CSU-Politikerin Ilse Aigner, 61, könnte die erste Bundespräsidentin Deutschlands werden. Sollte sie in dieses Amt gewählt werden, darf die Öffentlichkeit gespannt sein, auf wen Aigner als eventuelle Begleitung auf Auslandsreisen zurückgreifen würde. Die Bayerin ist aktuell nicht in einer Partnerschaft, wie sie im Podcast »Grant & Gloria« von »Münchner Merkur« und »tz« erzählte .
»Ich gehe als Single durchs Leben«, sagte Aigner. Singlesein werde immer mit Einsamkeit gleichgesetzt. In ihrem Fall sei das nicht so. »Ich lebe in einem großen Familienverbund, in einem sogenannten Dreigenerationenhaus, wo immer irgendwas los ist.«
Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass es nicht ganz einfach sei, in so einer Position etwas Neues aufzubauen. »Das würde von einem Partner viel verlangen.« Für die Zukunft möchte Aigner nicht ausschließen, eine neue Partnerschaft einzugehen. Allerdings: »Ich habe es immer wieder mal versucht, mit mehr oder weniger Erfolg.«
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Aigner sprach im Podcast auch über zwei schwere Erkrankungen, die sie nach eigenen Angaben geprägt haben. Im Alter von 17 Jahren wurde spät ein gefährlicher Tumor im Rücken entdeckt. »Das war wirklich eine schwierige, sehr schwierige Zeit. Vor allem, weil diese Schmerzen einfach unglaublich waren«, sagte Aigner. »Ich weiß bis heute, wie ich da – weil ich nicht mehr liegen konnte – mit mehreren Kissen übereinander am Küchentisch gesessen bin und versucht habe, wenigstens ein bisschen zu schlafen.«
Als der Tumor entdeckt war, wurde es laut Aigner dramatisch: Noch während des Termins setzte eine Lähmung ein. »Die Ärzte haben dann meine Eltern telefonisch um Einverständnis gebeten, dass sie operieren können, weil es so dringend war«, sagte Aigner. Eine Querschnittslähmung drohte.
Während ihrer Zeit als Landwirtschaftsministerin (2008 bis 2013) wurde bei Aigner Schilddrüsenkrebs diagnostiziert und durch eine Strahlentherapie erfolgreich bekämpft.
Das höchste Amt im Land ist bald vakant. Die Herren sind sich einig, nach fast acht Jahrzehnten könnte die Zeit für eine Frau als Bundespräsident gekommen sein. Diese Qualifikation bringt SPIEGEL-Redakteurin Anna Ehlebracht mit. Lesen Sie hier ihre Bewerbung .
