Die 20- bis 24-Jährigen in Deutschland sind so häufig am Arbeitsmarkt aktiv wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Ihre Erwerbsquote stieg zwischen 2015 und 2025 um 7,1 Prozentpunkte auf 76,8 Prozent, wie eine Auswertung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt . Seit 2023 legte die Quote demnach nochmals um 0,9 Prozentpunkte zu – trotz schwacher Konjunktur.
Zum Vergleich: Auch bei den 25- bis 64-Jährigen setzte sich der langfristige Aufwärtstrend fort. In dieser Altersgruppe stieg die Erwerbsquote zwischen 2015 und 2025 um 3,1 Prozentpunkte.
Mehr Studierende mit Nebenjob
Die Ergebnisse widersprechen nach Einschätzung der Autoren verbreiteten Vorurteilen über eine angeblich geringe Arbeitsbereitschaft der Generation Z. Eine wichtige Rolle spiele dabei, dass Studierende heute häufiger arbeiten – und damit die Erwerbsbeteiligung der Jüngeren insgesamt nach oben treiben.
Das zeigt auch der Blick auf die unterschiedlichen Branchen: 20- bis 24-Jährige arbeiten den Angaben zufolge überdurchschnittlich oft im Lebensmittel- und Gastgewerbe sowie im Handel – typische Felder für Nebenjobs. Insgesamt verteile sich die Beschäftigung aber ähnlich wie bei Älteren auf viele Berufe.
Für die Analyse nutzten die Autoren nach eigenen Angaben Sonderauswertungen des Mikrozensus sowie Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit; die Quoten beziehen sich auf Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit. Zur Generation Z zählen in der Auswertung die Jahrgänge ab 1995.

