SpOn 12.10.2026
19:11 Uhr

Huthis / Saudi-Arabien: Mohammed bin Salman pendelt offenbar zwischen schwer befestigten Palästen mit Bunkern


Ballistische Raketen, Marschflugkörper, Drohnen: Die Huthis greifen Saudi-Arabien massiv an. Tote wie Hunderte Verletzte sind die Folge – und der Kronprinz soll seine persönlichen Sicherheitsvorkehrungen hochgefahren haben.

Huthis / Saudi-Arabien: Mohammed bin Salman pendelt offenbar zwischen schwer befestigten Palästen mit Bunkern

Die Angriffe der Huthis treffen Saudi-Arabien aktuell schwer. Auch Mohammed bin Salman (MbS) ist offenbar davon betroffen. Wie das »Wall Street Journal« meldet , wurde der mächtige Kronprinz und De-facto-Machthaber das letzte Mal vergangene Woche Dienstag öffentlich gesehen – beim Blutspenden. Der künftige König pendelt demnach zwischen schwer bewachten Palästen des riesigen Wüstenkönigreichs, die über Bunker verfügen sollen. Begleitet wird MbS wohl von einem handverlesenen Sicherheitsteam.

Derweil eskaliert die Lage weiter: Nach dem Angriff der Huthi-Miliz auf den internationalen Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad mit zwölf Toten haben die jemenitischen Rebellen ihre Attacken fortgesetzt:

  • Die saudi-arabische Luftfahrtbehörde berichtete am Sonntagabend von einer Attacke auf den King Fahd Aiport in Dammam, die Schäden verursacht habe.

  • Zudem habe es einen neuen Angriff auf den Flughafen King Khalid gegeben, erneut mit Verletzten.

Die Huthis meldeten ihrerseits, sie hätten allein am Sonntag vier Angriffe in Saudi-Arabien ausgeführt – mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen. Ziele waren demnach neben den beiden Flughäfen eine Gasanlage sowie eine Ölraffinerie des staatlichen Ölkonzerns Aramco. Zudem erklärte die Miliz, Saudi-Arabien habe seinerseits in der Zeit mehr als 120 Luftangriffe auf die Hauptstadt Sanaa und weitere Provinzen geflogen. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die Huthis, die weite Gebiete im Nordjemen kontrollieren, hatten zuvor mit neuen Attacken gedroht. Saudi-arabische Flughäfen und der saudi-arabische Luftraum seien »legitime Ziele«, mit Ausnahme der für Muslime heiligen Stätten Mekka und Medina.

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Die verbündeten Staaten der sogenannten R4-Gruppe, also die Türkei, Ägypten, Pakistan und das Königreich Saudi-Arabien, verurteilen gemeinsam die Angriffe der Huthi-Miliz als »eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht«. Es handele sich um eine »gefährliche Eskalation«, die unter keinem Vorwand gerechtfertigt oder hingenommen werden könne.

Saudi-Arabien kämpft mit Verbündeten seit mehr als zehn Jahren im Jemen gegen die schiitischen Rebellen, die von Iran unterstützt werden. Dieser Bürgerkrieg, bei dem von Hunderttausenden Toten durch direkte und indirekte Kriegsfolgen ausgegangen wird, ist im Zuge des Irankriegs neu entflammt. Auch die USA – einer der wichtigsten Verbündeten Saudi-Arabiens – könnten wie schon 2024 und 2025 neue Militärschläge im Jemen beginnen.

dop/dpa