Am Leipziger Flughafen ist nach SPIEGEL-Informationen gegen Mitternacht eine Drohne entdeckt worden, an der ein verdächtiger Gegenstand befestigt war. In der Nähe befanden sich zu dem Zeitpunkt vier ukrainische Antonow-Frachtflugzeuge. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen sollen an der Drohne Sprengstoff und ein Zünder befestigt gewesen sein. Zuvor hatte die »Bild« über den Vorfall berichtet.
Der Flughafen stellte in der Folge den Flugbetrieb ein. Mehrere Maschinen, darunter eine Passagiermaschine, wurden laut einer Mitteilung der Polizeidirektion Leipzig umgeleitet. Die Polizei sprach von einem »sicherheitsrelevanten Vorfall«. Demnach besteht keine akute Gefahr.
Flugzeuge, unter anderem von der ukrainischen Firma Antonow, am Leipziger Flughafen
Foto: Tobias Junghanns / dpaDie Polizei habe das Fluggerät gesichert, hieß es laut Sicherheitskreisen. Die Drohne sei inzwischen mit einem Roboter untersucht worden.
Betriebliche Auswirkungen für DHL
Zudem ist eine Maschine des Logistikkonzerns DHL kurz nach dem Start in Leipzig mit einem unbekannten Gegenstand kollidiert, wie der SPIEGEL aus Sicherheitskreisen erfuhr. DHL-Chef Tobias Meyer sagte auf eine Frage nach einer möglichen Drohne, dass es einen Zwischenfall in Leipzig gegeben habe. »Das hatte betriebliche Auswirkungen«, fügte er hinzu, die »durchaus spürbar« seien. Der Flughafen Leipzig/Halle wird von DHL stark genutzt.
Einsatzfahrzeuge der Polizei am Flughafen Leipzig/Halle
Foto: Tobias Junghanns / dpaDer Nordbereich des Flughafens ist seit den frühen Morgenstunden wieder in Betrieb. Die Südpiste ist für die Ermittlungen derzeit noch gesperrt.
