Bei einer Explosion an einer Tunnelbaustelle im nordostindischen Bundesstaat Sikkim sind mindestens elf Arbeiter ums Leben gekommen, wie staatsnahe Medien berichten. Nach Angaben des Betreibers gelten am Dienstag zudem mindestens 15 Menschen als verschüttet.
Das Unglück ereignete sich am Montag in einem Tunnel für ein Wasserkraftprojekt. Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebenden. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass die Zahl der Opfer weiter steigen wird.
Nach Angaben des staatlichen Energieunternehmens NHPC wurde die Explosion vermutlich durch plötzlich freigesetztes Methangas ausgelöst, das im Gestein eingeschlossen war. Dabei entstanden dichter Rauch und giftige Gase. Die genaue Ursache soll nun untersucht werden.
Wasserkraft als Schlüsselprojekt der Regierung
Medienberichten zufolge könnte die Explosion zudem einen Erdrutsch ausgelöst haben, der den Zugang zum Tunnel blockierte und die Rettungsarbeiten erschwert.
In einem Post auf der Plattform X zeigte sich Indiens Premierminister Narendra Modi betroffen und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Zugleich kündigte er finanzielle Unterstützung für die Familien der Todesopfer an.
Die indische Regierung unter Premierminister Narendra Modi treibt den Ausbau der Wasserkraft in den indischen Berggebieten massiv voran. Ziel ist es, die CO₂-Emission zu senken, aber auch die Stabilität des Netzes zu verbessern, in dem es noch immer häufig zu Stromausfällen kommt.
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Unter großem Zeitdruck werden deshalb Großprojekte vorangetrieben – so auch im entlegenen Bundesstaat Sikkim im Nordosten Indiens. Nicht nur dort, auch bei anderen Tunnelbauprojekten im Himalaya ist es in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Unglücken mit vielen Toten gekommen.
Die anspruchsvolle Geologie des Himalaya-Gebirges, einer Erdbebenregion, ist die Hauptursache für die meisten Unfälle. Hinzu kommt, dass auf den Baustellen oft mangelnde Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.
