SpOn 27.09.2026
08:36 Uhr

Andre Agassi hat wieder Spaß an Tennis


Er gewann die größten Tennis-Titel. Doch nach seiner Karriere sagte Andre Agassi: »Ich habe diesen Sport gehasst.« Nun hat er sich offenbar ausgesöhnt.

Andre Agassi hat wieder Spaß an Tennis

Andre Agassi, 56, gewann die US Open, Wimbledon, die French Open und die Australian Open sowieso. Der US-Amerikaner gilt bis heute als einer der besten Tennisspieler der Geschichte. Nur hat die Beziehung Agassi-Tennis einen Schönheitsfehler: »Ich habe diesen Sport gehasst.« So schrieb Agassi es in seiner Biografie »Open«, so erzählte er es auch 2009 in einem SPIEGEL-Interview. Doch nun macht Agassi einen ganz anderen Eindruck.

Seine aktive Karriere beendete Agassi 2006, nun ist er in London beim Laver Cup unterwegs, einem Match der besten Tennisspieler Europas gegen die besten Spieler aus dem Rest der Welt. Agassi fungiert als Kapitän des Team World – und strahlt auf der Bank positive Energie aus.

Agassi erzählte nun, er schätze es, den Spielern dabei helfen zu können, ihre Matches strategisch zu durchdenken. »Früher habe ich das immer Stress genannt, nicht Spaß«, sagte Agassi: »Jetzt fühlt es sich eher ein bisschen mehr nach Spaß als nach Stress an.« Ihm gefalle die Vorstellung, einen Beitrag leisten zu können: »In einem Umfeld, in dem ich das Spiel mehr genießen kann, als dass es mir Stress bereitet. Ich habe viele Jahre damit verbracht, es nicht so sehr zu genießen, wie ich es hätte tun sollen.«

Agassi hatte 2009 seine Autobiografie veröffentlicht und berichtet, er habe Tennis wegen seines herrischen Vaters »mit einer dunklen und geheimen Leidenschaft« gehasst. Womöglich lag hier auch eine Gemeinsamkeit, die eine Verbindung zu Steffi Graf schuf. Auch die Deutsche war eine der besten Spielerinnen der Geschichte, zeigte aber Verständnis für Agassi.

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»Ich hatte schon einigen Menschen gesagt, dass ich Tennis hasste, wirklich hasste, und alle hatten versucht, es mir auszureden«, erzählte Agassi dem SPIEGEL 2009: »Wissen Sie, was Stefanie geantwortet hat: ›Hassen wir es nicht alle?‹« 2001 heiratete das Paar. Der Unterschied zwischen seiner Frau und ihm sei gewesen, »dass Stefanie Tennis spielen wollte, es war ihre Entscheidung; ich wollte nicht spielen und musste. Es war das falsche Leben, es war nicht meins.«

ptz/AP