SpOn 21.07.2026
03:18 Uhr

Donald Trump droht Iran mit Rache – Tanker gerät vor Omans Küste unter Beschuss


Nach dem Tod von drei US-Soldaten droht US-Präsident Donald Trump mit Vergeltung. Teheran erklärte, man befinde sich in einem »vollumfänglichen Krieg« mit den USA. In der Straße von Hormus wurde erneut ein Tanker attackiert.

Donald Trump droht Iran mit Rache – Tanker gerät vor Omans Küste unter Beschuss

Nach der jüngsten Eskalation im Irankrieg hat US-Präsident Donald Trump mit besonders harter Vergeltung gedroht. »Jedes Mal, wenn Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird es diesen Tod um ein Vielfaches bezahlen!«, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Er habe unter anderem US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine entsprechend angewiesen.

Am Wochenende hatte das US-Militär erstmals seit den Anfangstagen des Irankriegs wieder den Tod von drei weiteren US-Soldaten nach iranischem Beschuss bekannt gegeben. Zwei von ihnen waren demnach am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien ums Leben gekommen, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten.

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Ein dritter sei bei einer »kontrollierten« Sprengung nicht detonierter Kampfmittel aus einer abgeschossenen iranischen Einwegdrohne ums Leben gekommen. Die offiziell bekannte Zahl der im Irankrieg gefallenen Militärs steigt damit auf 17.

Beschuss von zivilem Schiff

In der Straße von Hormus ist erneut ein Tanker angegriffen worden. Er sei vor der Küste Omans von einem »unbekannten Geschoss« getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Der Vorfall ereignete sich demnach acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordöstlich des omanischen Ortes Limah. Laut UKMTO soll die Crew das Schiff später verlassen haben und sich in Rettungsbooten befinden.

Erst am Vortag war vor der Küste Omans ein Schiff angegriffen worden und in Brand geraten. Iran verlangt, dass Schiffe eine Route entlang der eigenen Küste nehmen.

Die Führung in Teheran hatte zuvor wiederholt erklärt, nur die von Iran vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher. Der Streit über die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge und die Frage, wie die Durchfahrt geregelt wird, ist der wesentliche Grund, warum der Krieg zwischen den USA und Iran derzeit wieder eskaliert.

Gefechte in zehnter Nacht

Das US-Militär greift auch in dieser Nacht – der zehnten in Folge – wieder Ziele in Iran an. Man wolle die Fähigkeiten Irans schwächen, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren, teilte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X mit. Die Nachrichtenagentur Fars meldete mehrere Explosionen im Bereich der Insel Qeschm in der Straße von Hormus sowie bei der Großstadt Bandar-e Abbas.

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Die iranische Armee meldete ihrerseits am Dienstagmorgen, sie habe einen US-Stützpunkt in Kuwait angegriffen. »Die Bodentruppen der Armee nahmen die auf dem Stützpunkt Arifjan in Kuwait stationierten Himars-Raketensysteme der US-Terrorarmee mit Boden-Boden-Raketen ins Visier«, erklärte die Armee nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna.

Mehr zum Thema

US-Präsident Trump hatte vor gut einer Woche die zwischen beiden Seiten vereinbarte Waffenruhe für beendet erklärt. Am Samstag dann erklärte Teheran die im Juni mit den USA ausgehandelte Rahmenvereinbarung für hinfällig, die ein endgültiges Friedensabkommen binnen 60 Tagen ermöglichen sollte. Am Montag sagte Irans Präsident Masoud Pezeshkian, sein Land befinde sich in einem »vollumfänglichen Krieg« mit den USA.

Mehr über die heimlichen Herrscher im Mullahstaat: Irans Oberster Führer Mojtaba Khamenei ist theologisch bedeutungslos, verletzt und öffentlich unsichtbar. Genau das macht ihn wertvoll für die wahren Machthaber: die Revolutionswächter. Sie entscheiden über Krieg oder Frieden .

hda/dpa/AFP