SZ 14.07.2026
14:11 Uhr

Stromnetz: Im Norden billig, im Süden teuer: Was Strompreiszonen bringen


Wenn sich in Norddeutschland die Windräder drehen, ist Strom auch in Bayern günstig. Brandenburgs Ministerpräsident findet das unsinnig und fordert mehrere Preiszonen. Kann das funktionieren?

Stromnetz: Im Norden billig, im Süden teuer: Was Strompreiszonen bringen

Für Dietmar Woidke ist die Sache klar. „Wir verschenken hier eigentlich gerade unseren Standortvorteil“, sagte Brandenburgs Ministerpräsident im Interview der Süddeutschen Zeitung. Anstatt etwa günstigen Ökostrom dort zu verbrauchen, wo er erzeugt werde – etwa in Brandenburg – entstünden für viele Milliarden Euro Stromautobahnen, „damit der Norden den Süden günstig mit Windstrom versorgen kann“, beklagt der SPD-Politiker. Nötig seien unterschiedliche Preiszonen in Deutschland. Denn wenn es Gegenden gebe, wo mit viel erneuerbarem Strom auch die Industrie günstig produzieren könne, helfe das dem Standort Deutschland insgesamt. Und mit dieser Meinung steht Woidke bei Weitem nicht allein.

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