SpOn 05.10.2026
11:24 Uhr

Elektroauto kaufen: Batterie-Pkw erreichen Rekordstand bei Neuzulassungen – Verbrenner brechen ein


Die hohen Spritpreise zeigen Wirkung: 34,5 Prozent der im September bundesweit neu zugelassenen Autos waren reine E-Autos – ein neuer Höchstwert. Deutsche Hersteller profitierten von dem Boom allerdings kaum.

Elektroauto kaufen: Batterie-Pkw erreichen Rekordstand bei Neuzulassungen – Verbrenner brechen ein

Noch nie wurden in Deutschland in einem Monat anteilig so viele Elektroautos zugelassen wie im September: Laut Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts erreichten Batterie-Pkw im vergangenen Monat einen Marktanteil von 34,5 Prozent – und übertrafen damit den bisherigen Höchststand von Dezember 2022 mit 33,2 Prozent. Damals gab es einen Ansturm auf die damalige Kaufprämie, die zum Jahresbeginn 2023 gesenkt wurde.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat legte der E-Auto-Absatz im September um knapp 95 Prozent zu: Wurden 2025 im September 45.495 Elektroautos zugelassen, waren es nun mit 88.599 fast doppelt so viele. Insgesamt kamen im September 256.774 Pkw neu auf die Straßen.

Der Absatz von reinen Verbrennerautos brach hingegen ein: Es wurden 29,2 Prozent weniger Pkw mit reinem Benzinantrieb zugelassen, ihr Anteil betrug noch 17,4 Prozent. Reine Dieselfahrzeuge kamen nur noch auf 9 Prozent, es kamen im September 20,1 Prozent weniger Exemplare auf die Straßen als vor einem Jahr.

Der größte Anteil entfiel auf Pkw mit Hybridantrieb (38,5 Prozent), ihre Zulassungen legten um 1,7 Prozent zu.

Damit erreicht der derzeitige Elektroauto-Boom einen neuen Höchststand. Er wird von mehreren Faktoren getrieben: von den hohen Spritpreisen, derentwegen viele Autofahrer offensichtlich auf Elektro-Pkw mit ihren deutlich günstigeren Verbrauchskosten umsteigen, andererseits von der Kaufprämie der Bundesregierung, die zusätzlich zum Kauf oder Leasing eines E-Autos anreizt.

Schneider: Kaufprämie kommt Menschen zugute, die bisher nicht an Kauf eines E-Autos dachten

Nach Angaben der Regierung wird die Prämie gut angenommen: Bisher ist sie demnach an 100.000 Antragsteller ausgezahlt worden. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sagte der »Bild«-Zeitung, »das Förderprogramm hat unsere Erwartungen weit übertroffen und jetzt schon 100.000 Haushalte dabei unterstützt, sich vor den hohen Spritpreisen zu schützen«. Jedes zusätzliche Elektroauto mache Deutschland unabhängiger von teuren Ölimporten und internationalen Konflikten.

Das Geld komme Menschen zugute, die vorher nicht einmal daran gedacht hätten, sich ein E-Auto zu kaufen, sagte Schneider. Die Hälfte der Antragsteller hatte demnach ein Haushaltsjahreseinkommen von maximal 45.000 Euro, drei Viertel verdienten maximal 60.000 Euro. »Besonders wichtig ist mir, dass die soziale Staffelung wirkt«, betonte Schneider.

Der E-Auto-Aufschwung im September wurde stark von Tesla und chinesischen Herstellern getragen. Der US-Konzern steigerte seine Zulassungen um 268,7 Prozent auf 12.552 Fahrzeuge. Von BYD aus China kamen 85,6 Prozent mehr Wagen auf die Straße (6040 Stück). Auch MG und XPeng legten stark zu. Dagegen wurden weniger Autos der Marken VW und BMW angemeldet, Mercedes und Opel verzeichneten nur leichte Steigerungen.

Denken auch Sie über das Leasing eines E-Autos nach? Das ist in manchen Fällen schon für unter 100 Euro im Monat möglich. Erfahren Sie hier mehr darüber .

lki/dpa