SZ 06.10.2026
15:48 Uhr

Sportartikelhersteller: Der künftige DFB-Ausrüster Nike steckt in einer tiefen Krise


100 Millionen Euro pro Jahr zahlt der US-Konzern, um die deutschen Fußball-Nationalmannschaften von 2027 an auszurüsten. Das ist ein teurer Deal, der für Nike zur Belastung werden könnte.

Sportartikelhersteller: Der künftige DFB-Ausrüster Nike steckt in einer tiefen Krise
Das ist der Fuß von Kylian Mbappé. Der französische Nationalspieler trug bis zu diesem Sommer Schuhe von Nike. Jetzt hat er den Ausrüster gewechselt und ist bei der aufstrebenden Schweizer Firma On unter Vertrag.
Denis Doyle/Getty Images

Zwei Spiele noch, dann ist Schluss: Wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft der Männer im November in der Nations League gegen Serbien und die Niederlande antritt, kickt sie zum letzten Mal in Trikots, Hosen und Stutzen von Adidas. Ebenso letztmals wird sie sich auf die Spiele in einem Trainingscamp auf dem Gelände des Sportartikelherstellers in Herzogenaurach vorbereiten. Mehr als 70 Jahre währte die Zusammenarbeit zwischen dem DFB und Adidas. Ab 1. Januar 2027 wird jedoch Nike Ausrüster sämtlicher DFB-Auswahlteams. 100 Millionen Euro pro Jahr lässt sich das der US-Riese bis einschließlich 2034 in Geld und Ware kosten, doppelt so viel wie Adidas bislang bezahlt hat. Es ist weltweit der teuerste Ausrüster-Deal für eine Nationalmannschaft und je näher er rückt, desto klarer wird: Er kommt für Nike zur Unzeit.

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