SZ 25.08.2026
15:13 Uhr

Volkswagen: „Unser Vertrauen in diesen Konzernvorstand ist beschädigt“


VW-Chef Blume erläutert bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg seine Sparpläne. Vieles bleibt vage. Das liegt auch daran, dass es Widerstand gibt – und das nicht nur aus dem Betriebsrat.

Volkswagen: „Unser Vertrauen in diesen Konzernvorstand ist beschädigt“
Im VW-Werk in Zwickau werden ausschließlich E-Autos gebaut. Und doch ist offen, wie es mit dem Standort weitergehen soll. Jens Schlueter/Getty Images

Vielen VW-Beschäftigten in Wolfsburg dürfte die Situation vom Dienstagmorgen bekannt vorgekommen sein. Fast genau zwei Jahre ist es her, dass sie sich im Stammsitz des Autoherstellers, anstatt zu ihrem Arbeitsplatz zu gehen, zur Betriebsversammlung in Halle 11 aufmachten. Das Management hatte kurz zuvor die Jobgarantie gekündigt und gedroht, Werke dichtzumachen. Es war der Anfang eines heißen Herbstes bei Deutschlands größtem Industriekonzern. Und nun sieht es so aus, als ob sich die Geschichte wiederholt. Ausgang: ungewiss. Auch an diesem Dienstag war der Andrang bei der Betriebsversammlung so groß, dass zusätzlich Leinwände aufgestellt wurden, um das Geschehen nach draußen zu übertragen. Erste Schätzungen gingen von mehr als 10 000 Teilnehmern aus. Und wieder sieht die Unternehmensführung VW in einer derart großen Krise, dass sie Zehntausende Jobs streichen und womöglich auch Werke dichtmachen will. Der als „Weihnachtswunder“ betitelte Kompromiss von 2024, der zumindest Letzteres verhinderte, ist schon im Sommer 2026 nur noch eine verblasste Erinnerung.

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