Ein 56 Jahre alter Mann ist bei einem Gleitschirmflug in Bayern abgestürzt und gestorben. Trotz des Versuchs, ihn wiederzubeleben, starb der Mann an der Absturzstelle, wie die Polizei mitteilte . Das Unglück ereignete sich am Samstagnachmittag nahe dem Landeplatz am Fuß des Berges Kreuzeck in Garmisch-Partenkirchen.
Die Kriminalpolizei ermittelt zur Todesursache. Der Gleitschirm wurde für weitere Untersuchungen sichergestellt, ein Polizeihubschrauber machte Luftaufnahmen. Hinweise auf ein Fremdverschulden lagen laut Polizei zunächst nicht vor.
Tödlicher Gleitschirmunfall auch in Österreich
Bereits einen Tag zuvor war eine Frau aus Hessen ebenfalls bei einem Gleitschirmflug tödlich verunglückt. Wie die österreichische Polizei mitteilte, stürzte die 28-Jährige am Freitag in einen Wald bei Neustift im Stubaital und schlug gegen einen Baum. Dabei verletzte sie sich tödlich. Ein Mann bemerkte die leblose Frau, die in etwa 40 Meter Höhe in einer Baumkrone hing und alarmierte die Rettungskräfte. Wieso die Frau abstürzte, ist bislang unklar.
In Tirol verletzte sich ebenfalls am Freitag ein weiterer deutscher Gleitschirmflieger aus Nordrhein-Westfalen. Der Mann stürzte aus 25 Meter Höhe in den Achensee, teilte die Polizei mit. Warum sein Schirm zusammenklappte, ist unklar. Zwei Bootsfahrer beobachteten den Unfall des 24-Jährigen und brachten ihn ans Ufer. Der Mann aus dem Rhein-Sieg-Kreis wurde mit einem Helikopter in eine Klinik geflogen.
Im italienischen Südtirol ereignete sich ebenfalls am Freitag auf der Seiser Alm ein Unglück in der Nähe eines Sessellifts auf fast 2000 Meter Höhe. Ein 58-jähriger Gleitschirmpilot hatte eine 29 Jahre alte Urlauberin aus Deutschland Huckepack genommen. Der für den Piloten tödliche Unfall wurde am Freitag von Augenzeugen beobachtet. Demnach lenkte der Italiener unmittelbar nach dem Start seinen Gleitschirm plötzlich zurück in Richtung Startpunkt, bevor er offensichtlich die Kontrolle verlor und gegen einen Baum prallte. Möglicherweise habe er einen Schwächeanfall erlitten, hieß es.
Ein weiterer deutscher Paragleitpilot verletzte sich im Gebiet von Galtür. Vermutlich wegen mangelnder Thermik verlor der 27-Jährige am Samstag rasch an Höhe. Bei einer harten Landung nahe einer Berghütte zog er sich nach Angaben der Tiroler Polizei Verletzungen zu. Der Mann lebt in Österreich.
Im vergangenen Jahr kam es in Österreich nach Angaben der staatlichen Statistikbehörde zu 78 Unfällen mit Gleit- und Hängefliegern. Sechs Personen starben. Im Jahr 2024 waren es 70 Unfälle mit fünf Toten.
