Schauspieler Christian Ulmen hat seine Anteile an Pyjama Pictures offenbar abgegeben. Das geht aus einem Bericht des Branchenblatts »DWDL« hervor, der auf das Handelsregister verweist. Eine Sprecherin der Seven.One Studios habe das Ausscheiden auf DWDL.de-Nachfrage bestätigt: »Christian Ulmen ist nicht länger Teilhaber der Pyjama Pictures GmbH. Der rechtliche Prozess diesbezüglich ist abgeschlossen.«
Nähere Angaben zur Trennung, etwa mögliche Zahlungen an Ulmen für seine Anteile, habe die Sprecherin nicht gemacht. Ulmen habe zuletzt 22,5 Prozent an der Firma gehalten. Inzwischen verteilten sich die Anteile auf zwei Eigner – die Seven.One Studios GmbH mit insgesamt 77,5 Prozent und die Carsten & Kelber Television GmbH von Geschäftsführer Carsten Kelber mit 22,5 Prozent.
Schon kurz nachdem der SPIEGEL über die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen Christian Ulmen berichtet hatte, hatte die ProSiebenSat.1-Produktionsfirma Pyjama Pictures Verhandlungen mit Ulmen über die Rückgabe der Anteile begonnen.
Ulmen hatte zunächst gegen die Kündigung von Verträgen durch Pyjama geklagt. Schließlich hatten die Parteien einen außergerichtlichen Vergleich gefunden. Wie aus dem Handelsregister hervorgeht, ist Christian Ulmen schon seit einigen Wochen kein Gesellschafter mehr bei der Pyjama Pictures GmbH.
Ulmen hatte die Berichterstattung des SPIEGEL gerichtlich angegriffen, zentrale Vorwürfe blieben davon jedoch unberührt. Unbestritten ist, dass Ulmen über Fake-Profile im Internet sexualisierte Inhalte im Namen von Collien Fernandes an andere Männer verschickte. Seine Ex-Frau hatte ihm außerdem körperliche Gewalt vorgeworfen, was Ulmen bestreitet. Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt aktuell wegen Körperverletzung gegen ihn. Ob auch Ermittlungen im Zusammenhang mit den Vorwürfen der »digitalen Gewalt« eingeleitet werden, wird derzeit noch geprüft, teilte eine Sprecherin dem SPIEGEL auf Anfrage mit.
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