Fliegende Autos, haben sie gesagt – jetzt hat Elon Musk eines gebaut. Am Donnerstag stellte er einen Tesla-Sportwagen vor, der dank Kaltgas-Triebwerken kurze Strecken fliegend zurücklegen kann.
Elon Musk, Tesla-CEO:
»Vielleicht kennen ja einige von euch Evel Knievels Versuch, den Snake River Canyon zu überspringen. Versuchen wir es doch noch einmal!«
Der legendäre Stuntman Knievel würde Musks neues Spielzeug sicher bestaunen: Bei der Präsentation im texanischen Waco legte der Roadster in der Luft sogar eine seitliche Rolle hin. Auch die irrwitzige Beschleunigung wurde demonstriert: Aus dem Stand brauchte der Zweisitzer nur 0,81 Sekunden, um auf knapp unter 100 Stundenkilometer zu kommen. Das Serienmodell werde sogar noch schneller sein – so Musk.
Damit sich Wagen und Insassen bei so viel Kraft auf der Straße halten können, sollen alle Roadster ein Ansaugsystem bekommen. Auch das wurde – wie sollte es bei Musk anders sein - spektakulär in Szene gesetzt: Der Vorführwagen konnte dank der Vorrichtung kopfüber an einer Rampe hängen.
Musk führt neben Tesla auch das Raumfahrtunternehmen SpaceX, bei dem Raketenantriebe zum Alltag gehören. Schon länger wird spekuliert, dass er beide Unternehmen unter einem Dach vereinen könnte.
Für Tesla kündigte Musk eine neue Ausrichtung an: Der Roadster werde das letzte Tesla-Modell sein, das noch von Menschen gefahren werde, so der Tech-Milliardär.
Die Produktion des Sportwagens soll 2028 starten.
Elon Musk, Tesla-Ceo:
»Wirklich!«
Angekündigt hatte Musk sie schon einmal: Für 2020.
Wenn der Wagen jetzt tatsächlich produziert werden sollte, wird er rund 250.000 Euro kosten. Die sogenannte "Rocket"-Variante wird allerdings laut Tesla-Website nur auf Einladung des Unternehmens erhältlich sein. Begründung: Das Fliegen im öffentlichen Straßenverkehr sei nicht erlaubt.. Abgehoben ist das Projekt aber so oder so.