SZ 30.06.2026
14:33 Uhr

Innere Sicherheit: Gegen die Radikalisierung junger Menschen hilft vor allem Bildung


Das Alter von Extremisten sinkt – quer durch das gesamte Spektrum. Viele Jugendliche radikalisieren sich über soziale Medien, und hier müssen etwa Schulen ansetzen.

Innere Sicherheit: Gegen die Radikalisierung junger Menschen hilft vor allem Bildung
Vor einem Jahr versammelte der Rechtsextreme Ferhat Sentürk vor allem junge Rechtsradikale um sich für eine Demonstration am Ostkreuz in Berlin. Friedrich Bungert

Die politischen Ränder in Deutschland erstarken, und die Folgen spüren viele Menschen inzwischen auch im Alltag. Was früher fern zu sein schien, in Form von abstrakten Zahlen von Verfassungsschützern oder Fernsehberichten über Vermummte, die sich bei Straßenprotesten mit Polizisten prügeln, rückt näher. Da sitzen plötzlich Zehntausende Berliner tagelang im Dunkeln in der Kälte, weil Linksextremisten vergangenen Januar eine Kabelbrücke in Brand steckten. Da fallen in Nordrhein-Westfalen tagelang Züge aus oder verspäten sich, weil mutmaßlich ebenfalls Linksextremisten im Sommer 2025 auf einer der meistbefahrenen Strecken im Westen einen Kabeltunnel anzünden. Da bedrohen Neonazis an vielen Orten Schwule, Politikerinnen oder alle, die ihnen als irgendwie andersartig missfallen, verprügeln sie und schaffen ein Klima der Angst.

Sie sind Teenager und sie sind gefährlich. Extremisten werben via Social Media und mit Sport-Angeboten immer häufiger gezielt junge Menschen an. Anschläge zeigen: mit beängstigendem Erfolg.

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