerbrecher ein. Iran reagiert mit Gegenattacken, auch auf die Golfstaaten.
- Israel vermeldet die Tötung eines weiteren ranghohen Funktionärs in Iran: Geheimdienstchef Esmail Khatib soll ebenfalls eliminiert worden sein.
- Irans Außenminister Araghchi bekräftigt, das Regime werde trotz gezielter Tötungen weiter bestehen. Zudem rechtfertigt er die Angriffe auf die Golfstaaten und warnt, dass die globalen Folgen des Krieges »alle treffen« werden.
- Iran greift den weltweit größten Exportkomplex für Flüssiggas in Katar an. Analysten warnen vor Folgen für den Weltmarkt.
- Die Attacken auf Gasverarbeitungsanlagen treiben die Rohölpreise in die Höhe. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Referenzsorte Brent kostete gegen 21.50 Uhr MEZ 111,55 US-Dollar – das sind gut acht Dollar mehr als am Dienstag. Das US-Öl WTI hat sich zeitweise auf mehr als 100 Dollar pro Fass verteuert.
- Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert das planlose Vorgehen der USA im Irankrieg und mahnt zu europäischer Geschlossenheit und Selbstbewusstsein
- US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard geht davon aus, dass Irans Regime trotz der andauernden Angriffe weiter intakt ist.
- Die USA müssen ihren größten Flugzeugträger Berichten zufolge vorläufig aus dem Krieg abziehen. Nach einem Brand vor wenigen Tagen soll das Schiff einen Hafen in Griechenland anlaufen.
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Liebe Leserinnen und Leser,
an dieser Stelle beenden wir die Liveanalyse zum Irankrieg am 18. März. Über alle aktuellen Entwicklungen halten wir Sie nun hier im aktuellen Liveblog auf dem Laufenden.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Katar erklärt iranischen Militärattaché zur unerwünschten Person
Der Sicherheits- und Militärattaché der iranischen Botschaft muss Katar binnen 24 Stunden verlassen, wie das Außenministerium in Doha mitteilte. Die Regierung erklärte den iranischen Botschafter zur »Persona non grata«. Katar begründete die Entscheidung mit wiederholten Angriffen von Iran auf das Land. Zuletzt ist die Industriestadt Ras Laffan Ziel einer Attacke gewesen.
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Omans Außenminister fordert Iran und USA zu Rückkehr an den Verhandlungstisch auf
Badr Albusaidi, der Außenminister Omans und Vermittler der jüngsten US-iranischen Nukleargespräche, hat in einem Gastbeitrag im Economist den Kriegseintritt Israels und der USA kritisiert. Der Angriff nur Stunden nach den »bislang substanziellsten Verhandlungen« sei rechtswidrig gewesen. Irans Vergeltung sei unter den gegebenen Umständen unvermeidbar, das Ergebnis inakzeptabel: Die Blockade der Straße von Hormus treibe weltweit die Energiepreise in die Höhe und bedrohe die Wirtschaftsmodelle der arabischen Golfstaaten. Die Sicherheitszusammenarbeit mit den USA erlebten sie nun als akute Verletzlichkeit.
Die USA, so Albusaidi, hätten sich von israelischen Versprechen eines schnellen Regimewechsels täuschen lassen und damit die Kontrolle über ihre eigene Außenpolitik verloren. Nun drohe genau der langwierige Bodenkrieg, den Trump stets ablehnte – und den die amerikanische Bevölkerung nicht wolle. Dies sei nicht Amerikas Krieg.
Deshalb seien jetzt Amerikas Verbündete gefordert: Sie müssten Washington offen die unangenehme Wahrheit sagen – dass weder die USA noch Iran ein Interesse an einer Fortsetzung dieses Krieges hätten, und dass Amerika in eine Falle getappt sei, aus der es sich befreien müsse.
Als Ausweg skizziert er einen konkreten Vorschlag: USA und Iran sollten trotz allem wieder direkt miteinander reden – diesmal aber eingebettet in einen breiteren Prozess, an dem alle Golfstaaten beteiligt sind. Thema wäre die Frage, welche Rolle Atomenergie künftig in der Region spielen soll – ein Interesse, das alle Länder teilen, unabhängig vom Krieg. Ein solcher gemeinsamer Rahmen könne es beiden Seiten politisch leichter machen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, ohne das Gesicht zu verlieren. Oman, das traditionell als neutraler Vermittler gilt, könne diesen Prozess initiieren.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Drei Palästinenserinnen im Westjordanland getötet
Im Westjordanland sind drei Frauen bei einem Raketenangriff aus Iran getötet worden. Mehrere Palästinenserinnen seien zudem verletzt worden, eine von ihnen schwebe in Lebensgefahr, teilte der palästinensische Rote Halbmond mit. Laut der Nachrichtenagentur Wafa wurde ein Schönheitssalon im Ort Beit Awa südwestlich von Hebron getroffen. Israels Armee bestätigte, dass es in der Gegend einen Raketeneinschlag gegeben habe. Nach Erkenntnissen des Militärs handelte es sich um eine iranische Rakete.
Während es in Israel viele Bunker und Schutzräume gibt, ist das im Westjordanland nicht der Fall. Zudem gibt es keine Warnungen durch Sirenen.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Hisbollah feuert Raketen auf Israels Grenzregion zum Gazastreifen
Die schiitische Hisbollah-Miliz hat erstmals seit Beginn des Irankriegs den Süden Israels angegriffen. Die Raketen schlugen in der etwa 200 Kilometer vom Libanon entfernten Grenzregion in der Nähe des Gazastreifens ein, in der Stadt Aschkelon heulten am Abend die Warnsirenen. Israels Armee bestätigte, dass die Miliz für die Attacken verantwortlich sei.
Die von Iran unterstützte Schiitenmiliz feuerte auch Raketen auf den Norden Israels. Berichte über Schäden oder Verletzte nach den neuen Angriffen gab es zunächst nicht.
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Kurzanalyse: Ölpreis steigt nach Angriffen auf iranische und katarische Gasanlagen
Die Attacken auf Gasverarbeitungsanlagen in Iran und Katar sowie Sorgen vor Angriffen auf Saudi-Arabiens Ölindustrie treiben die Rohölpreise in die Höhe. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Referenzsorte Brent kostete gegen 21.50 Uhr MEZ 111,55 US-Dollar – das sind gut acht Dollar mehr als am Dienstag. Das US-Öl WTI hat sich zeitweise auf mehr als 100 Dollar pro Fass verteuert.
Eine Flamme am South-Pars-Gasfeld an der iranischen Golfküste. Foto: Morteza Nikoubazl / NurPhoto via Getty Images
Unbestätigten Berichten zufolge soll Irans Regime nach den israelischen Attacken auf die iranischen Gasförderanlagen Saudi-Arabien gewarnt haben, man werde Raffinerien des staatlichen Ölkonzerns Aramco ins Visier nehmen. Und schon die Einschläge in Ras Laffan, dem Zentrum der katarischen Erdgasindustrie, bedeuten eine neue Eskalationsstufe in diesem Krieg. Womöglich wird Katars Produktion des Flüssigerdgases LNG längere Zeit eingeschränkt sein.
Zudem legt der iranische Angriff auf Ras Laffan nahe, dass in Teheran gerade Hardliner das Sagen haben. Das Regime wird die faktische Blockade der für den Öl- und Gasexport so wichtigen Straße von Hormus wohl nicht so schnell beenden.
Diese Meerenge ließe sich allein mit militärischen Mitteln kaum unter Kontrolle bringen, sagt der Iranstratege S. Clinton Hinote. Er analysierte für die US-Luftwaffe diverse Szenarien für einen bewaffneten Konflikt mit Iran. Und sagt heute: Jeder Versuch, die Straße von Hormuz freizubekommen, ist mit enormen Risiken verbunden. Das SPIEGEL-Interview lesen Sie hier.
Zudem legt der iranische Angriff auf Ras Laffan nahe, dass in Teheran gerade Hardliner das Sagen haben. Das Regime wird die faktische Blockade der für den Öl- und Gasexport so wichtigen Straße von Hormus wohl nicht so schnell beenden.
Diese Meerenge ließe sich allein mit militärischen Mitteln kaum unter Kontrolle bringen, sagt der Iranstratege S. Clinton Hinote. Er analysierte für die US-Luftwaffe diverse Szenarien für einen bewaffneten Konflikt mit Iran. Und sagt heute: Jeder Versuch, die Straße von Hormuz freizubekommen, ist mit enormen Risiken verbunden. Das SPIEGEL-Interview lesen Sie hier.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Israel soll iranische Marine im Kaspischen Meer angegriffen haben
Laut israelischen Medien soll es im Kaspischen Meer Luftangriffe auf iranische Marineeinheiten gegeben haben. Dabei sollen mehr als fünf Schiffe der iranischen Marine getroffen worden sein. In der iranischen Hafenstadt Bandar Anzali sollen mehreren Berichten zufolge Explosionen beobachtet worden sein. Offizielle Bestätigungen der Ereignisse liegen bisher nicht vor.
Das iranische Schiff IRIS Bushehr nach einem Angriff durch ein US-U-Boot vor der Küste von Colombo, Sri Lanka, am 5. März 2026. Foto:REUTERS/SRI LANKAN NAVY
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Slowakei geht gegen Tanktourismus vor
Die slowakische Regierung hat wegen der Rohstoffkrise Maßnahmen beschlossen, um den Treibstoffverkauf zu beschränken. Die Verordnung solle vorerst für 30 Tage gelten, könne aber notfalls auch verlängert werden, sagte Ministerpräsident Robert Fico nach einer Kabinettssitzung.
Eine Tankstelle mit Rationierungshinweis in Bratislava. Foto: Joe Klamar / AFP
Als Maßnahme gegen Hamsterkäufe und Tanktourismus darf pro Fahrzeug nur mehr Diesel bis zu einem Maximalwert von 400 Euro gekauft werden. Die Mitnahme von mehr als zehn Litern in Kanistern oder anderen mitgebrachten Gefäßen ist auch innerhalb dieses Limits verboten. Zudem werden für Autos mit ausländischen Kennzeichen höhere Preise verlangt.
Hintergrund ist, dass die Slowakei bereits vor einem Monat einen »Erdöl-Notstand« ausgerufen hat. Seit Ende Januar fließt kein Erdöl mehr durch die Druschba-Pipeline über die Ukraine aus Russland. Davon ist die Ölversorgung der Slowakei ebenso wie Ungarns bisher weitgehend abhängig. Bratislava und Budapest werfen der Ukraine vor, die Öllieferungen absichtlich zu behindern.
Die Regierung in Bratislava hatte nach Ausbruch des Irankrieges mit der Raffinerie Slovnaft eine freiwillige Preisbremse vereinbart. Deshalb waren die Spritpreise in der Slowakei weniger stark gestiegen als in den Nachbarländern, was einen Tanktourismus aus Österreich und vor allem Polen auslöste. Besonders im Grenzgebiet der Slowakei zu Polen war zuletzt an mehreren Tankstellen vorübergehend kein Treibstoff mehr zu bekommen.
Die Regierung in Bratislava hatte nach Ausbruch des Irankrieges mit der Raffinerie Slovnaft eine freiwillige Preisbremse vereinbart. Deshalb waren die Spritpreise in der Slowakei weniger stark gestiegen als in den Nachbarländern, was einen Tanktourismus aus Österreich und vor allem Polen auslöste. Besonders im Grenzgebiet der Slowakei zu Polen war zuletzt an mehreren Tankstellen vorübergehend kein Treibstoff mehr zu bekommen.
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Kurzanalyse: Iran greift Herz von Katars Gaswirtschaft an – das droht jetzt
Eine weitere Eskalation am Mittwochabend: Nachdem Israel wenige Stunden zuvor das iranische South-Pars-Feld getroffen hatte, wird Doha noch tiefer in den Konflikt hineingezogen. South Pars ist das weltweit größte Erdgasfeld, das sich Iran mit Katar teilt. Teheran drohte offen, Raffinerien, Gasfelder und petrochemische Anlagen in Saudi-Arabien, den VAE und Katar anzugreifen – und noch am Abend nahm Iran Ras Laffan, das Herzstück von Katars Energiewirtschaft, bereits zum zweiten Mal ins Visier.
Gasförderanlage im Industriezentrum Ras Laffan. Foto: Maneesh Bakshi / AP / dpa
Katars Innenministerium teilt mit, dass Zivilschutzteams derzeit einen Brand in der wichtigsten Gasanlage des Landes bekämpfen. In einer Erklärung spricht QatarEnergy von »erheblichen Schäden« in der Ras-Laffan-Industriezone. Der Konzern erklärt zugleich, dass es bislang keine Verletzten gebe. Das katarische Außenministerium verurteilte den Angriff als »brutale« Attacke: »Katar betrachtet diesen Angriff als gefährliche Eskalation, als eklatante Verletzung seiner Souveränität und als direkte Bedrohung seiner nationalen Sicherheit«, heißt es.
Ras Laffan ist das Herz von Katars Gaswirtschaft: Dort stehen fast alle LNG-Anlagen des Landes, das Werk gilt als größter Exportkomplex für Flüssiggas weltweit und liefert etwa ein Fünftel des globalen LNG-Angebots. Wenn dort Anlagen ausfallen oder der Export stockt, fehlen große Mengen am Weltmarkt; Analysten warnen, dass ein längerer Ausfall die Preise weltweit weiter nach oben treiben würde. QatarEnergy hatte seine LNG-Produktion bereits am 2. März ausgesetzt, nachdem die Anlage in Ras Laffan erstmals angegriffen worden war.
Ras Laffan ist das Herz von Katars Gaswirtschaft: Dort stehen fast alle LNG-Anlagen des Landes, das Werk gilt als größter Exportkomplex für Flüssiggas weltweit und liefert etwa ein Fünftel des globalen LNG-Angebots. Wenn dort Anlagen ausfallen oder der Export stockt, fehlen große Mengen am Weltmarkt; Analysten warnen, dass ein längerer Ausfall die Preise weltweit weiter nach oben treiben würde. QatarEnergy hatte seine LNG-Produktion bereits am 2. März ausgesetzt, nachdem die Anlage in Ras Laffan erstmals angegriffen worden war.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Angriffe auf Gasanlagen in Katar und Saudi-Arabien
Nach dem israelischen Angriff auf eine iranische Anlage im größten Erdgasfeld der Welt sind in Katar und Saudi-Arabien Gasanlagen angegriffen worden – offenbar handelte es sich um Vergeltungsschläge Teherans.
Katars staatlicher Energiekonzern QatarEnergy bestätigt Raketenangriffe auf Ras Laffan, einen wichtigen Gaskomplex des Landes. Es sei »erheblicher Schaden entstanden«, schrieb QatarEnergy auf der Plattform X. »Notfallteams wurden umgehend eingesetzt, um die Brände einzudämmen.« Berichte über Opfer liegen demnach bislang nicht vor. Alle Mitarbeiter seien in Sicherheit.
Katars staatlicher Energiekonzern QatarEnergy bestätigt Raketenangriffe auf Ras Laffan, einen wichtigen Gaskomplex des Landes. Es sei »erheblicher Schaden entstanden«, schrieb QatarEnergy auf der Plattform X. »Notfallteams wurden umgehend eingesetzt, um die Brände einzudämmen.« Berichte über Opfer liegen demnach bislang nicht vor. Alle Mitarbeiter seien in Sicherheit.
In Saudi-Arabien wurde derweil eine Drohne abgefangen, die sich einem Gasfeld im Osten des Landes näherte, teilte das Verteidigungsministerium in Riad mit. Es sei kein Schaden entstanden.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Krieg blockiert medizinische Hilfe für Hunderttausende Kinder
Wegen des Irankriegs verzögert sich nach Angaben der Hilfsorganisation Save the Children der Transport von medizinischen Hilfsgütern für rund 400.000 Kinder. Der Konflikt blockiere wichtige Lieferwege und verzögere lebensrettende medizinische Lieferungen, teilte die Kinderhilfsorganisation mit. Luft-, See- und Landwege seien unterbrochen.
Eine Familie im Bürgerkriegsland Jemen. Foto: Abdulnasser Alseddik / AP
Die betroffenen Hilfslieferungen seien für Familien im Sudan, Jemen und in Afghanistan bestimmt, heißt es weiter. Die Helfer erwarten, dass die Transportkosten bis zu 50 Prozent steigen könnten, da Hilfsgüter in einigen Fällen umgeleitet werden müssten.
Eine Lieferung für den Sudan stecke derzeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten fest, da auch die für den internationalen Handel wichtige Straße von Hormus nahezu blockiert sei. Eine für den Jemen bestimmte Lieferung stecke in Dubai fest. Diese müssen nun auf dem Landweg transportiert werden.
Willem Zuidema, globaler Leiter der Lieferketten bei Save the Children, appellierte an alle Konfliktparteien, die sichere Durchfahrt humanitärer Hilfe für Kinder zu gewährleisten.
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Mojtaba Khamenei meldet sich zum zweiten Mal seit seiner Ernennung zu Wort
Seit Mojtaba Khamenei seinem getöteten Vater als Oberster Führer in Iran folgte, war es erstaunlich still um ihn. Nun hat er sich anlässlich der Tötung des mächtigen Sicherheitschefs Ali Larijani geäußert und mit Rache gedroht. Die »Mörder« würden »den Preis« für ihre Tat bezahlen, hieß es in einer schriftlichen Erklärung Khameneis, die am Mittwoch von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlicht wurde. Es war erst die zweite schriftliche Erklärung von Mojtaba Khamenei, seit er am 8. März zum neuen Obersten Führer Irans gewählt worden war.
Bild von Mojtaba Khamenei im iranischen Fernsehen. Foto: Abedin Taherkenareh / EPA
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

London beschafft mehr Lenkwaffen für Streitkräfte am Golf
Großbritannien will seine Verbündeten am Persischen Golf angesichts iranischer Angriffe stärker unterstützen und zusätzliche Lenkwaffen beschaffen. Diese wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums bereits in den vergangenen Wochen erfolgreich zur Abwehr iranischer Drohnen eingesetzt.
Die britischen Streitkräfte befinden sich in dem Konflikt laut britischer Darstellung in einem Defensiveinsatz – unter anderem fangen britische Kampfflugzeuge Drohnen und Raketen ab.
Großbritannien, das eine militärische Präsenz in Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderswo unterhält, erklärte, es werde weitere »Lightweight Multirole Missiles« beim Unternehmen Thales UK in Belfast bestellen, um sowohl die eigenen Streitkräfte als auch Partner in der Region zu versorgen. Zudem wolle man ihnen Ausbildungen im Vereinigten Königreich anbieten.
Großbritannien, das eine militärische Präsenz in Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderswo unterhält, erklärte, es werde weitere »Lightweight Multirole Missiles« beim Unternehmen Thales UK in Belfast bestellen, um sowohl die eigenen Streitkräfte als auch Partner in der Region zu versorgen. Zudem wolle man ihnen Ausbildungen im Vereinigten Königreich anbieten.
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Fed lässt Zinssatz stabil – trotz Irankriegs
Trotz des Irankriegs lässt die US-Notenbank den Leitzins unangetastet. Die Zinsspanne bleibt damit bei 3,5 bis 3,75 Prozent, wie der Zentralbankrat der Federal Reserve (Fed) in Washington mitteilte. Bereits auf ihrer vorherigen Sitzung Ende Januar hatte die Notenbank die Leitzinsen nicht angetastet.
Im Zuge des Krieges treiben Versorgungsengpässe die Ölpreise in die Höhe und lösen Inflationssorgen aus, was Zinssenkungen vorerst unwahrscheinlich macht. Volkswirte hatten die Entscheidung, den Leitzins stabil zu halten, deswegen erwartet. Lesen Sie hier mehr.
Im Zuge des Krieges treiben Versorgungsengpässe die Ölpreise in die Höhe und lösen Inflationssorgen aus, was Zinssenkungen vorerst unwahrscheinlich macht. Volkswirte hatten die Entscheidung, den Leitzins stabil zu halten, deswegen erwartet. Lesen Sie hier mehr.
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Was die US-Geheimdienstkoordinatorin nicht sagte
US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard hat vor einem Senatsausschuss über die Arbeitsfähigkeit von Irans Regime ausgesagt. Interessant ist allerdings auch, was Gabbard nicht sagte: Schon vor dem Termin im Senatsausschuss war eine Version ihrer Eröffnungserklärung veröffentlicht worden. Das Dokument enthielt auch einen Teil, in dem es um die Nuklearanlagen in Iran ging.
Durch den US-israelischen Einsatz »Midnight Hammer« vom Juni 2025 sei Irans Atomanreicherungsprogramm »vernichtet« worden, hieß es dort unter Berufung auf Erkenntnisse des Geheimdienstes. »Seitdem hat es keinerlei Bemühungen gegeben, die Anreicherungskapazitäten wieder aufzubauen.«
Durch den US-israelischen Einsatz »Midnight Hammer« vom Juni 2025 sei Irans Atomanreicherungsprogramm »vernichtet« worden, hieß es dort unter Berufung auf Erkenntnisse des Geheimdienstes. »Seitdem hat es keinerlei Bemühungen gegeben, die Anreicherungskapazitäten wieder aufzubauen.«
Genau diese Passage ließ Gabbard bei der Anhörung aus. Der demokratische Senator Mark R. Warner fragte sie daraufhin, ob das daran gelegen habe, dass dieser Teil der Einschätzung im Widerspruch zu Aussagen von US-Präsident Donald Trump stünden. Das berichtet unter anderem der Sender CBS News.
Gabbard argumentierte hingegen, dass die Zeit knapp geworden sei und sie daher einige Passagen ausgelassen habe. Trump hatte die US-israelischen Luftangriffe ab dem 28. Februar mit einer »unmittelbar bevorstehenden Bedrohung« durch das iranische Atomprogramm begründet.
Gabbard argumentierte hingegen, dass die Zeit knapp geworden sei und sie daher einige Passagen ausgelassen habe. Trump hatte die US-israelischen Luftangriffe ab dem 28. Februar mit einer »unmittelbar bevorstehenden Bedrohung« durch das iranische Atomprogramm begründet.
Magdalena Gräfe
Newsdesk

US-Geheimdienstkoordinatorin: Regime in Iran scheint intakt zu sein
US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard geht davon aus, dass die iranische Regierung trotz der andauernden Angriffe weiter arbeitsfähig ist. »Das Regime in Iran scheint intakt zu sein«, sagte die Direktorin für Nationale Nachrichtendienste, zu Beginn ihrer jährlichen Anhörung vor einem Senatsausschuss.
Das Regime sei zwar militärisch weitgehend geschwächt. Dennoch sei Iran weiter in der Lage, Interessen der USA und ihrer Verbündeten im Nahen Osten anzugreifen und tue dies auch. »Sollte ein feindliches Regime überleben, wird es in den kommenden Jahren versuchen, seine Raketen- und Drohnen-Kapazitäten wieder aufzubauen«, so Gabbard.
Das Regime sei zwar militärisch weitgehend geschwächt. Dennoch sei Iran weiter in der Lage, Interessen der USA und ihrer Verbündeten im Nahen Osten anzugreifen und tue dies auch. »Sollte ein feindliches Regime überleben, wird es in den kommenden Jahren versuchen, seine Raketen- und Drohnen-Kapazitäten wieder aufzubauen«, so Gabbard.
Tulsi Gabbard. Foto: ASSOCIATED PRESS/Jose Luis Magana
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IAEA bestätigt Geschosseinschlag unweit von Kernkraftwerk
In ein Gebäude, das sich 350 Meter vom iranischen Atomkraftwerk Buschehr befindet, ist am Dienstagabend ein Geschoss eingeschlagen. Das bestätigte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA).
Der Reaktor sei nicht beschädigt und es seien auch keine Mitarbeiter verletzt worden, sagte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi. Dennoch verstoße jeder Angriff auf oder in der Nähe von Kernkraftwerken »gegen die sieben unverzichtbaren Säulen zur Gewährleistung von nuklearer Sicherheit und Sicherung während eines bewaffneten Konflikts und darf niemals stattfinden«.
Treffer an iranischem AKW: So groß ist die Gefahr, die davon ausgeht
Das iranische Atomkraftwerk Buschehr ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA von einem Geschoss getroffen worden. Sie sei von Iran darüber informiert worden, dass »ein Geschoss das Gelände des Kernkraftwerks Buschehr getroffen hat«, erklärt die Uno-Organisation. »Es wurden weder Schäden an der Anlage noch Verletzungen von Mitarbeitern gemeldet«, heißt es weiter.
Das AKW Buschehr im Südwesten Irans verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes. Nach Einschätzung der IAEA ist Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert.
Vergangenen Sommer hatte Israel die iranischen Atomanlagen schon einmal ins Visier genommen. Solche Attacken »können am Ende brandgefährlich sein«, schrieb mein Kollege Christoph Seidler damals. Seine Analyse lesen Sie hier.
Das AKW Buschehr im Südwesten Irans verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes. Nach Einschätzung der IAEA ist Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert.
Vergangenen Sommer hatte Israel die iranischen Atomanlagen schon einmal ins Visier genommen. Solche Attacken »können am Ende brandgefährlich sein«, schrieb mein Kollege Christoph Seidler damals. Seine Analyse lesen Sie hier.
Arbeiter in iranischer Atomanlage Isfahan (2005). Foto: Vahid Salemi / AP
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Israel will weitere Brücken im Libanon zerstört haben
Die israelischen Streitkräfte haben nach Regierungsangaben zwei weitere Brücken über den Litani-Fluss im Libanon zerstört. Diese seien von der Hisbollah-Miliz genutzt worden, um Waffen in den Süden zu schmuggeln, sagte Verteidigungsminister Israel Katz. Und weiter: »Dies ist eine klare Botschaft an die libanesische Regierung: Israel wird nicht zulassen, dass die Hisbollah die staatliche Infrastruktur des Libanon nutzt.« Bereits am Freitag hatte das israelische Militär eine Brücke im Südlibanon zerstört.
Israels Armee kündigt Angriffe auf Brücken im Libanon an
Der Sprecher der israelischen Armee, Avichay Adraee, hat die Bewohner im Südlibanon erneut zum Verlassen ihres Zuhauses aufgefordert. Israel werde in der Gegend ab dem Nachmittag gezielt Brücken über den Litani-Fluss angreifen, teilte Adraee auf X mit.
Attacken auf Gebäude oder Einrichtungen, die zivilen Infrastrukturen dienen, sind völkerrechtlich im Krieg nicht erlaubt. Ausnahmen bestehen, wenn sie militärischen Zwecken oder Bewegungen dienen.
Israel hatte die Bewohner im Südlibanon zuvor in mehreren Schritten zur Evakuierung aufgerufen. Mehr dazu lesen Sie hier:
Israel hatte die Bewohner im Südlibanon zuvor in mehreren Schritten zur Evakuierung aufgerufen. Mehr dazu lesen Sie hier:
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

US-Geheimdienstkoordinatorin: Regime in Iran scheint intakt zu sein
US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard geht davon aus, dass die iranische Regierung trotz der andauernden Angriffe weiter arbeitsfähig ist. »Das Regime in Iran scheint intakt zu sein«, sagte die Direktorin für Nationale Nachrichtendienste, zu Beginn ihrer jährlichen Anhörung vor einem Senatsausschuss.
Das Regime sei zwar militärisch weitgehend geschwächt. Dennoch sei Iran weiter in der Lage, Interessen der USA und ihrer Verbündeten im Nahen Osten anzugreifen und tue dies auch. »Sollte ein feindliches Regime überleben, wird es in den kommenden Jahren versuchen, seine Raketen- und Drohnen-Kapazitäten wieder aufzubauen«, so Gabbard.
Das Regime sei zwar militärisch weitgehend geschwächt. Dennoch sei Iran weiter in der Lage, Interessen der USA und ihrer Verbündeten im Nahen Osten anzugreifen und tue dies auch. »Sollte ein feindliches Regime überleben, wird es in den kommenden Jahren versuchen, seine Raketen- und Drohnen-Kapazitäten wieder aufzubauen«, so Gabbard.
Tulsi Gabbard. Foto: ASSOCIATED PRESS/Jose Luis Magana
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Amerikas teuerster Flugzeugträger kämpft gegen sich selbst
Teilweise 600 Soldaten ohne Bett, Toiletten außer Betrieb: Auf der USS »Gerald R. Ford« im Roten Meer häufen sich die Pannen. Nun soll der Flugzeugträger zur Notfallreparatur. Lesen Sie in der Geschichte von SPIEGEL-Redakteur Christoph Seidler, mit welchen Pannen das gewaltige Schiff zu kämpfen hat.
USS »Gerald R. Ford« (in Marseille, August 2025). Foto: SPEICH Frederic / MAXPPP / IMAGO
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Merz’ Trump-Dilemma
Kanzler Friedrich Merz grenzt sich hart ab von der US-Kriegsführung gegen Iran. Ganz verscherzen will er es sich mit US-Präsident Donald Trump aber auch nicht, schreibt unser Kollege Paul-Anton Krüger. Seine Analyse zu Merz’ Regierungserklärung lesen Sie hier.
Foto: Christoph Soeder / dpa
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WHO berichtet von mehr als 2300 toten Zivilisten in Iran, im Libanon und in Israel
Im Krieg im Nahen und Mittleren Osten sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang mehr als 2300 Zivilisten ums Leben gekommen. Mehr als 1400 Tote seien in Iran gemeldet worden, fast 900 im Libanon und 20 in Israel, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Tausende Menschen in den drei Ländern seien verletzt worden.
Tedros äußerte sich auch äußerst besorgt über Dutzende Attacken auf Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal in der Region. »Angriffe auf die Gesundheitsversorgung verletzen internationales Recht«, sagte er.
Foto: Charles Cuau / SIPA / action press
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SPD-Außenpolitiker wirft USA Kriegsverbrechen vor
Adis Ahmetović, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, hat den USA im Krieg gegen Iran ein Kriegsverbrechen vorgeworfen. »Ein Angriff auf eine Mädchenschule mit mehr als 150 Toten ist kein Kollateralschaden, ist kein Sharepic auf Instagram«, sagte er im Bundestag nach der Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz: »Warum haben wir hier nicht mal den Mut zu sagen, dass das ein Kriegsverbrechen ist?«
Bei dem Beschuss in der Stadt Minab am ersten Tag der amerikanischen und israelischen Offensive waren nach Angaben des iranischen Uno-Botschafters 150 Schülerinnen getötet worden. US-Präsident Donald Trump hatte zunächst Iran für den Vorfall verantwortlich gemacht, dafür jedoch keine Belege geliefert. Nach Recherchen der »Washington Post« ist nicht klar, warum genau das Gebäude getroffen wurde. Der Recherche zufolge können aber falsche Geheimdienstinformationen die Ursache gewesen sein. Mehr dazu lesen Sie hier.
Bei dem Beschuss in der Stadt Minab am ersten Tag der amerikanischen und israelischen Offensive waren nach Angaben des iranischen Uno-Botschafters 150 Schülerinnen getötet worden. US-Präsident Donald Trump hatte zunächst Iran für den Vorfall verantwortlich gemacht, dafür jedoch keine Belege geliefert. Nach Recherchen der »Washington Post« ist nicht klar, warum genau das Gebäude getroffen wurde. Der Recherche zufolge können aber falsche Geheimdienstinformationen die Ursache gewesen sein. Mehr dazu lesen Sie hier.
Foto: Nico Herbertz / IMAGO
»Dieser Krieg bringt keine Sicherheit«, sagte Ahmetović in seiner Rede weiter: »Dieser Krieg steht nicht im Einklang mit dem Völkerrecht.« Das zu benennen sei keine Relativierung von Verbrechen des iranischen Terrorregimes. Der Krieg sei falsch und verantwortungslos: »Ohne klares Ziel, ohne Plan für danach, ohne Perspektive für Stabilität.« Die Verantwortlichen hätten sich verkalkuliert, den Preis dafür zahlten die Iranerinnen und Iraner, die in Feriheit leben wollen.
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Tump-Regierung lockert Regeln für Schiffstransport zwischen US-Häfen
Die USA setzen vorübergehend den sogenannten Jones Act, ein Schiffstransportgesetz, aus. Das soll helfen, die Energiepreise zu senken. Die Entscheidung von Präsident Donald Trump sei »ein weiterer Schritt, um die kurzfristigen Störungen auf dem Ölmarkt abzufedern«, teilt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bei X mit. Damit könnten Güter wie Erdöl, Erdgas, Dünger und Kohle leichter die US-Häfen erreichen.
Das Weiße Haus hatte angekündigt, Trump genehmige eine 60-tägige Ausnahme vom Jones Act von 1920. Das mehr als hundert Jahre alte Gesetz sieht vor, dass Frachtgut zwischen US-Häfen nur auf Schiffen transportiert werden darf, die in den USA gebaut wurden, in US-Besitz sind und deren Crew aus den USA stammt. Kritiker bemängeln, der Jones Act steigere die Kosten für Reeder und damit für die Verbraucher.
Das Weiße Haus hatte angekündigt, Trump genehmige eine 60-tägige Ausnahme vom Jones Act von 1920. Das mehr als hundert Jahre alte Gesetz sieht vor, dass Frachtgut zwischen US-Häfen nur auf Schiffen transportiert werden darf, die in den USA gebaut wurden, in US-Besitz sind und deren Crew aus den USA stammt. Kritiker bemängeln, der Jones Act steigere die Kosten für Reeder und damit für die Verbraucher.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Mindestens zwölf Tote bei schweren israelischen Luftangriffen auf Beirut
Israel hat seine Luftangriffe auf die libanesische Hauptstadt Beirut ausgeweitet. Dabei wurden nach libanesischen Angaben mindestens zwölf Menschen getötet und ein zehnstöckiges Gebäude nahe dem Stadtzentrum zerstört.
Das libanesische Gesundheitsministerium beziffert die Zahl der Verletzten auf 41. Für den Angriff im Bezirk Bachura, bei dem das Hochhaus zerstört wurde, hatte das israelische Militär zuvor eine Warnung in sozialen Medien veröffentlicht. Für drei weitere Einschläge in den Vierteln Sukak al-Blat und Basta gab es dagegen keine Vorwarnung.
Das libanesische Gesundheitsministerium beziffert die Zahl der Verletzten auf 41. Für den Angriff im Bezirk Bachura, bei dem das Hochhaus zerstört wurde, hatte das israelische Militär zuvor eine Warnung in sozialen Medien veröffentlicht. Für drei weitere Einschläge in den Vierteln Sukak al-Blat und Basta gab es dagegen keine Vorwarnung.
Die Angriffe erschütterten die Hauptstadt bis in den Morgen hinein. Die israelische Armee teilt mit, sie habe Einrichtungen des Hisbollah-Finanzinstituts Al-Qard Al-Hasan sowie Kämpfer der Miliz ins Visier genommen. Der Hisbollah-nahe Sender al-Manar berichtet, der Politikchef seiner Redaktion sowie dessen Frau seien bei einem der Angriffe getötet worden.
Ein zerstörtes Gebäude im libanesischen Viertel Bachoura in Beirut nach dem israelischen Luftangriff am 18.März. Foto: Houssam Shbaro / IMAGO
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Satellitenbilder zeigen massive Schäden in Bundeswehrlager
Der Angriff auf den deutschen Teil des jordanischen Luftwaffenstützpunktes al-Azraq in Jordanien Anfang vergangener Woche war gravierender als bisher bekannt. Satellitenaufnahmen zeigen, dass bei dem Einschlag ein großer Teil eines Unterkunftsgebäudes im deutschen Teil des weitläufigen Camps komplett zerstört wurde. In dem eingeschossigen Gebäude, in dem die deutschen Soldaten und Soldatinnen normalerweise schlafen, klafft nun ein großer Krater.
Der Luftwaffenstützpunkt al-Azraq war in der Nacht von Sonntag auf Montag von mehreren iranischen Geschossen, vermutlich einem Mix aus Drohnen und ballistischen Raketen, attackiert worden. Der Großteil der Geschosse konnte durch die Flugabwehr rund um den Stützpunkt im Osten Jordaniens abgefangen werden. Die Bundeswehr geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass eine ballistische Rakete nicht neutralisiert wurde und in dem Gebäude der Truppe einschlug. Mehr dazu lesen und sehen Sie hier.
Der Luftwaffenstützpunkt al-Azraq war in der Nacht von Sonntag auf Montag von mehreren iranischen Geschossen, vermutlich einem Mix aus Drohnen und ballistischen Raketen, attackiert worden. Der Großteil der Geschosse konnte durch die Flugabwehr rund um den Stützpunkt im Osten Jordaniens abgefangen werden. Die Bundeswehr geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass eine ballistische Rakete nicht neutralisiert wurde und in dem Gebäude der Truppe einschlug. Mehr dazu lesen und sehen Sie hier.
Satellitenbild von Bundeswehrcamp in Jordanien: Unterkunft zerstört. [M] DER SPIEGEL; Foto: SKYFI
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Analyse: Das bedeutet Israels Angriff auf das größte Gasfeld der Welt
Der israelische Schlag gegen das Gasfeld South Pars ist eine weitere Eskalation. Das größte Erdgasfeld der Welt deckt rund 70 Prozent des iranischen Inlandsbedarfs. Israel trifft damit erstmals in diesem Krieg direkt die zivile Energieversorgung Irans, das dürfte ein kalkulierter Schlag gegen die wirtschaftliche Lebensader des Landes sein. Mit dem Gas werden 85 Prozent der iranischen Stromerzeugung gedeckt – der Angriff könnte also auch Auswirkungen auf die Versorgung der Bevölkerung haben.
Das Besondere an South Pars: Das Feld liegt im Persischen Golf und wird geteilt – Iran fördert auf der einen Seite, Katar auf der anderen, wo es North Field heißt. Nahezu das gesamte katarische Flüssiggas stammt aus diesem Feld – und damit auch ein Teil des Gases, das Europa importiert.
Der arabische Golfstaat Katar wird damit weiter in den Konflikt hineingezogen. Das erklärt die ungewöhnlich scharfe Reaktion des katarischen Außenministeriums. Es bezeichnete den Angriff als »gefährlich und unverantwortlich«. Katar beherbergt den größten US-Luftwaffenstützpunkt der Region und ist gleichzeitig wirtschaftlich direkt betroffen. Noch heute Abend treffen sich die Außenminister der arabischen Golfstaaten in Riad, um über den Krieg zu beraten, der sie in eine besonders schwierige Lage bringt.
Der Ölpreis stieg als Reaktion auf die Nachricht auf über 108 Dollar pro Barrel, der europäische Gaspreis legte ebenfalls zu. Iran hat bereits gedroht, als Vergeltung Energieinfrastruktur in Saudi-Arabien, den Emiraten und Katar anzugreifen – Raffinerien, Petrochemiekomplexe, Gasfelder. Ob das Drohkulisse bleibt oder Realität wird, wird sich in den nächsten Stunden und Tagen zeigen.
Das Besondere an South Pars: Das Feld liegt im Persischen Golf und wird geteilt – Iran fördert auf der einen Seite, Katar auf der anderen, wo es North Field heißt. Nahezu das gesamte katarische Flüssiggas stammt aus diesem Feld – und damit auch ein Teil des Gases, das Europa importiert.
Der arabische Golfstaat Katar wird damit weiter in den Konflikt hineingezogen. Das erklärt die ungewöhnlich scharfe Reaktion des katarischen Außenministeriums. Es bezeichnete den Angriff als »gefährlich und unverantwortlich«. Katar beherbergt den größten US-Luftwaffenstützpunkt der Region und ist gleichzeitig wirtschaftlich direkt betroffen. Noch heute Abend treffen sich die Außenminister der arabischen Golfstaaten in Riad, um über den Krieg zu beraten, der sie in eine besonders schwierige Lage bringt.
Der Ölpreis stieg als Reaktion auf die Nachricht auf über 108 Dollar pro Barrel, der europäische Gaspreis legte ebenfalls zu. Iran hat bereits gedroht, als Vergeltung Energieinfrastruktur in Saudi-Arabien, den Emiraten und Katar anzugreifen – Raffinerien, Petrochemiekomplexe, Gasfelder. Ob das Drohkulisse bleibt oder Realität wird, wird sich in den nächsten Stunden und Tagen zeigen.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Iranischer Präsident bestätigt den Tod von Geheimdienstminister Khatib
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat in einem Post auf X die Tötung von Geheimdienstchef Esmail Khatib bestätigt. In seiner Mitteilung bezeichnete er die Tat als »feige Ermordung« und sprach dem iranischen Volk sein tiefes Beileid aus.
Offenbar auch Irans Geheimdienstchef Khatib von Israel getötet
Nach der Meldung der Tötung zweier wichtiger iranischer Funktionäre am Vortag gibt Israel nun bekannt, dass nun auch der iranische Geheimdienstminister Esmail Khatib angegriffen und getötet worden sein soll. Khatib sei in der Nacht bei einem gezielten Luftangriff ums Leben gekommen, teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Aus Teheran gab es dazu zunächst keine Bestätigung.
Katz sagte nach Angaben seines Büros, Khatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie »Bedrohungen nach außen« verantwortlich gewesen. Bereits gestern hatte der Verteidigungsminister erklärt, sein Land werde weiterhin gezielt Mitglieder der iranischen Führung angreifen und töten. »Der Premierminister und ich haben die israelischen Streitkräfte angewiesen, die Jagd auf die Führung des Terror- und Unterdrückungsregimes in Iran fortzusetzen«, so Katz in einer Erklärung.
Katz sagte nach Angaben seines Büros, Khatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie »Bedrohungen nach außen« verantwortlich gewesen. Bereits gestern hatte der Verteidigungsminister erklärt, sein Land werde weiterhin gezielt Mitglieder der iranischen Führung angreifen und töten. »Der Premierminister und ich haben die israelischen Streitkräfte angewiesen, die Jagd auf die Führung des Terror- und Unterdrückungsregimes in Iran fortzusetzen«, so Katz in einer Erklärung.
Esmail Khatib. Foto: Iranian Presidency / ZUMAPRESS.com / picture alliance
Israel hat im Irankrieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet, darunter den Oberste Führer Ali Khamenei, den einflussreichen Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Larijani und Gholamreza Soleimani, den Chef der berüchtigten Basidsch-Miliz.
Was das womöglich für das Regime bedeutet, lesen Sie hier in der Analyse.
Was das womöglich für das Regime bedeutet, lesen Sie hier in der Analyse.
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Iranische Fußballerinnen sind zurück in ihrem Heimatland
Die Mitglieder der iranischen Fußballnationalmannschaft der Frauen sind über einen Grenzübergang in der Osttürkei in iranisches Staatsgebiet eingereist, berichtet die Nachrichtenagentur Fars. Die Spielerinnen waren zuvor am Istanbuler Flughafen gelandet und haben sich über Land auf den Weg nach Iran gemacht. Der Luftraum über Iran ist wegen des Kriegs gesperrt.
In der vergangenen Woche hatten die Spielerinnen beim ersten Gruppenspiel in Australien während der Nationalhymne geschwiegen. In Iran wurde das als Zeichen gegen die Führung in Teheran gewertet. Bei den folgenden Partien sangen und salutierten die Frauen wieder. Ursprünglich hatten sieben Fußballerinnen nach dem Aus bei dem Turnier Asyl in Australien beantragt. Fünf zogen den Antrag inzwischen zurück. Beobachter befürchten, dass den Frauen oder ihren Familien schlimme Konsequenzen drohen könnten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Die iranischen Fußballerinnen reisten über Igdir in der Türkei nach Iran. Foto: Ali Ihsan Ozturk / AFP
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Magdalena Gräfe
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Russland verurteilt Angriff nahe iranischem Atomkraftwerk Buschehr
Nach dem Einschlag eines Geschosses in der Nähe des iranischen Atomkraftwerks Buschehr, bei dem es keine Schäden oder Verletzten gab, hat Russland scharfe Kritik geäußert. Das Kraftwerk im Südwesten Irans wurde von Russland gebaut, das den Betrieb auch weiterhin unterstützt. Russland selbst hatte in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine das Atomkraftwerk Saporischschja eingenommen.
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) äußerte sich zudem zum Status der neuen iranischen Anreicherungsanlage in Isfahan. Laut IAEA-Chef Rafael Grossi befindet sich die Anlage in einem unterirdischen Komplex. »Sie ist unterirdisch, aber wir haben sie noch nicht besucht«, erklärte Grossi, der sich derzeit zu Gesprächen mit der US-Regierung in Washington aufhält. Mehr zu Teherans Nuklearprogramm lesen Sie hier.
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) äußerte sich zudem zum Status der neuen iranischen Anreicherungsanlage in Isfahan. Laut IAEA-Chef Rafael Grossi befindet sich die Anlage in einem unterirdischen Komplex. »Sie ist unterirdisch, aber wir haben sie noch nicht besucht«, erklärte Grossi, der sich derzeit zu Gesprächen mit der US-Regierung in Washington aufhält. Mehr zu Teherans Nuklearprogramm lesen Sie hier.
Foto: Planet Labs PBC / AP
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Magdalena Gräfe
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Katar macht Israel für Angriff auf Gasfeld verantwortlich
Katar kritisiert Israel nach einem Angriff auf das gemeinsam mit Iran betriebene South-Pars-Gasfeld am Persischen Golf: Majed al-Ansari, Sprecher des katarischen Außenministeriums, bezeichnet den Angriff auf X als »gefährlich und unverantwortlich« angesichts der aktuellen Eskalation in der Region.
»Angriffe auf Energieinfrastruktur gefährden die globale Energiesicherheit«, so Ansari. Er rief alle Beteiligten zur Zurückhaltung, zur Einhaltung des Völkerrechts und zu einer Deeskalation auf.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Iran droht Energieanlagen in Saudi-Arabien, Katar und den VAE
Nach Angriffen auf das South-Pars-Gasfeld droht Teheran mit Attacken auf Öl- und Gasanlagen in Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. »Diese Einrichtungen sind zu direkten und legitimen Zielen geworden und werden in den kommenden Stunden angegriffen werden«, heißt es in einer Mitteilung der Revolutionswächter.
»Diese Angriffe auf zivile und lebenswichtige Infrastruktur des Iran sind kein militärischer Sieg, sondern ein politischer Selbstmord«, heißt es in einer von der Nachrichtenagentur Fars verbreiteten Erklärung. Die Zeit begrenzter Gefechte sei vorbei. Das Kriegspendel bewege sich in Richtung eines »umfassenden Wirtschaftskriegs«.
»Diese Angriffe auf zivile und lebenswichtige Infrastruktur des Iran sind kein militärischer Sieg, sondern ein politischer Selbstmord«, heißt es in einer von der Nachrichtenagentur Fars verbreiteten Erklärung. Die Zeit begrenzter Gefechte sei vorbei. Das Kriegspendel bewege sich in Richtung eines »umfassenden Wirtschaftskriegs«.
Medienberichte: Iranisches Offshore-Erdgasfeld attackiert
Iran und Katar teilen sich das größte konventionelle Gasfeld der Welt, South Pars (in Katar: North Dome). Es liegt im Persischen Golf vor der Küste beider Länder. Iranische Staatsmedien melden nun, dass zu South Pars gehörende Anlagen angegriffen worden seien.
Sowohl das iranische Staatsfernsehen als auch die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichten über die Attacke auf Einrichtungen in Asaluyeh in der südiranischen Provinz Buschehr. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt. Es war zunächst unklar, ob Israel oder die USA dort einen Angriff durchgeführt haben; die USA operierten bislang jedoch hauptsächlich im südlichen Iran.
Zuvor hatte US-Präsident Trump die iranische Insel Charg im Persischen Golf, Irans wichtigsten Ölumschlagplatz, angreifen lassen.
Sowohl das iranische Staatsfernsehen als auch die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichten über die Attacke auf Einrichtungen in Asaluyeh in der südiranischen Provinz Buschehr. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt. Es war zunächst unklar, ob Israel oder die USA dort einen Angriff durchgeführt haben; die USA operierten bislang jedoch hauptsächlich im südlichen Iran.
Zuvor hatte US-Präsident Trump die iranische Insel Charg im Persischen Golf, Irans wichtigsten Ölumschlagplatz, angreifen lassen.
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Die Regierungserklärung ist nun beendet, es erfolgt die Aussprache, die mit Tino Chrupalla von der AfD startet.
Foto: Markus Schreiber / AP
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Merz: »Wir wollen nicht, dass dieser Krieg zur Belastung für die transatlantische Beziehung wird«
Merz geht noch einmal auf die Beziehungen zu den USA ein: »Wir wollen nicht, dass dieser Krieg zur Belastung für die transatlantische Beziehung wird«, sagt er. Denn: »Wichtige Ziele der USA teilen wir«, sagt Merz, schränkt aber ein: »Wir dürfen und werden uns nicht scheuen, zu sagen, wo wir andere Interessen sehen und haben.« Das müsse eine Partnerschaft aushalten, »sonst ist es keine Partnerschaft«, so Merz.
Europa habe ein Interesse an einem baldigen Ende des Kriegs. »Eine Desintegration der Staatlichkeit Irans, das würde auch uns massiv schaden«, sagt Merz und verweist auf negative Auswirkungen etwa auf die deutsche Energiesicherheit und eine mögliche Migrationskrise.
Für die deutsche Regierung sei klar, dass Teheran seine nuklearen Ambitionen aufgeben müsse, genau wie den »Terror, den es über die ganze Welt zieht«.
Bei aller Absage an einer Beteiligung in Nahost hält Merz trotzdem fest: »Wir können nicht die Vorhänge zuziehen und den Sturm da draußen vorbeiziehen lassen. Wir müssen den Mut haben, gemeinsam mit unseren europäischen Partnern unsere Interessen zu benennen und zu verfolgen.«
Europa habe ein Interesse an einem baldigen Ende des Kriegs. »Eine Desintegration der Staatlichkeit Irans, das würde auch uns massiv schaden«, sagt Merz und verweist auf negative Auswirkungen etwa auf die deutsche Energiesicherheit und eine mögliche Migrationskrise.
Für die deutsche Regierung sei klar, dass Teheran seine nuklearen Ambitionen aufgeben müsse, genau wie den »Terror, den es über die ganze Welt zieht«.
Bei aller Absage an einer Beteiligung in Nahost hält Merz trotzdem fest: »Wir können nicht die Vorhänge zuziehen und den Sturm da draußen vorbeiziehen lassen. Wir müssen den Mut haben, gemeinsam mit unseren europäischen Partnern unsere Interessen zu benennen und zu verfolgen.«
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Merz übt Kritik an USA und Israel: »Wir hätten abgeraten, diesen Weg so zu gehen«
Nun geht es namentlich doch noch um den Irankrieg: »Über Jahre und Jahrzehnte hat das iranische Regime die Welt mit Terror überzogen«, sagt Merz. Teheran trage »die Verantwortung für die derzeitige Krise in der Region.«
Die Bundesregierung teile das Ziel, »dass Iran in Zukunft keine Bedrohung mehr darstellen kann«, weder für Israel noch für andere Länder. Gleichzeitig wünsche er dem iranischen Volk, dass es sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann und darf«, so Merz weiter.
Gleichwohl gelte: »Wir haben klargemacht, dass wir Fragen zu diesem Krieg haben«, sagt der Kanzler. Es gebe bislang »kein überzeugendes Konzept, wie man diesen Krieg beenden kann.« Merz weiter: »Washington hat uns nicht zurate gezogen und die europäische Hilfe nicht für notwendig erklärt.« Sei dem so gewesen, dann hätte man »abgeraten, diesen Weg so zu gehen, wie er jetzt gegangen wird.«
Deutschland werde sich daher auch nicht einbringen in Nahost, »dazu fehlt bislang ein Plan oder ein Mandat«, etwa der Nato, so der Kanzler. Das schließe jedoch »ausdrücklich nicht aus, dass wir mit diplomatischen Mitteln auf eine schnelle Beendigung des Kriegs hinwirken«, sagt Merz. Und: »Wir werden uns auch einer Debatte über freie Schifffahrt etwa in der Straße von Hormus nach Kriegsende nicht verschließen«. Dabei wolle man »immer den bestmöglichen Schulterschluss mit den europäischen Nachbarn, mit Emmanuel Macron, Keir Starmer und Giorgia Meloni stehe ich dazu in fast täglichem Kontakt.«
Merz stellte allerdings für eine Zeit nach den Kampfhandlungen in Aussicht, dass Deutschland sich etwa daran beteiligen könnte, eine »Friedensordnung in der Region aufzubauen«.
Die Bundesregierung teile das Ziel, »dass Iran in Zukunft keine Bedrohung mehr darstellen kann«, weder für Israel noch für andere Länder. Gleichzeitig wünsche er dem iranischen Volk, dass es sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann und darf«, so Merz weiter.
Gleichwohl gelte: »Wir haben klargemacht, dass wir Fragen zu diesem Krieg haben«, sagt der Kanzler. Es gebe bislang »kein überzeugendes Konzept, wie man diesen Krieg beenden kann.« Merz weiter: »Washington hat uns nicht zurate gezogen und die europäische Hilfe nicht für notwendig erklärt.« Sei dem so gewesen, dann hätte man »abgeraten, diesen Weg so zu gehen, wie er jetzt gegangen wird.«
Deutschland werde sich daher auch nicht einbringen in Nahost, »dazu fehlt bislang ein Plan oder ein Mandat«, etwa der Nato, so der Kanzler. Das schließe jedoch »ausdrücklich nicht aus, dass wir mit diplomatischen Mitteln auf eine schnelle Beendigung des Kriegs hinwirken«, sagt Merz. Und: »Wir werden uns auch einer Debatte über freie Schifffahrt etwa in der Straße von Hormus nach Kriegsende nicht verschließen«. Dabei wolle man »immer den bestmöglichen Schulterschluss mit den europäischen Nachbarn, mit Emmanuel Macron, Keir Starmer und Giorgia Meloni stehe ich dazu in fast täglichem Kontakt.«
Merz stellte allerdings für eine Zeit nach den Kampfhandlungen in Aussicht, dass Deutschland sich etwa daran beteiligen könnte, eine »Friedensordnung in der Region aufzubauen«.
Foto: Christoph Soeder / PA /dpa
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Anschließend spult Merz ein bisschen Unionsprogramm herunter, das sich mit dem decke, was auf europäischer Ebene wichtig sei. Bürokratie etwa sei eine »Wachstumshürde«. Zudem müsse es mehr »KI made in Europe« geben, so Merz.
Foto: Clemens Bilan / EPA
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Merz: »Wir wollen uns nicht länger unter Wert verkaufen«
Bislang hat Merz den Irankrieg noch nicht einmal wörtlich erwähnt. Gleichwohl hält er fest, in Zeiten wie diesen sei »ein vereintes Europa für uns in Deutschland die einzige Garantie und die wichtigste Garantie, die wir haben«.
Man müsse »einstehen im Sinne einer größeren Selbstachtung«, führt Merz weiter aus. Und gibt sich selbstbewusst: »Wir wollen uns nicht länger unter Wert verkaufen«, hält er fest. Denn: »Die anderen sind auch von uns abhängig, nicht nur wir von ihnen.« Diese Erkenntnis könne und müsse man einsetzen, so Merz weiter. Ob er mit »die anderen« die USA meint?
»Wir Europäer müssen geschlossen und zielstrebig unsere Freiheit und die Verteidigung dieser Freiheit selbst in die Hand nehmen«, sagt der Kanzler weiter. Er reise am Nachmittag weiter nach Brüssel, »wo Sie nicht gebraucht werden«, sagt Merz weiter und schaut in Richtung der AfD, die in Zwischenrufen die Regierungserklärung zu stören versucht.
Man müsse »einstehen im Sinne einer größeren Selbstachtung«, führt Merz weiter aus. Und gibt sich selbstbewusst: »Wir wollen uns nicht länger unter Wert verkaufen«, hält er fest. Denn: »Die anderen sind auch von uns abhängig, nicht nur wir von ihnen.« Diese Erkenntnis könne und müsse man einsetzen, so Merz weiter. Ob er mit »die anderen« die USA meint?
»Wir Europäer müssen geschlossen und zielstrebig unsere Freiheit und die Verteidigung dieser Freiheit selbst in die Hand nehmen«, sagt der Kanzler weiter. Er reise am Nachmittag weiter nach Brüssel, »wo Sie nicht gebraucht werden«, sagt Merz weiter und schaut in Richtung der AfD, die in Zwischenrufen die Regierungserklärung zu stören versucht.
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Merz: »Wir erleben geopolitische Verwerfungen wie lange nicht«
»Wo wir nicht mehr frei handeln können, geht Freiheit verloren«, sagt Merz eingangs. Viele Menschen in Deutschland spürten das derzeit. »Wir erleben geopolitische Verwerfungen wie lange nicht«, so Merz weiter. Anschließend erwähnt er hohe Sprit- und Lebenshaltungspreise, die viele Menschen derzeit belasteten.
»Wir sind mit dieser Bundesregierung angetreten, die Handlungsspielräume in Deutschland wieder zu weiten«. Das sei nicht auf die Regierung gemünzt gewesen, sondern auf die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen, so Merz weiter. Er und seine Regierung wollten »Raum für Mut« schaffen.
»Wir sind mit dieser Bundesregierung angetreten, die Handlungsspielräume in Deutschland wieder zu weiten«. Das sei nicht auf die Regierung gemünzt gewesen, sondern auf die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen, so Merz weiter. Er und seine Regierung wollten »Raum für Mut« schaffen.
Foto: Christoph Soeder / dpa
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Nun tritt Bundeskanzler Friedrich Merz ans Rednerpult und beginnt seine Regierungserklärung.
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Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat die Sitzung eröffnet, spricht aber zunächst über den heutigen Tag der Demokratie. Kanzler Merz muss sich noch gedulden.
Foto: Annegret Hilse / REUTERS
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Regierungserklärung ab 14 Uhr live: Was sagt Merz über den Konflikt mit Donald Trump?
Bundeskanzler Friedrich Merz gibt ab 14 Uhr im Bundestag eine Regierungserklärung ab. Anlass ist der am Donnerstag beginnende EU-Gipfel in Brüssel. Angesichts der Weltlage dürften der Irankrieg, die Benzin- und Energiepreise sowie Donald Trumps Forderung nach Hilfe in der Straße von Hormus Schwerpunkte der Rede sein. An die 20-minütige Regierungserklärung wird sich wie üblich eine etwa 60 Minuten dauernde Aussprache anschließen. Hier sehen Sie die Regierungserklärung gleich im Livestream, im Blog begleiten wir die Rede ebenfalls live.
Foto: Michael Kappeler / dpa
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Stockholm meldet Hinrichtung von schwedischem Staatsbürger in Iran
In Iran ist am Morgen laut Schwedens Außenministerin Maria Malmer Stenergård ein Bürger des Landes hingerichtet worden. »Die Todesstrafe ist eine unmenschliche, grausame und unumkehrbare Strafe. Schweden verurteilt zusammen mit dem Rest der EU dessen Anwendung unter allen Umständen«, heißt es in einer von der Regierung verbreiteten Erklärung. Seit der Festnahme im Juni 2025 habe Schweden den Fall wiederholt bei iranischen Vertretern angesprochen. Details zur Person wurden nicht genannt.
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Trauerzeremonie in Teheran für getöteten Larijani
In Teheran sind am Mittag zahlreiche Regierungsanhänger zusammengekommen, um dem getöteten iranischen Sicherheitschef Ali Larijani die letzte Ehre zu erweisen. Im Stadtzentrum der Millionenmetropole meldete die Nachrichtenagentur Fars den Beginn einer Zeremonie für den am Montagabend getöteten Generalsekretär des Sicherheitsrats. Ein Foto der Agentur zeigt seinen Sarg und den seines Sohnes, der bei dem israelischen Angriff ebenfalls ums Leben kam.
Bilder im Staatsfernsehen zeigten Anhänger der Staatsführung, die sich um einen Sattelschlepper versammelten, der die Särge durch die Stadt fährt. Sie trauerten ebenfalls um den Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Gholamreza Soleimani, sowie die Besatzung eines iranischen Kriegsschiffs, das die USA vor Sri Lanka versenkt hatten. Larijani galt als einflussreicher Funktionär im Machtapparat. Ursprünglich geboren im irakischen Nadschaf, soll er nun in der iranischen Pilgerstadt Ghom, dem schiitischen spirituellen Zentrum rund 150 Kilometer südlich von Teheran, beerdigt werden.
Bilder im Staatsfernsehen zeigten Anhänger der Staatsführung, die sich um einen Sattelschlepper versammelten, der die Särge durch die Stadt fährt. Sie trauerten ebenfalls um den Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Gholamreza Soleimani, sowie die Besatzung eines iranischen Kriegsschiffs, das die USA vor Sri Lanka versenkt hatten. Larijani galt als einflussreicher Funktionär im Machtapparat. Ursprünglich geboren im irakischen Nadschaf, soll er nun in der iranischen Pilgerstadt Ghom, dem schiitischen spirituellen Zentrum rund 150 Kilometer südlich von Teheran, beerdigt werden.
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Wadephul warnt vor Nahrungsmittelkrise in Teilen Afrikas
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sieht durch die iranischen Angriffe auf die Golfstaaten die globale Lebensmittelsicherheit bedroht. Die Düngerversorgung, die aus der Region sichergestellt werde, sei »essenziell«, sagte Wadephul bei einer Pressekonferenz anlässlich des Deutschlandbesuchs von Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot. Bei einem längeren Ausbleiben dieser Versorgung könne eine Nahrungsmittelkrise »in großen Teilen Afrikas« drohen. »Das muss uns mit Besorgnis erfüllen«, sagte Wadephul. Bedeutend für Europa könne dies auch wegen möglicher Flüchtlingsströme werden.
Der Krieg schürt die Sorgen vor weltweiten Engpässen bei Kunstdünger. Lesen Sie hier die SPIEGEL-Analyse, wie die Auseinandersetzung die weltweite Lebensmittelproduktion bedroht.
Der Krieg schürt die Sorgen vor weltweiten Engpässen bei Kunstdünger. Lesen Sie hier die SPIEGEL-Analyse, wie die Auseinandersetzung die weltweite Lebensmittelproduktion bedroht.
Foto: imageBROKER / Kadarjan Roman / IMAGO
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Nordirak: Mehrere Explosionen in Erbil zu hören
In der Stadt Erbil in der autonomen Kurdenregion im Nordirak sind im Laufe des Tages mindestens vier Explosionen zu hören gewesen. Journalisten der Nachrichtenagentur beobachteten, wie Geschosse über der Stadt abgefangen wurden. Die genauen Ziele sind bislang aber unklar. In Erbil befindet sich ein großer US-Konsulatskomplex. Auf dem Flughafen der Stadt sind Soldaten der von den USA geführten Anti-Dschihadisten-Koalition stationiert.
Seit Beginn des Irankriegs ist auch die Kurdenregion im Nordirak immer wieder angegriffen worden. Die Attacken wurden proiranischen Gruppen zugeschrieben. Die meisten Geschosse fing die Flugabwehr ab, darunter auch Drohnen über Erbil. In den vergangenen Tagen waren mehrfach Explosionen im Stadtgebiet von Erbil zu hören gewesen, die meisten davon am Abend.
Seit Beginn des Irankriegs ist auch die Kurdenregion im Nordirak immer wieder angegriffen worden. Die Attacken wurden proiranischen Gruppen zugeschrieben. Die meisten Geschosse fing die Flugabwehr ab, darunter auch Drohnen über Erbil. In den vergangenen Tagen waren mehrfach Explosionen im Stadtgebiet von Erbil zu hören gewesen, die meisten davon am Abend.
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Historische Einordnung: Wiederholen die USA die Fehler der Siebzigerjahre?
Als sich 1978 klar abzeichnete, dass die USA einen ihrer engsten Verbündeten verlieren würden, den mit Abstand größten Käufer amerikanischer Waffensysteme, Befehlshaber über die fünftgrößten Streitkräfte der Welt, da überraschte das die allermeisten Entscheidungsträger in Washington sehr.
Der Schahanschah, der König der Könige, wie der iranische Herrscher genannt wurde, stand vor dem Sturz. Doch in Washington redete man sich ein, er könne nicht stürzen, werde den Sturm der Revolution, der über dem Land an Kraft gewann, schon irgendwie abwettern. Über Jahre hatten Wunschdenken und nachrichtendienstliche Blindheit nicht nur den Umgang mit dem Schah, sondern die gesamte Iranpolitik der USA geprägt. Über viele Jahre hatte man die wachsende Unzufriedenheit in der iranischen Bevölkerung, die zur Revolution, 1979 zum Sturz des Schah und zur Gründung der Islamischen Republik führte, ganz einfach übersehen.
Selbst als klar war, dass das Land zukünftig von Ajatollah Ruhollah Khomeini geführt werden würde, redete man sich ein, dass dieser am Ende gar nicht so radikal sei, wie es den Eindruck machte.
Der Schahanschah, der König der Könige, wie der iranische Herrscher genannt wurde, stand vor dem Sturz. Doch in Washington redete man sich ein, er könne nicht stürzen, werde den Sturm der Revolution, der über dem Land an Kraft gewann, schon irgendwie abwettern. Über Jahre hatten Wunschdenken und nachrichtendienstliche Blindheit nicht nur den Umgang mit dem Schah, sondern die gesamte Iranpolitik der USA geprägt. Über viele Jahre hatte man die wachsende Unzufriedenheit in der iranischen Bevölkerung, die zur Revolution, 1979 zum Sturz des Schah und zur Gründung der Islamischen Republik führte, ganz einfach übersehen.
Selbst als klar war, dass das Land zukünftig von Ajatollah Ruhollah Khomeini geführt werden würde, redete man sich ein, dass dieser am Ende gar nicht so radikal sei, wie es den Eindruck machte.
Teheran im Oktober 1978: Ein Mann hält ein Schild mit dem Bild von Ajatollah Ruhollah Khomeini hoch, während Iraner vor dem Freiheitsturm (Azadi) gegen Schah Mohammed Resa Pahlevi demonstrieren. Foto: AP/dpa
Man hätte, um zu einer gegenteiligen Einschätzung zu kommen, nur die Kassetten übersetzen müssen, die seit Jahren in Iran zirkulierten, und auf denen die zornigen Sermone des alten Klerikers aufgezeichnet waren. Aber niemand in der US-Botschaft in Teheran hatte sich die Mühe gemacht, das zu tun. Es gab auch nur sehr wenige im diplomatischen Korps, die überhaupt der Landessprache mächtig waren. Warum auch, alles war gut in Iran, der Schah kaufte Waffen in großen Mengen, die USA verdienten viel Geld, das Öl floss.
Und so trafen die USA Fehlentscheidung um Fehlentscheidung mit fatalen Folgen. Eine der letzten damals war die, den todkranken Schah nach seiner Flucht und einer Odyssee über mehrere Länder in den USA aufzunehmen. Was folgte, war das Geiseldrama in der US-Botschaft in Teheran, bei dem 52 Amerikanerinnen und Amerikaner 444 Tage lang festgehalten wurden. Ein Ereignis, das US-Präsident Jimmy Carter wahrscheinlich die Wiederwahl kostete und die Beziehung der USA zu Iran bis heute prägt.
Und so trafen die USA Fehlentscheidung um Fehlentscheidung mit fatalen Folgen. Eine der letzten damals war die, den todkranken Schah nach seiner Flucht und einer Odyssee über mehrere Länder in den USA aufzunehmen. Was folgte, war das Geiseldrama in der US-Botschaft in Teheran, bei dem 52 Amerikanerinnen und Amerikaner 444 Tage lang festgehalten wurden. Ein Ereignis, das US-Präsident Jimmy Carter wahrscheinlich die Wiederwahl kostete und die Beziehung der USA zu Iran bis heute prägt.
November 1979: Demonstranten stürmen die US-Botschaft in Teheran. Foto: Irna/dpa
Auch jetzt scheinen wieder Fehleinschätzungen die Hand der US-Regierung zu führen. Noch am 1. Februar warnte Ajatollah Khamenei: »Die Amerikaner müssen sich bewusst sein, dass es sich, sollten sie dieses Mal einen Krieg anfangen, um einen regionalen Krieg handeln wird.« Alle seriösen Beobachter nahmen diese Warnung, die von unzähligen iranischen Offiziellen wiederholt wurde, ernst. Nur die US-Regierung anscheinend nicht.
Am 16. März sagte Donald Trump auf einer Pressekonferenz: »Sie haben Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait angegriffen. Damit hatte niemand gerechnet. Wir waren schockiert.«
Aber dass die Iraner tatsächlich kapitulieren könnten, hat man wohl nur in Washington geglaubt.
Ähnliches Wunschdenken führte dazu, dass die USA sich in der Vorbereitung ihres Waffenganges nicht auf den Fall vorbereiteten, dass Iran die Straße von Hormus schließen könnte. Man sei nicht davon ausgegangen, dass Teheran das wirklich tun würde, habe es Berichten zufolge geheißen. Obwohl die Iraner immer wieder damit gedroht hatten.
Und so rennen die USA wie in den Siebzigern den Ereignissen hinterher und reagieren auf Ereignisse, die sie nicht antizipiert haben. Aber einen Krieg gegen ein Land, dessen Realitäten man nicht versteht oder anerkennt, kann man nicht gewinnen.
Am 16. März sagte Donald Trump auf einer Pressekonferenz: »Sie haben Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait angegriffen. Damit hatte niemand gerechnet. Wir waren schockiert.«
Aber dass die Iraner tatsächlich kapitulieren könnten, hat man wohl nur in Washington geglaubt.
Ähnliches Wunschdenken führte dazu, dass die USA sich in der Vorbereitung ihres Waffenganges nicht auf den Fall vorbereiteten, dass Iran die Straße von Hormus schließen könnte. Man sei nicht davon ausgegangen, dass Teheran das wirklich tun würde, habe es Berichten zufolge geheißen. Obwohl die Iraner immer wieder damit gedroht hatten.
Und so rennen die USA wie in den Siebzigern den Ereignissen hinterher und reagieren auf Ereignisse, die sie nicht antizipiert haben. Aber einen Krieg gegen ein Land, dessen Realitäten man nicht versteht oder anerkennt, kann man nicht gewinnen.
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Medienberichte: Iranisches Offshore-Erdgasfeld attackiert
Iran und Katar teilen sich das größte konventionelle Gasfeld der Welt, South Pars (in Katar: North Dome). Es liegt im Persischen Golf vor der Küste beider Länder. Iranische Staatsmedien melden nun, dass zu South Pars gehörende Anlagen angegriffen worden seien.
Sowohl das iranische Staatsfernsehen als auch die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichten über die Attacke auf Einrichtungen in Asaluyeh in der südiranischen Provinz Buschehr. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt. Es war zunächst unklar, ob Israel oder die USA dort einen Angriff durchgeführt haben; die USA operierten bislang jedoch hauptsächlich im südlichen Iran.
Zuvor hatte US-Präsident Trump die iranische Insel Charg im Persischen Golf, Irans wichtigsten Ölumschlagplatz, angreifen lassen.
Sowohl das iranische Staatsfernsehen als auch die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichten über die Attacke auf Einrichtungen in Asaluyeh in der südiranischen Provinz Buschehr. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt. Es war zunächst unklar, ob Israel oder die USA dort einen Angriff durchgeführt haben; die USA operierten bislang jedoch hauptsächlich im südlichen Iran.
Zuvor hatte US-Präsident Trump die iranische Insel Charg im Persischen Golf, Irans wichtigsten Ölumschlagplatz, angreifen lassen.
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US-Regierungskreise: Russland hat seine Unterstützung für Iran noch einmal ausgeweitet
Hilft Russland Iran bei Angriffen gegen die USA und deren Verbündete? Schon länger gibt es Indizien dafür, so hatte die »Washington Post« vor kurzer Zeit unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Moskau habe Informationen über Standorte von US-Streitkräften an die Iraner weitergegeben. Nun gibt es offenbar Indizien, dass Russland seine Militärhilfe noch ausgeweitet haben könnte. Das Land stelle Satellitenbilder und verbesserte Drohnentechnologie bereit, berichtet das »Wall Street Journal« unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Die bereitgestellte Technologie umfasse Komponenten modifizierter Shahed-Drohnen, die die Kommunikation, Navigation und Zielerfassung verbessern sollten, heißt es in dem Bericht. Russland greife zudem auf seine Erfahrungen mit Drohnen in der Ukraine zurück und gebe taktische Hinweise darauf, wie viele davon bei Operationen eingesetzt werden und aus welchen Höhen diese angreifen sollten. »Irans Angriffswellen ähneln stark dem, was Russland tut«, sagte Nicole Grajewski, Expertin für Internationale Beziehungen, dem Blatt.
Moskau wies die Vorwürfe wenig überraschend zurück. Auf den Bericht des »Wall Street Journal« angesprochen, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow, es gebe derzeit »sehr viele verschiedene Berichte über diesen Krieg. Die überwiegende Mehrheit davon ist nichts anderes als Desinformation«, zitiert ihn die Nachrichtenagentur Reuters.
Die bereitgestellte Technologie umfasse Komponenten modifizierter Shahed-Drohnen, die die Kommunikation, Navigation und Zielerfassung verbessern sollten, heißt es in dem Bericht. Russland greife zudem auf seine Erfahrungen mit Drohnen in der Ukraine zurück und gebe taktische Hinweise darauf, wie viele davon bei Operationen eingesetzt werden und aus welchen Höhen diese angreifen sollten. »Irans Angriffswellen ähneln stark dem, was Russland tut«, sagte Nicole Grajewski, Expertin für Internationale Beziehungen, dem Blatt.
Moskau wies die Vorwürfe wenig überraschend zurück. Auf den Bericht des »Wall Street Journal« angesprochen, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow, es gebe derzeit »sehr viele verschiedene Berichte über diesen Krieg. Die überwiegende Mehrheit davon ist nichts anderes als Desinformation«, zitiert ihn die Nachrichtenagentur Reuters.
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Roter Halbmond: Rettungswagen in Iran angegriffen
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen ist in Iran nach Angaben der Rothalbmond-Gesellschaft ein Rettungswagen gezielt angegriffen worden. Der Vorfall ereignete sich demnach in der südlichen Stadt Lar in der Provinz Fars, wie die humanitäre Organisation auf Telegram mitteilte. Ein Bild zeigte ein fast vollständig zerstörtes Fahrzeug.
Der Leiter des iranischen Roten Halbmonds, Pirhussein Koliwand, verurteilte den Luftangriff scharf. Er sprach von einem Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. Die Einsatzkräfte seien ausschließlich mit der Hilfe für Verletzte beschäftigt gewesen. Zunächst war unklar, wessen Luftwaffe für den Angriff verantwortlich war.
Der Leiter des iranischen Roten Halbmonds, Pirhussein Koliwand, verurteilte den Luftangriff scharf. Er sprach von einem Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. Die Einsatzkräfte seien ausschließlich mit der Hilfe für Verletzte beschäftigt gewesen. Zunächst war unklar, wessen Luftwaffe für den Angriff verantwortlich war.
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Israels Armee kündigt Angriffe auf Brücken im Libanon an
Der Sprecher der israelischen Armee, Avichay Adraee, hat die Bewohner im Südlibanon erneut zum Verlassen ihres Zuhauses aufgefordert. Israel werde in der Gegend ab dem Nachmittag gezielt Brücken über den Litani-Fluss angreifen, teilte Adraee auf X mit.
Attacken auf Gebäude oder Einrichtungen, die zivilen Infrastrukturen dienen, sind völkerrechtlich im Krieg nicht erlaubt. Ausnahmen bestehen, wenn sie militärischen Zwecken oder Bewegungen dienen.
Israel hatte die Bewohner im Südlibanon zuvor in mehreren Schritten zur Evakuierung aufgerufen. Mehr dazu lesen Sie hier:
Israel hatte die Bewohner im Südlibanon zuvor in mehreren Schritten zur Evakuierung aufgerufen. Mehr dazu lesen Sie hier:
Israelische Armee weitet Evakuierungsaufforderung für Libanon aus
Erneut hat die israelische Armee Menschen im Libanon dazu aufgefordert, ihr Zuhause zu verlassen. Es ergehe eine »dringende Warnung an die Bewohner des südlichen Libanons südlich des Zahrani-Flusses«, schreibt Armeesprecher Avichay Adraee auf X. Die Armee werde in diesem Gebiet »energisch« gegen terroristische Aktivitäten der Hisbollah vorgehen. »Ein Verbleib südlich des Zahrani-Flusses könnte Ihr Leben und das Leben Ihrer Familien gefährden«, heißt es in dem Beitrag weiter. Und: »Jede Bewegung nach Süden kann Ihr Leben gefährden.« Zuvor hatte die israelische Armee bereits die Menschen südlich des Litani-Flusses dazu aufgefordert, ihr Zuhause zu verlassen.
Die libanesische Regierung warf Israel vor, auch ohne rechtzeitige Evakuierungshinweise für Zivilistinnen und Zivilisten Ziele im Libanon angegriffen zu haben. So soll es etwa in Beirut zu unangekündigtem Beschuss gekommen sein.
Die libanesische Regierung warf Israel vor, auch ohne rechtzeitige Evakuierungshinweise für Zivilistinnen und Zivilisten Ziele im Libanon angegriffen zu haben. So soll es etwa in Beirut zu unangekündigtem Beschuss gekommen sein.
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Israel: Tötung jedes ranghohen Vertreters Irans genehmigt
Israels Führung hat nach Angaben des Verteidigungsministers die Tötung jedes ranghohen iranischen Vertreters genehmigt, der von der Armee ins Visier genommen wurde. Dafür sei keine weitere Genehmigung erforderlich, sagte Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und er hätten das Militär entsprechend autorisiert.
Bei einer Beratung habe Katz zudem angekündigt, im Laufe des Tages seien »bedeutende Überraschungen in allen Einsatzgebieten zu erwarten«. Diese würden den Krieg gegen Iran und die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz »auf eine neue Stufe heben«. Die Intensität der Angriffe in Iran nehme noch zu, drohte er.
Bei einer Beratung habe Katz zudem angekündigt, im Laufe des Tages seien »bedeutende Überraschungen in allen Einsatzgebieten zu erwarten«. Diese würden den Krieg gegen Iran und die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz »auf eine neue Stufe heben«. Die Intensität der Angriffe in Iran nehme noch zu, drohte er.
Offenbar auch Irans Geheimdienstchef Khatib von Israel getötet
Nach der Meldung der Tötung zweier wichtiger iranischer Funktionäre am Vortag gibt Israel nun bekannt, dass nun auch der iranische Geheimdienstminister Esmail Khatib angegriffen und getötet worden sein soll. Khatib sei in der Nacht bei einem gezielten Luftangriff ums Leben gekommen, teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Aus Teheran gab es dazu zunächst keine Bestätigung.
Katz sagte nach Angaben seines Büros, Khatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie »Bedrohungen nach außen« verantwortlich gewesen. Bereits gestern hatte der Verteidigungsminister erklärt, sein Land werde weiterhin gezielt Mitglieder der iranischen Führung angreifen und töten. »Der Premierminister und ich haben die israelischen Streitkräfte angewiesen, die Jagd auf die Führung des Terror- und Unterdrückungsregimes in Iran fortzusetzen«, so Katz in einer Erklärung.
Katz sagte nach Angaben seines Büros, Khatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie »Bedrohungen nach außen« verantwortlich gewesen. Bereits gestern hatte der Verteidigungsminister erklärt, sein Land werde weiterhin gezielt Mitglieder der iranischen Führung angreifen und töten. »Der Premierminister und ich haben die israelischen Streitkräfte angewiesen, die Jagd auf die Führung des Terror- und Unterdrückungsregimes in Iran fortzusetzen«, so Katz in einer Erklärung.
Esmail Khatib. Foto: Iranian Presidency / ZUMAPRESS.com / picture alliance
Israel hat im Irankrieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet, darunter den Oberste Führer Ali Khamenei, den einflussreichen Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Larijani und Gholamreza Soleimani, den Chef der berüchtigten Basidsch-Miliz.
Was das womöglich für das Regime bedeutet, lesen Sie hier in der Analyse.
Was das womöglich für das Regime bedeutet, lesen Sie hier in der Analyse.
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Getöteter iranischer Sicherheitschef Larijani soll beigesetzt werden
Der von der israelischen Armee getötete iranische Sicherheitschef Ali Larijani soll am Mittwoch in Teheran beigesetzt werden. Wie die iranischen Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim melden, sollte Larijani um 14 Uhr Ortszeit (11.30 Uhr MEZ) in der Hauptstadt Teheran beerdigt werden. Dasselbe gelte für den für die innere Sicherheit in Iran zuständigen Anführer der Basidsch-Miliz, Gholamreza Soleimani, der ebenfalls bei einem israelischen Angriff getötet wurde. Unklar ist, ob die Beerdigung angesichts der Sicherheitslage tatsächlich durchgeführt werden kann.
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»Aushöhlung der regelbasierten Ordnung«: Völkerrechtler kritisieren Bundesregierung
Mehr als 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Völkerrecht und den internationalen Beziehungen haben in einem gemeinsamen Statement die Position der Bundesregierung angesichts des Irankriegs attackiert. Die bisherigen Stellungnahmen Berlins ließen keine »klare Verurteilung des völkerrechtswidrigen Vorgehens erkennen«, heißt es in dem online veröffentlichten Text mit Blick auf die USA und Israel.
Dies trage zu einer »weiteren Aushöhlung der regelbasierten und institutionellen Ordnung« in Europa und der Welt bei. Auch die beispiellosen Gräueltaten von Irans Regierung an der eigenen Bevölkerung rechtfertigten die Raketen- und Bombenangriffe durch die USA und Israel auf Ziele in dem Land nicht.
Dies trage zu einer »weiteren Aushöhlung der regelbasierten und institutionellen Ordnung« in Europa und der Welt bei. Auch die beispiellosen Gräueltaten von Irans Regierung an der eigenen Bevölkerung rechtfertigten die Raketen- und Bombenangriffe durch die USA und Israel auf Ziele in dem Land nicht.
Als Konsequenz fordern die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner die Bundesregierung auf, »der Rechtswidrigkeit dieses Angriffs bei der Entscheidung über die Nutzung von Militärbasen auf deutschem Territorium Rechnung zu tragen«. Ob dies eine klare Untersagung der Nutzung bedeuten solle, wird in dem Text nicht eindeutig ausformuliert.
Mitunterzeichner Markus Krajewski von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg konkretisierte allerdings im Interview mit der »Süddeutschen Zeitung« mit Blick auf die Erlaubnis zur Nutzung der Stützpunkte: »Auf diese Weise unterstützt Deutschland die USA derzeit bei einem rechtswidrigen Verstoß gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot. Das muss sofort aufhören.«
Mitunterzeichner Markus Krajewski von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg konkretisierte allerdings im Interview mit der »Süddeutschen Zeitung« mit Blick auf die Erlaubnis zur Nutzung der Stützpunkte: »Auf diese Weise unterstützt Deutschland die USA derzeit bei einem rechtswidrigen Verstoß gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot. Das muss sofort aufhören.«
Foto: M. Popow / Metodi Popow / picture alliance
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Türkei: Nato stationiert neues Patriot-Abwehrsystem auf Luftwaffenbasis Incirlik
Die Nato hat nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums eine neue Flugabwehrbatterie vom Typ Patriot auf der Luftwaffenbasis Incirlik im Süden der Türkei stationiert. Ein neues Patriot-System, befehligt vom zentralen Hauptquartier für die Luftstreitkräfte der Alliierten im deutschen Ramstein, »wird gerade aufgestellt, in Ergänzung zu dem dort bestehenden spanischen Patriot-System«, sagte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt.
Am Freitag war eine dritte aus Iran abgefeuerte Rakete über der Türkei von Abwehrsystemen der Nato abgeschossen worden. Nach dem Abschuss der zweiten Rakete hatte Ankara Anfang vergangener Woche mitgeteilt, zum Schutz des Luftraums werde ein Patriot-System in der östlichen Provinz Malatya stationiert. In der Provinz liegt der Militärstützpunkt Kürecik, auf dem neben US-Soldaten ein Frühwarn-Radarsystem der Nato stationiert ist, das iranische Raketenstarts erkennen kann.
Das neue System PAC-3 in Incirlik ist leistungsstärker als das dort bereits stationierte PAC-2 und wurde zur Abwehr von taktischen ballistischen Raketen entwickelt. PAC-2 kann in einem Radius von bis zu 70 Kilometern Fluggeräte und Marschflugkörper abfangen. PAC-3 kann US-Armeedaten zufolge in einem Radius von 20 bis 35 Kilometern ballistische Raketen abfangen.
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Offenbar auch Irans Geheimdienstchef Khatib von Israel getötet
Nach der Meldung der Tötung zweier wichtiger iranischer Funktionäre am Vortag gibt Israel nun bekannt, dass nun auch der iranische Geheimdienstminister Esmail Khatib angegriffen und getötet worden sein soll. Khatib sei in der Nacht bei einem gezielten Luftangriff ums Leben gekommen, teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Aus Teheran gab es dazu zunächst keine Bestätigung.
Katz sagte nach Angaben seines Büros, Khatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie »Bedrohungen nach außen« verantwortlich gewesen. Bereits gestern hatte der Verteidigungsminister erklärt, sein Land werde weiterhin gezielt Mitglieder der iranischen Führung angreifen und töten. »Der Premierminister und ich haben die israelischen Streitkräfte angewiesen, die Jagd auf die Führung des Terror- und Unterdrückungsregimes in Iran fortzusetzen«, so Katz in einer Erklärung.
Katz sagte nach Angaben seines Büros, Khatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie »Bedrohungen nach außen« verantwortlich gewesen. Bereits gestern hatte der Verteidigungsminister erklärt, sein Land werde weiterhin gezielt Mitglieder der iranischen Führung angreifen und töten. »Der Premierminister und ich haben die israelischen Streitkräfte angewiesen, die Jagd auf die Führung des Terror- und Unterdrückungsregimes in Iran fortzusetzen«, so Katz in einer Erklärung.
Esmail Khatib. Foto: Iranian Presidency / ZUMAPRESS.com / picture alliance
Israel hat im Irankrieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet, darunter den Oberste Führer Ali Khamenei, den einflussreichen Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Larijani und Gholamreza Soleimani, den Chef der berüchtigten Basidsch-Miliz.
Was das womöglich für das Regime bedeutet, lesen Sie hier in der Analyse.
Was das womöglich für das Regime bedeutet, lesen Sie hier in der Analyse.
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Leseempfehlung: Die Bundeswehr ist nicht Trumps Putzkolonne
Deutschland stellt sich entschieden gegen die Forderung des US-Präsidenten, Kriegsschiffe an Irans Küste zu schicken. Das ist riskant, aber richtig, findet meine Kollegin Marina Kormbaki, die stellvertretende Leiterin des SPIEGEL-Hauptstadtbüros. Ihren Leitartikel lesen Sie hier.
Die Fregatte »Hessen« vor der libanesischen Küste 2008
. Foto: Thomas Koehler / photothek / picture alliance
Wie sehen Sie das, liebe Leserinnen und Leser? Halten Sie es für richtig, dass die Bundesregierung Deutschland aus dem Kriegsgebiet heraushalten will? Oder braucht es die Bundeswehr in Nahost, etwa in der Straße von Hormus? Diskutieren Sie mit bei SPIEGEL Debatte.
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Hochrangiger Demokrat fordert Aussage von Ex-Terrorabwehr-Chef Kent vor US-Kongress
Der Rücktritt von Joe Kent, Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung in den USA, sorgt für Wirbel (mehr dazu lesen Sie hier). Der einflussreiche demokratische Abgeordnete Ro Khanna verlangt nun, dass Kent seine Entscheidung in einer Aussage vor dem US-Kongress erklärt.
»Das amerikanische Volk hat ein Recht darauf zu erfahren, warum diese Regierung uns in den Krieg gegen Iran hineingezogen hat«, schreibt Khanna in sozialen Medien. »Joe Kent sollte vor dem Kongress aussagen. Wenn selbst Beamte wie Joe Kent nicht glauben, dass von Iran eine unmittelbare Bedrohung ausging, warum schicken wir dann noch mehr Amerikaner in den Tod in diesem Krieg?«, so der kalifornische Abgeordnete.
»Das amerikanische Volk hat ein Recht darauf zu erfahren, warum diese Regierung uns in den Krieg gegen Iran hineingezogen hat«, schreibt Khanna in sozialen Medien. »Joe Kent sollte vor dem Kongress aussagen. Wenn selbst Beamte wie Joe Kent nicht glauben, dass von Iran eine unmittelbare Bedrohung ausging, warum schicken wir dann noch mehr Amerikaner in den Tod in diesem Krieg?«, so der kalifornische Abgeordnete.
Zuvor hatte der Republikaner Kent, der Verbindungen zu extrem Rechten und Verschwörungsideologen hat, einen Brief an US-Präsident Trump auf X geteilt. Darin schrieb er, dass er »nach reiflicher Überlegung« beschlossen habe, »mein Amt als Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung mit sofortiger Wirkung niederzulegen«. Er könne »den andauernden Krieg in Iran nicht guten Gewissens weiter unterstützen. Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unsere Nation dar«, Israel habe den Kriegseintritt der USA unter Druck erzwungen, so Kent.
Die demokratische Senatorin Patty Murray aus Washington reagierte ebenfalls auf den Rücktritt und schrieb auf X: »Ein hochrangiger nationaler Sicherheitsbeamter tritt zurück und bestätigt, dass von Iran keine unmittelbare Bedrohung ausging. Gut, dass wir Joe Kent, einen schändlichen white supremacist, los sind, aber das ist ein wichtiges öffentliches Eingeständnis, dass es KEINE Rechtfertigung für diesen Krieg gab.«
Die demokratische Senatorin Patty Murray aus Washington reagierte ebenfalls auf den Rücktritt und schrieb auf X: »Ein hochrangiger nationaler Sicherheitsbeamter tritt zurück und bestätigt, dass von Iran keine unmittelbare Bedrohung ausging. Gut, dass wir Joe Kent, einen schändlichen white supremacist, los sind, aber das ist ein wichtiges öffentliches Eingeständnis, dass es KEINE Rechtfertigung für diesen Krieg gab.«
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Irans Fußballerinnen kehren über Türkei in ihre Heimat zurück
Ihr stiller Protest beim Asien Cup und anschließende Asylanträge in Australien lösten Aufsehen aus: Nun reisen die iranischen Fußballerinnen über die Türkei zurück in ihr Heimatland. Die Spielerinnen seien am Dienstagabend am Istanbuler Flughafen gelandet und über Land auf dem Weg zurück nach Iran, berichtet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Der Luftraum über Iran ist wegen des Krieges gesperrt, die Hauptstadt Teheran liegt mehr als 2000 Kilometer von Istanbul entfernt.
Ursprünglich hatten sieben Fußballerinnen nach dem Aus bei dem Turnier Asyl in Australien beantragt. Fünf zogen den Antrag später zurück. Beobachter befürchten, dass den Frauen in Iran schlimme Konsequenzen drohen könnten – oder, dass ihre Familien unter Druck geraten, falls sie nicht zurückkehren sollten.
Ursprünglich hatten sieben Fußballerinnen nach dem Aus bei dem Turnier Asyl in Australien beantragt. Fünf zogen den Antrag später zurück. Beobachter befürchten, dass den Frauen in Iran schlimme Konsequenzen drohen könnten – oder, dass ihre Familien unter Druck geraten, falls sie nicht zurückkehren sollten.
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Analyse: So könnte Deutschland iranischen Regimegegnern helfen
Deutsche Politiker haben in den vergangenen Wochen kaum eine Gelegenheit ausgelassen, ihr Mitgefühl mit den Menschen in Iran zu betonen. »Wir wollen das iranische Volk dabei unterstützen, frei über das eigene Schicksal zu entscheiden«, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz. Er wünsche »dem iranischen Volk« für die Zukunft »eine Chance auf Freiheit«, bekräftigte CDU-Fraktionschef Jens Spahn.
Wenn es allerdings darum geht, Iranerinnen und Iranern konkret zu helfen, ist die Bundesregierung eher zurückhaltend. In der Vergangenheit hatte Deutschland immer wieder humanitäre Visa an Menschen vergeben, die – etwa durch ihren Einsatz für Demokratie – in Iran besonders bedroht waren. Innenminister Alexander Dobrindt hat dieser Praxis de facto ein Ende gesetzt.
Wenn es allerdings darum geht, Iranerinnen und Iranern konkret zu helfen, ist die Bundesregierung eher zurückhaltend. In der Vergangenheit hatte Deutschland immer wieder humanitäre Visa an Menschen vergeben, die – etwa durch ihren Einsatz für Demokratie – in Iran besonders bedroht waren. Innenminister Alexander Dobrindt hat dieser Praxis de facto ein Ende gesetzt.
Foto: Julian Stratenschulte / dpa
Seit Kriegsbeginn ist die deutsche Botschaft in Teheran komplett geschlossen. Visumsgesuche werden nicht bearbeitet. Schon jetzt liegen 2000 offene Anträge vor, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervorgeht.
Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Linken, fordert die Bundesregierung dazu auf, Möglichkeiten für Iranerinnen und Iraner zu schaffen, Visumsanträge für Deutschland auch in Drittstaaten zu stellen. »In dieser Situation zählt jeder Tag«.
Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Linken, fordert die Bundesregierung dazu auf, Möglichkeiten für Iranerinnen und Iraner zu schaffen, Visumsanträge für Deutschland auch in Drittstaaten zu stellen. »In dieser Situation zählt jeder Tag«.
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Israelische Armee weitet Evakuierungsaufforderung für Libanon aus
Erneut hat die israelische Armee Menschen im Libanon dazu aufgefordert, ihr Zuhause zu verlassen. Es ergehe eine »dringende Warnung an die Bewohner des südlichen Libanons südlich des Zahrani-Flusses«, schreibt Armeesprecher Avichay Adraee auf X. Die Armee werde in diesem Gebiet »energisch« gegen terroristische Aktivitäten der Hisbollah vorgehen. »Ein Verbleib südlich des Zahrani-Flusses könnte Ihr Leben und das Leben Ihrer Familien gefährden«, heißt es in dem Beitrag weiter. Und: »Jede Bewegung nach Süden kann Ihr Leben gefährden.« Zuvor hatte die israelische Armee bereits die Menschen südlich des Litani-Flusses dazu aufgefordert, ihr Zuhause zu verlassen.
Die libanesische Regierung warf Israel vor, auch ohne rechtzeitige Evakuierungshinweise für Zivilistinnen und Zivilisten Ziele im Libanon angegriffen zu haben. So soll es etwa in Beirut zu unangekündigtem Beschuss gekommen sein.
Die libanesische Regierung warf Israel vor, auch ohne rechtzeitige Evakuierungshinweise für Zivilistinnen und Zivilisten Ziele im Libanon angegriffen zu haben. So soll es etwa in Beirut zu unangekündigtem Beschuss gekommen sein.
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Irans Geheimdienst geht gegen Opposition vor
Irans Geheimdienst ist eigenen Angaben zufolge gegen Dutzende Netzwerke von Oppositionellen vorgegangen. In 26 Provinzen seien »111 Zellen« von Monarchisten identifiziert worden, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim. Gemeint sind Anhänger des Schah-Sohns Reza Pahlavi, der im Ausland eine führende Rolle in der Opposition beansprucht. Es sei zu Festnahmen gekommen.
Tasnim zufolge wurden bei den Geheimdienstoperationen Schusswaffen beschlagnahmt. Vier Personen seien außerdem wegen des Vorwurfs der Spionage festgenommen worden. Sie sollen dem »Feind» Informationen über die Positionen von Sicherheitskräften verraten haben. Auch mehrere Menschen seien festgenommen worden, die Informationen und Fotos an den persischsprachigen Exilsender »Iran International« übermittelt hätten. Tasnim meldet zudem, dass 350 Starlink-Geräte beschlagnahmt worden seien.
Tasnim zufolge wurden bei den Geheimdienstoperationen Schusswaffen beschlagnahmt. Vier Personen seien außerdem wegen des Vorwurfs der Spionage festgenommen worden. Sie sollen dem »Feind» Informationen über die Positionen von Sicherheitskräften verraten haben. Auch mehrere Menschen seien festgenommen worden, die Informationen und Fotos an den persischsprachigen Exilsender »Iran International« übermittelt hätten. Tasnim meldet zudem, dass 350 Starlink-Geräte beschlagnahmt worden seien.
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Auf dem Weg Richtung Iran: US-Angriffsschiff offenbar bereits an Singapur vorbei
Berichte, wonach die USA offenbar Spezialkräfte und Anlandungsequipment nach Nahost verlegen lassen, sorgten jüngst für Aufsehen. Demnach hat das Pentagon das amphibische Angriffsschiff USS »Tripoli« und rund 2500 Soldaten von ihrer Basis in Japan ins Kriegsgebiet beordert. Nun berichtet der US-Sender CNN, die »Tripoli« habe bereits Singapur passiert und sei auf dem Weg in die Straße von Malakka.
Schiffe der US-Marine fahren oft mit abgeschalteten AIS-Transpondern, sodass es schwierig ist, sie zu tracken. Auch werden beizeiten sogar falsche Positionsdaten übermittelt, um eine sicherere Operation, vor allem in Gebieten mit hohem Schiffsverkehr, wie den Gewässern um Singapur, zu ermöglichen.
Schiffe der US-Marine fahren oft mit abgeschalteten AIS-Transpondern, sodass es schwierig ist, sie zu tracken. Auch werden beizeiten sogar falsche Positionsdaten übermittelt, um eine sicherere Operation, vor allem in Gebieten mit hohem Schiffsverkehr, wie den Gewässern um Singapur, zu ermöglichen.
Laut AIS-Tracking-Daten, die CNN nach eigenen Angaben vorliegen, näherte sich das Schiff am Dienstagmorgen zunächst Singapur am südwestlichen Rand des Südchinesischen Meeres. Anschließend passierte es den Stadtstaat und bog in die Straße von Malakka ein. Der SPIEGEL konnte ein unbenanntes US-Kriegsschiff westlich von Seremban auf Marinekarten orten. Ein weiteres US-Schiff befand sich ein Stück nordwestlich davon ebenfalls in der Straße von Malakka.
Die USS »Tripoli« ist ein amphibisches Angriffsschiff, seine Entsendung Richtung Iran schätzen Beobachter als brisante Entwicklung ein: Dadurch deuten die USA womöglich Landeaktionen und Bodeneinsätze im Kriegsgebiet an. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Irans Außenminister: System besteht trotz gezielter Tötungen weiter
Irans Oberster Führer Ali Khamenei wurde getötet, außerdem der mächtige Sicherheitsberater Ali Larijani. Trotzdem will Irans Außenminister Abbas Araghchi ein Signal der Stärke in die Welt senden. Das politische System im Land halte er im Krieg weiterhin für überlebensfähig. Dabei spiele auch die gezielte Tötung von Führungspersonen keine Rolle, sagte Araghchi dem Nachrichtensender Al Jazeera. »Die An- oder Abwesenheit einer einzelnen Person hat keinen Einfluss auf die Struktur. (...) Entscheidend ist, dass das politische System in Iran eine sehr solide Struktur ist.«
Das sei auch der Fall gewesen nach der Tötung des obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei durch einen israelischen Luftangriff in Teheran, sagte Araghchi. »Sogar der Anführer wurde getötet. Aber das System arbeitete weiter und sorgte sofort für Ersatz. So wird es auch sein, wenn jemand anders getötet wird.« Auch im Fall, dass der Außenminister getötet würde – also er selbst –, stünde jemand anderes bereit, um den Posten einzunehmen, sagte Araghchi.
Foto: Sha Dati / Xinhua / IMAGO
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Iran meldet mehrere Tote und Dutzende Verletzte durch Angriff
Bei einem israelisch-amerikanischen Angriff sind nach Angaben aus Iran mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. 56 weitere Menschen seien verletzt worden, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Luftangriff traf ein Wohngebiet der westlichen Stadt Dorud, wie es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der Provinz Lorestan heißt.
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Berichte: USA müssen größten Flugzeugträger vorläufig aus dem Irankrieg abziehen
Die USS »Gerald R. Ford« ist Amerikas schwimmende Festung, der größte Flugzeugträger der Welt. Auch im Krieg gegen Iran ist das Schiff mit rund 5000 Seeleuten im Einsatz. Doch der könnte nun unterbrochen werden, berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf US-Beamte. Das Schiff werde voraussichtlich vorübergehend in eine Bucht bei Kreta einlaufen. Wie lange es dort bleiben soll, ist unklar. Auch die griechische Zeitung »Kathimerini« berichtet über den Plan.
Hintergrund ist den Berichten zufolge ein Feuer, das vor wenigen Tagen im Hauptwäscheraum der »Gerald R. Ford« ausgebrochen war. Fast 200 Besatzungsmitglieder mussten wegen Rauchvergiftungen behandelt werden, schreibt AP. Mehr als 600 Crewmitglieder hätten nun kein Bett mehr, berichtet die »New York Times«. Das schade auch der Moral der Matrosen, heißt es. Ohnehin sei die Crew bereits seit zehn Monaten im Einsatz, vor dem Irankrieg war das Schiff bereits am US-Angriff auf Venezuela beteiligt.
Hintergrund ist den Berichten zufolge ein Feuer, das vor wenigen Tagen im Hauptwäscheraum der »Gerald R. Ford« ausgebrochen war. Fast 200 Besatzungsmitglieder mussten wegen Rauchvergiftungen behandelt werden, schreibt AP. Mehr als 600 Crewmitglieder hätten nun kein Bett mehr, berichtet die »New York Times«. Das schade auch der Moral der Matrosen, heißt es. Ohnehin sei die Crew bereits seit zehn Monaten im Einsatz, vor dem Irankrieg war das Schiff bereits am US-Angriff auf Venezuela beteiligt.
USS »Gerald R. Ford«. Foto: Giannis Angelakis / AP / dpa
Das Pentagon hat sich bislang nicht zu den Berichten geäußert. Kurz nach dem Ausbruch des Feuers hatte das US-Militär lediglich erklärt, das Schiff sei nicht beschädigt und voll einsatzfähig.
Anmerkung der Redaktion: In einer ursprünglichen Version dieses Eintrags war von Matrosen die Rede. Da die Besatzung aber nicht nur aus Matrosen besteht, sprechen wir nun von Seeleuten.
Anmerkung der Redaktion: In einer ursprünglichen Version dieses Eintrags war von Matrosen die Rede. Da die Besatzung aber nicht nur aus Matrosen besteht, sprechen wir nun von Seeleuten.
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Irak plant Ölexporte über Pipeline in Kurdenregion
Die Ölexporte des Irak sind stark durch die faktische Blockade der Straße von Hormus betroffen. Nun suchen die Verantwortlichen eine andere Lösung: Die Regierung im Irak und die halbautonome Kurdenregion haben sich auf erneute Ölexporte über eine wichtige Pipeline geeinigt, die über die Türkei zum Mittelmeer führt. Es herrschten »außergewöhnliche Umstände« im Land, teilt der kurdische Ministerpräsident Masrur Barsani mit. »Wir alle teilen die Verantwortung, um dieses schwierige Kapitel zu überstehen.«
Zwischen der irakischen Regierung und der Kurdenregion läuft seit Jahren ein Streit darüber, wie die Pipeline betrieben und wie die Umsätze aus den Ölexporten verteilt werden sollen. Die Regierung in Bagdad hofft auf Exporte über die Pipeline von etwa 300.000 Barrel (je 159 Liter), die heute wieder anlaufen sollen.
Tawke-Ölfeld im Irak. Foto: Ismael Adnan / dpa
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Treffer an iranischem AKW: So groß ist die Gefahr, die davon ausgeht
Das iranische Atomkraftwerk Buschehr ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA von einem Geschoss getroffen worden. Sie sei von Iran darüber informiert worden, dass »ein Geschoss das Gelände des Kernkraftwerks Buschehr getroffen hat«, erklärt die Uno-Organisation. »Es wurden weder Schäden an der Anlage noch Verletzungen von Mitarbeitern gemeldet«, heißt es weiter.
Das AKW Buschehr im Südwesten Irans verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes. Nach Einschätzung der IAEA ist Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert.
Vergangenen Sommer hatte Israel die iranischen Atomanlagen schon einmal ins Visier genommen. Solche Attacken »können am Ende brandgefährlich sein«, schrieb mein Kollege Christoph Seidler damals. Seine Analyse lesen Sie hier.
Das AKW Buschehr im Südwesten Irans verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes. Nach Einschätzung der IAEA ist Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert.
Vergangenen Sommer hatte Israel die iranischen Atomanlagen schon einmal ins Visier genommen. Solche Attacken »können am Ende brandgefährlich sein«, schrieb mein Kollege Christoph Seidler damals. Seine Analyse lesen Sie hier.
Arbeiter in iranischer Atomanlage Isfahan (2005). Foto: Vahid Salemi / AP
Geschoss auf Gelände von iranischem Atomkraftwerk eingeschlagen
Im Zuge der Angriffe Israels und der USA auf Iran ist auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr nach Angaben aus Teheran ein Geschoss eingeschlagen. Bei dem Vorfall sei das Kraftwerk nicht beschädigt worden, teilten die iranischen Behörden der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Es habe auch keine Verletzten gegeben. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden.
Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom baut derzeit einen zweiten Reaktorblock.
Ein iranischer Soldat vor dem Atomkraftwerk in Bushehr (2010)
. Abedin Taherkenareh/ dpa
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Araghchi: Irans Atomdoktrin wird sich wohl nicht ändern
Strebt Iran nach Atomwaffen? Das wurde von westlichen Staaten immer wieder befürchtet, Teheran stritt das stets ab. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat nun zum Sender Al Jazeera gesagt, die Haltung seines Landes werde sich diesbezüglich wohl nicht ändern. Die Äußerungen wurden von iranischen Medien wiedergegeben. Araghchi warnte jedoch davor, dass der neue Oberste Führer seine Meinung zu diesem Thema noch nicht öffentlich geäußert habe.
Der frühere Oberste Führer, Ajatollah Ali Khamenei, hatte sich Anfang der Nullerjahre in einer Fatwa, einem religiösen Rechtsgutachten, gegen die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen ausgesprochen. Iranische Behörden erklärten stets, ihr Atomprogramm diene ausschließlich zivilen Zwecken. Araghchi sagte dazu nun, Fatwas hingen vom jeweiligen islamischen Rechtsgelehrten ab, der sie erlasse.
Zuvor hatte Araghchi sich in dem Interview bereits zu den Angriffen seines Landes auf die Golfstaaten geäußert. Mehr dazu lesen Sie hier:
Der frühere Oberste Führer, Ajatollah Ali Khamenei, hatte sich Anfang der Nullerjahre in einer Fatwa, einem religiösen Rechtsgutachten, gegen die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen ausgesprochen. Iranische Behörden erklärten stets, ihr Atomprogramm diene ausschließlich zivilen Zwecken. Araghchi sagte dazu nun, Fatwas hingen vom jeweiligen islamischen Rechtsgelehrten ab, der sie erlasse.
Zuvor hatte Araghchi sich in dem Interview bereits zu den Angriffen seines Landes auf die Golfstaaten geäußert. Mehr dazu lesen Sie hier:
Iran rechtfertigt Angriffe auf Städte in Golf-Staaten mit US-Truppenpräsenz
Immer wieder greift Iran die Golfstaaten mit Raketen an. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat dies nun mit der Tatsache erklärt, dass die USA ihre Truppen in zivile Gebiete verlegt hätten. US-Streitkräfte hätten ihre Militärstützpunkte verlassen und seien in Hotels in den Städten untergekommen, sagte Araghchi zu iranischen Medien laut dem arabischen Sender Al Jazeera. »Überall dort, wo sich amerikanische Streitkräfte sammelten oder ihre Einrichtungen waren, wurden sie ins Visier genommen«, so der iranische Chefdiplomat. »Es ist möglich, dass einige dieser Orte in der Nähe von Städten liegen.«
Araghchi räumte ein, dass die Golfstaaten verärgert waren und ihre Bevölkerung durch die iranischen Angriffe betroffen gewesen sei. Die Schuld dafür läge jedoch allein bei den USA, die den Krieg begonnen hätten.
Araghchi räumte ein, dass die Golfstaaten verärgert waren und ihre Bevölkerung durch die iranischen Angriffe betroffen gewesen sei. Die Schuld dafür läge jedoch allein bei den USA, die den Krieg begonnen hätten.
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Leseempfehlung: Strippenzieher Larijani ist tot, das Regime in Iran könnte nun noch aggressiver werden
Nach dem Tod von Ali Khamenei galt sein Sicherheitsberater als mächtigster Mann in Iran. Nun wurde Ali Larijani selbst bei einem israelischen Luftangriff getötet. Was das für das Regime bedeutet, analysieren meine Kollegin Anna-Sophie Schneider und mein Kollege Fritz Schaap hier.
Ali Larijani: Der Chef des Nationalen Sicherheitsrats der Islamischen Republik galt als pragmatisch und erfahren
. Foto: Wael Hamzeh / EPA
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Iran will Golfstaaten »überall« angreifen, wo sich US-Truppen befinden
Immer wieder greift Iran die Golfstaaten mit Raketen an. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat dies nun mit der Tatsache erklärt, dass die USA ihre Truppen in zivile Gebiete verlegt hätten. US-Streitkräfte hätten ihre Militärstützpunkte verlassen und seien in Hotels in den Städten untergekommen, sagte Araghchi zu iranischen Medien laut dem arabischen Sender Al Jazeera. »Überall dort, wo sich amerikanische Streitkräfte sammelten oder ihre Einrichtungen waren, wurden sie ins Visier genommen«, so der iranische Chefdiplomat. »Es ist möglich, dass einige dieser Orte in der Nähe von Städten liegen.«
Araghchi räumte ein, dass die Golfstaaten verärgert waren und ihre Bevölkerung durch die iranischen Angriffe betroffen gewesen sei. Die Schuld dafür läge jedoch allein bei den USA, die den Krieg begonnen hätten.
Araghchi räumte ein, dass die Golfstaaten verärgert waren und ihre Bevölkerung durch die iranischen Angriffe betroffen gewesen sei. Die Schuld dafür läge jedoch allein bei den USA, die den Krieg begonnen hätten.
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Iran richtet mutmaßlichen Mossad-Spion hin
Die iranische Justiz hat einen Mann hinrichten lassen, dem sie Spionage für den israelischen Geheimdienst Mossad vorwirft. Das Todesurteil sei am Morgen vollstreckt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Mann sei im vergangenen Jahr während des Zwölftagekriegs in einer ländlichen Region westlich der Hauptstadt Teheran festgenommen worden.
Bei der Festnahme wurden eine große Menge Bargeld sowie Spionage- und Satellitentelefone gefunden, hieß es bei Tasnim weiter. Dem Mann wurde vorgeworfen, Bilder und Informationen über sinnvolle Anlagen an den Mossad übermittelt zu haben. Angeworben worden sei er ursprünglich durch einen Führungsoffizier in Schweden. Es habe auch ein Treffen in Berlin stattgefunden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.
Bei der Festnahme wurden eine große Menge Bargeld sowie Spionage- und Satellitentelefone gefunden, hieß es bei Tasnim weiter. Dem Mann wurde vorgeworfen, Bilder und Informationen über sinnvolle Anlagen an den Mossad übermittelt zu haben. Angeworben worden sei er ursprünglich durch einen Führungsoffizier in Schweden. Es habe auch ein Treffen in Berlin stattgefunden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.
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Neue Angriffe auf Israel, die Golfstaaten und Beirut
Iran hat am frühen Morgen mit einer neuen Angriffswelle auf Israel und benachbarte Golfstaaten begonnen. Explosionen waren laut Reportern in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar zu hören, auch aus Saudi-Arabien wurden Abfangmanöver gemeldet.
Bei Tagesanbruch zerstörte ein israelischer Luftangriff ein Wohnhaus in Bachoura, einem Stadtteil im Zentrum Beiruts, vollständig. Zwei frühere Angriffe auf Wohnhäuser in anderen zentralen Vierteln Beiruts hatten am frühen Mittwochmorgen laut libanesischem Gesundheitsministerium mindestens sechs Menschen getötet und 24 weitere verletzt.
Bei Tagesanbruch zerstörte ein israelischer Luftangriff ein Wohnhaus in Bachoura, einem Stadtteil im Zentrum Beiruts, vollständig. Zwei frühere Angriffe auf Wohnhäuser in anderen zentralen Vierteln Beiruts hatten am frühen Mittwochmorgen laut libanesischem Gesundheitsministerium mindestens sechs Menschen getötet und 24 weitere verletzt.
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SPD-Politiker wollen Einschätzung von Bundesregierung zum Völkerrecht bei US-Angriffen auf Venezuela und Iran
Außenpolitiker der SPD-Bundestagsfraktion haben die Bundesregierung befugt, eine völkerrechtliche Bewertung der jüngsten US-Angriffe vorzulegen. »In einer wie in der anderen Sache fällt die rechtliche Bewertung eindeutig aus: Weder der US-Angriff auf Venezuela noch der Krieg gegen Iran stehen im Einklang mit dem Völkerrecht«, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetović, dem »Stern«.
Mehr als zwei Wochen nach Kriegsbeginn in Iran hat die Bundesregierung noch nicht abschließend geprüft, ob die Angriffe der USA und Israels völkerrechtswidrig oder -konform sind. Auch bei der gewaltsamen Gefangennahme von Venezuelas einstigem Staatschef Nicolás Maduro durch die USA steht diese Bewertung noch aus. Zuständig für die völkerrechtliche Einordnung ist das Auswärtige Amt von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU).
»Es ist mehr als bedauerlich, dass die Bundesregierung bisher keine öffentliche Einschätzung zur völkerrechtlichen Bewertung vorgestellt hat, sondern geradezu fahrlässig«, sagte der Außenpolitiker und frühere SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich dem »Stern«. Ahmetović mahnte, es sei »problematisch, dass innenpolitisches Taktieren und die Sorge vor einem offenen Konflikt mit dem US-Präsidenten allzu häufig zu stark ins Gewicht gefallen ist und damit den eigenen strategischen Handlungsspielraum verengen.«
Mehr als zwei Wochen nach Kriegsbeginn in Iran hat die Bundesregierung noch nicht abschließend geprüft, ob die Angriffe der USA und Israels völkerrechtswidrig oder -konform sind. Auch bei der gewaltsamen Gefangennahme von Venezuelas einstigem Staatschef Nicolás Maduro durch die USA steht diese Bewertung noch aus. Zuständig für die völkerrechtliche Einordnung ist das Auswärtige Amt von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU).
»Es ist mehr als bedauerlich, dass die Bundesregierung bisher keine öffentliche Einschätzung zur völkerrechtlichen Bewertung vorgestellt hat, sondern geradezu fahrlässig«, sagte der Außenpolitiker und frühere SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich dem »Stern«. Ahmetović mahnte, es sei »problematisch, dass innenpolitisches Taktieren und die Sorge vor einem offenen Konflikt mit dem US-Präsidenten allzu häufig zu stark ins Gewicht gefallen ist und damit den eigenen strategischen Handlungsspielraum verengen.«
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Welche Schiffe immer noch durch die Straße von Hormus kommen
Kurz nach Beginn des Kriegs hat Iran die wichtige Straße von Hormus nahezu komplett geschlossen. Dennoch haben seither etwa 90 Schiffe die Meerenge passiert, darunter auch Öltanker, wie aus Datenplattformen für Schifffahrt und Handel hervorgeht. Das bedeutet: Es werden immer noch Millionen Barrel Öl exportiert, obwohl die Wasserstraße faktisch gesperrt ist.
Viele der Schiffe, die die Straße von Hormus passierten, waren sogenannte dunkle Transits, die westliche Sanktionen und Kontrollen umgingen und wahrscheinlich Verbindungen zum Iran unterhielten, so das Schifffahrtsdatenunternehmen Lloyd’s List Intelligence. In jüngster Zeit haben auch Schiffe mit Verbindungen zu Indien und Pakistan die Straße erfolgreich durchquert, nachdem die dortigen Regierungen die Verhandlungen intensiviert hatten.
Viele der Schiffe, die die Straße von Hormus passierten, waren sogenannte dunkle Transits, die westliche Sanktionen und Kontrollen umgingen und wahrscheinlich Verbindungen zum Iran unterhielten, so das Schifffahrtsdatenunternehmen Lloyd’s List Intelligence. In jüngster Zeit haben auch Schiffe mit Verbindungen zu Indien und Pakistan die Straße erfolgreich durchquert, nachdem die dortigen Regierungen die Verhandlungen intensiviert hatten.
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Irans Außenminister warnt: Folgen des Kriegs werden »alle treffen«
Die Folgen des Irankriegs werden nach den Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghchi weltweit zu spüren sein. »Die Welle globaler Auswirkungen hat gerade erst begonnen und wird alle treffen, unabhängig von Wohlstand, Glauben oder Herkunft«, erklärte Araghchi am Mittwoch im Onlinedienst X. Er fügte seinem Beitrag die Rücktrittserklärung des Leiters des Nationalen Terrorabwehr-Zentrums der USA (NCTC), Joe Kent, an.
Immer mehr Stimmen, darunter europäische und US-Vertreter, würden den Krieg gegen Iran als »ungerecht« bezeichnen, erklärte Araghchi. »Weitere Mitglieder der internationalen Gemeinschaft sollten diesem Beispiel folgen«, forderte er.
Kent hatte am Dienstag aus Protest gegen den Irankrieg seinen Rücktritt erklärt. Der führende Geheimdienstmitarbeiter und Gefolgsmann von US-Präsident Donald Trump schrieb im Onlinedienst X, Iran sei »keine unmittelbare Bedrohung« für die USA gewesen.
Die iranische Armee kündigte derweil Vergeltung für die Tötung des iranischen Sicherheitschefs Ali Larijani bei einem israelischen Angriff an. »Irans Antwort auf die Ermordung des Vorsitzenden des Obersten Nationalen Sicherheitsrats wird entschlossen sein«, erklärte der iranische Armeechef Amir Hatami. Die iranischen Revolutionswächter erklärten derweil, als »Rache für das Blut des Märtyrers Dr. Ali Larijani und seiner Gefährten« Raketen auf das Zentrum Israels gefeuert zu haben.
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Israelische Armee ruft Menschen im Zentrum von Beirut zur Evakuierung auf
Die israelische Armee hat die Bewohner eines zentralen Viertels der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Evakuierung aufgerufen. Der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee verbreitete in Onlinediensten am Mittwoch eine »dringende Warnung an die Einwohner des Viertels Baschura«. Die israelische Armee werde dort in Kürze gegen eine Anlage der proiranischen Hisbollah-Miliz vorgehen.
Adraee veröffentlichte eine Karte des Viertels mit einem Gebäude, dem Anwohner »zu ihrer eigenen Sicherheit« auf eine Distanz von mindestens 300 Metern fernbleiben sollten.
Kurz zuvor hatte die israelische Armee libanesischen Medien zufolge ohne Vorwarnung zwei Angriffe im Zentrum von Beirut ausgeführt. Dabei wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens sechs Menschen getötet und 24 weitere verletzt.
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Geschoss auf Gelände von iranischem Atomkraftwerk eingeschlagen
Im Zuge der Angriffe Israels und der USA auf Iran ist auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr nach Angaben aus Teheran ein Geschoss eingeschlagen. Bei dem Vorfall sei das Kraftwerk nicht beschädigt worden, teilten die iranischen Behörden der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Es habe auch keine Verletzten gegeben. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden.
Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom baut derzeit einen zweiten Reaktorblock.
Ein iranischer Soldat vor dem Atomkraftwerk in Bushehr (2010)
. Abedin Taherkenareh/ dpa
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USA setzen Bunkerbrecher gegen Stellungen an Straße von Hormus ein
Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben eingesetzt, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormus anzugreifen. »Mehrere« der Bomben mit einem Gewicht von jeweils knapp 2,3 Tonnen seien »erfolgreich eingesetzt« worden, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit.
Die Spezialmunition mit besonderer Durchdringungskraft kommt etwa bei Angriffen auf besonders verstärkte Einrichtungen oder unterirdische Bunkeranlagen zum Einsatz. Nach Angaben des US-Militärs zielte der Angriff auf Stellungen mit Marschflugkörpern ab, die gegen Schiffe eingesetzt werden sollten. Sie hätten »eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge« dargestellt.
Die Straße von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine wichtige Ader für den internationalen Handel mit Öl und Flüssiggas. Teheran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe in Iran mehrfach gedroht, dort passierende Schiffe anzugreifen. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist seit Kriegsbeginn vor rund zweieinhalb Wochen praktisch zum Erliegen gekommen.
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Golfstaaten melden Drohnen- und Raketenangriffe auf ihr Territorium
Mehrere Golfstaaten haben am Mittwochmorgen erneut Drohnen- und Raketenangriffe auf ihr Territorium gemeldet. Die Flugabwehr »reagiert auf die Bedrohungen durch Raketen und Drohnen aus Iran«, teilten die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate mit, während Journalisten der Nachrichtenagentur AFP von mehreren lauten Explosionen in der emiratischen Metropole Dubai berichteten. Die Behörden in Saudi-Arabien und Kuwait meldeten ebenfalls Angriffe.
Das saudi-arabische Verteidigungsministerium erklärte, die Armee habe insgesamt sechs Drohnen im Osten des Landes zerstört. Die kuwaitische Armee teilte derweil im Onlinedienst X mit: »Die kuwaitische Flugabwehr fängt derzeit feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab.«
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Zwei Tote bei iranischem Raketenangriff auf Israel
Bei einem iranischen Raketenangriff sind in Israel Medienberichten zufolge mindestens zwei Menschen getötet worden. Sie wurden bei einer Attacke in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv schwer verwundet und erlagen wenig später ihren Verletzungen, wie die Zeitungen »Haaretz« und »Times of Israel« übereinstimmend berichteten. Sie beriefen sich dabei auf den Rettungsdienst Magen David Adom. In Bnei Brak und Petach Tikwa östlich von Tel Aviv seien zwei weitere Menschen leicht verletzt worden.
Das israelische Militär teilte mit, dass an mehreren Stellen im Zentrum des Landes Einschläge gemeldet worden seien. Es forderte die Bevölkerung auf, sich von diesen Orten fernzuhalten. Auf einem Video waren Schäden am Bahnhof Savidor in Tel Aviv zu sehen.
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Gaspreis steigt – Auswirkungen für Deutschland
Der Preis für europäisches Erdgas ist am Dienstag nach einer Ausweitung der Angriffe Irans auf die Energiewirtschaft in der Region am Persischen Golf gestiegen. An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat im frühen Handel um mehr als zwei Prozent auf 52,10 Euro je Megawattstunde (MWh) zu. Der jüngste Anstieg des Gaspreises wird nach Einschätzung von Experten das Anlegen von Vorräten für den kommenden Winter erschweren.
Auch die Auswirkungen für Gaskunden in Deutschland werden nun deutlich: Neu abgeschlossene Verträge hätten sich »innerhalb weniger Tage um 1,7 Cent pro Kilowattstunde verteuert«, erklärte das Vergleichsportal Verivox in Heidelberg. Dies ist demnach ein Anstieg um mehr als ein Fünftel. Unterdessen äußerten die Gasspeicherbetreiber Sorgen um die Befüllung der Gasspeicher für den nächsten Winter. Die Bundesregierung erwägt eine strategische Reserve für den Notfall.
Derzeit sind die deutschen Gasspeicher zu knapp 22 Prozent gefüllt. »Das ist nicht viel, aber reicht, um in dem ausgehenden Winter die Versorgungslage sicherzustellen«, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am Dienstag. Der Gasspeicher-Verband Ines erklärte, dies reiche selbst bei extrem niedrigen Temperaturen aus, »um die Gasversorgung bis zum Ende der Heizperiode sicherzustellen«.
Auch die Auswirkungen für Gaskunden in Deutschland werden nun deutlich: Neu abgeschlossene Verträge hätten sich »innerhalb weniger Tage um 1,7 Cent pro Kilowattstunde verteuert«, erklärte das Vergleichsportal Verivox in Heidelberg. Dies ist demnach ein Anstieg um mehr als ein Fünftel. Unterdessen äußerten die Gasspeicherbetreiber Sorgen um die Befüllung der Gasspeicher für den nächsten Winter. Die Bundesregierung erwägt eine strategische Reserve für den Notfall.
Derzeit sind die deutschen Gasspeicher zu knapp 22 Prozent gefüllt. »Das ist nicht viel, aber reicht, um in dem ausgehenden Winter die Versorgungslage sicherzustellen«, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am Dienstag. Der Gasspeicher-Verband Ines erklärte, dies reiche selbst bei extrem niedrigen Temperaturen aus, »um die Gasversorgung bis zum Ende der Heizperiode sicherzustellen«.
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Kurzanalyse: Was der Rücktritt von Terrorabwehr-Chef Kent für Trump bedeutet
Joe Kent, der Chef des Nationalen Terrorabwehrzentrums NCTC, ist zurückgetreten. Er ist der erste hochrangige Vertreter der Trump-Regierung, der diese aus Protest gegen den Irankrieg verlässt. Kent ist ein Ex-Elitesoldat mit Hang zum Verschwörungsdenken. Er machte in seinem Rücktrittsschreiben Israel nicht nur für den jüngsten Waffengang verantwortlich, sondern auch für die Kriege im Irak und in Syrien.
Trump äußerte sich abfällig über den scheidenden Terrorabwehr-Chef. Er sei immer schon »schwach in Sachen Sicherheit« gewesen, sagte der Präsident vor Reportern im Weißen Haus. Kent habe gesagt, dass Iran keine Bedrohung sei, deshalb sei es »Islamischer Staat«, so Trump.
Dass auf den Rücktritt Kents zeitnah weitere folgen werden, ist fürs Erste unwahrscheinlich. Zwar gibt es in der Trump-Regierung auch andere Skeptiker wie Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard oder Vizepräsident JD Vance. Die schlagen bisher aber leise Töne an und sind bemüht, nicht öffentlich auszuscheren.
Doch der Rücktritt des NCTC-Chefs dürfte Trump einmal mehr vor Augen führen, welch politisches Risiko er mit der Irankampagne eingegangen ist. Zwar hält sein »Make America Great Again«-Lager (MAGA) bisher treu zu ihm. Doch auch unter seinen Unterstützern werden kritische Stimmen immer lauter.
So meldete sich nach Kents Rücktritt der einflussreiche rechte Podcaster Tucker Carlson zu Wort. »Joe ist der mutigste Mann, den ich kenne, und er kann nicht als Spinner abgetan werden«, sagte Carlson. Er verwies darauf, dass Kent Zugang zu den wichtigsten Geheimdienstinformationen hatte. Mit anderen Worten: Er wisse, wovon er rede.
Je länger der Krieg dauert, desto mehr Geld und Soldatenleben wird er kosten. Carlson und andere Trump-nahe Podcaster haben den Waffengang gegen Iran zwar kritisiert, die direkte Konfrontation mit dem Präsidenten bisher aber gescheut. Die Frage ist, wie lange das so bleibt.
Trump äußerte sich abfällig über den scheidenden Terrorabwehr-Chef. Er sei immer schon »schwach in Sachen Sicherheit« gewesen, sagte der Präsident vor Reportern im Weißen Haus. Kent habe gesagt, dass Iran keine Bedrohung sei, deshalb sei es »Islamischer Staat«, so Trump.
Dass auf den Rücktritt Kents zeitnah weitere folgen werden, ist fürs Erste unwahrscheinlich. Zwar gibt es in der Trump-Regierung auch andere Skeptiker wie Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard oder Vizepräsident JD Vance. Die schlagen bisher aber leise Töne an und sind bemüht, nicht öffentlich auszuscheren.
Doch der Rücktritt des NCTC-Chefs dürfte Trump einmal mehr vor Augen führen, welch politisches Risiko er mit der Irankampagne eingegangen ist. Zwar hält sein »Make America Great Again«-Lager (MAGA) bisher treu zu ihm. Doch auch unter seinen Unterstützern werden kritische Stimmen immer lauter.
So meldete sich nach Kents Rücktritt der einflussreiche rechte Podcaster Tucker Carlson zu Wort. »Joe ist der mutigste Mann, den ich kenne, und er kann nicht als Spinner abgetan werden«, sagte Carlson. Er verwies darauf, dass Kent Zugang zu den wichtigsten Geheimdienstinformationen hatte. Mit anderen Worten: Er wisse, wovon er rede.
Je länger der Krieg dauert, desto mehr Geld und Soldatenleben wird er kosten. Carlson und andere Trump-nahe Podcaster haben den Waffengang gegen Iran zwar kritisiert, die direkte Konfrontation mit dem Präsidenten bisher aber gescheut. Die Frage ist, wie lange das so bleibt.
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Iran bestätigt Tod von Sicherheitschef Ali Larijani
Laut iranischen Staatsmedien ist Sicherheitschef Ali Larijni tot. Die den Revolutionswächtern nahestehende Nachrichtenagentur Fars teilte mit, dass der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates zum »Märyrer« geworden sei. Der Oberste Nationale Sicherheitsrat Irans, dessen Chef Larijani war, veröffentlichte eine entsprechende Erklärung zu Larijanis Tod. Die israelische Armee hatte bereits am Dienstagvormittag verkündet, dass Larijani getötet worden sei.
Ali Larijani. Foto: Omar Sanadiki/Reuters
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Israels Luftwaffe greift iranische Basidsch-Milizen in Teheran an
Israels Armee bombardiert nach der Tötung des Kommandeurs der iranischen Basidsch-Einheiten, Gholamreza Soleimani, weiter Ziele dieser Miliz in Teheran. Die Luftwaffe habe in den vergangenen Stunden Mitglieder dieser paramilitärischen Einheiten angegriffen, die an mehr als zehn verschiedenen Positionen in der iranischen Hauptstadt aktiv gewesen seien, teilte das israelische Militär am Abend mit. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
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Irans Parlamentspräsident: Straße von Hormus wird nicht wie vor dem Krieg sein
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat dauerhafte Veränderungen für den Schiffsverkehr in der für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus angekündigt. »Die Situation in der Straße von Hormus wird nicht zu ihrem Vorkriegszustand zurückkehren«, schrieb er auf Englisch im Onlinenetzwerk X.
Seit Beginn des Irankrieges am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von den iranischen Revolutionswächtern kontrolliert. Zudem beschoss Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
Seit Beginn des Irankrieges am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von den iranischen Revolutionswächtern kontrolliert. Zudem beschoss Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
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Irans staatliche Medien bestätigen den Tod von Basidsch-Chef Soleimani
Die iranischen Revolutionswächter haben die Tötung von Gholamreza Soleimani, dem Chef der paramilitärischen Basidsch-Milizen, bestätigt, berichten Irans staatliche Medien. Gholamreza Soleimani sei einer »terroristischen Attacke des amerikanisch-zionistischen Feindes« zum Opfer gefallen, heißt es demnach in einem Statement der Revolutionswächter.
Weiter hätten sie erklärt: »Wir warnen die bösartigen und terroristischen Mörder dieses hochrangigen Märtyrers, dass die Basidsch niemals den Kampfeswillen des gefallenen Führers, der gefallenen Kommandeure und der zahlreichen Märtyrer des Volkes aufgeben wird.« Stattdessen werde ihr Tod »den Willen der heldenhaften iranischen Nation und aller Basidsch-Kämpfer, den Weg des Widerstands fortzusetzen, nur noch verstärken«.
Weiter hätten sie erklärt: »Wir warnen die bösartigen und terroristischen Mörder dieses hochrangigen Märtyrers, dass die Basidsch niemals den Kampfeswillen des gefallenen Führers, der gefallenen Kommandeure und der zahlreichen Märtyrer des Volkes aufgeben wird.« Stattdessen werde ihr Tod »den Willen der heldenhaften iranischen Nation und aller Basidsch-Kämpfer, den Weg des Widerstands fortzusetzen, nur noch verstärken«.
Soleimani 2019. Foto: ATTA KENARE / AFP
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Liebe Leserinnen und Leser, die USA und Israel setzen ihre Angriffe gegen Iran und seine Nachbarn fort, das Regime in Teheran antwortet mit Gegenangriffen. Wir halten Sie hier über die Entwicklungen in Nahost und die Auswirkungen jenseits der Region auf dem Laufenden. Was am Dienstag geschah, können Sie hier nachlesen.
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Mit Material der Agenturen









