SZ 04.07.2026
13:50 Uhr

Nachruf: Der Anschürer


Er war die inspirierende Stimme, die ein magisches Produktionsklima erzeugen konnte: Zum Tod des großen Dramaturgen Dieter Sturm.

Nachruf: Der Anschürer
Dieter Sturm in seiner Privatbibliothek (Archivbild 2006). Regina Schmeken

Sein Arbeitsinstrument war die Stimme, er war der Dramaturg der lebendigen Rede. Als Dieter Sturm im Jahr 1993 den von der Zeitschrift Theater heute vergebenen Fritz-Kortner-Preis erhielt, hat der Regisseur Luc Bondy in seiner Laudatio seine inspirierende Stimme beschrieben. Er hatte sie in Vorgesprächen und Proben oft erlebt. Es war Dieter Sturm gewesen, der ihm vorgeschlagen hatte, an der Schaubühne in Berlin „Kalldewey, Farce“ (1982) von Botho Strauß zu inszenieren, der zu einer seiner schönsten Inszenierungen beigetragen hatte, dem formvollendeten „Triumph der Liebe“ (1985) von Marivaux, in den Gärten und Ruinen eines nur scheinbar fernen Rokoko, ebenfalls an der Schaubühne.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: