SZ 31.07.2026
16:23 Uhr

(+) Wetter: Wie groß das Waldbrandrisiko in Deutschland ist


Wochenlange Trockenheit und Hitzewellen verschärfen die Waldbrandgefahr in Deutschland. Den Daten des Deutschen Wetterdienstes zufolge bleibt die Lage auch in den kommenden Tagen angespannt. Ein Überblick in Grafiken.

(+) Wetter: Wie groß das Waldbrandrisiko in Deutschland ist

Trockene Sommer, große Hitze und Bilder von brennenden Wäldern stammen mittlerweile nicht mehr nur aus Ländern wie Spanien und Frankreich. Auch in Deutschland ist die Vegetation seit Monaten viel zu trocken, eine Hitzewelle folgt der nächsten – zwei Faktoren, die momentan hierzulande die Feuergefahr anfachen. Gerade kämpfen Feuerwehrleute etwa bei Unterwössen im Chiemgau mit einem Waldbrand am Lackenberg. Am Donnerstag wurde für die Region der Katastrophenfall ausgerufen. In großen Teilen Süddeutschlands herrschte am Freitag die höchste Warnstufe vor Waldbränden. Der Deutsche Wetterdienst warnte, dass Deutschland bei den Tagestemperaturen zu Frankreich und Spanien aufgeschlossen habe und ab sofort mit „sehr ähnlichen Herausforderungen bei der Klimaanpassung“ umgehen müsse.

Um das Waldbrandrisiko einzuschätzen, nutzt der Deutsche Wetterdienst den sogenannten Waldbrandgefahrenindex. Dieser Index beruht unter anderem auf Temperatur, Niederschlag, Luftfeuchtigkeit und Wind. Daraus ergibt sich eine Gefahrenstufe zwischen 1 (Sehr gering) und 5 (Sehr hoch).

Die Warnstufen dienen vor allem der Prävention von Waldbränden. Eine hohe Warnstufe bedeutet nicht, dass in den gekennzeichneten Gebieten ein Waldbrand unmittelbar bevorsteht, sondern nur, dass die Bedingungen dafür günstig sind. Das heißt: Wenn jetzt Funkenflug eines Lagerfeuers oder eine achtlos weggeschnippte Zigarette ein Feuer entfacht, kann es sich leicht ausbreiten.

Nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes bleibt die Lage in Süd- sowie Mitteldeutschland auch am Samstag angespannt:

Mehrere Feste im Südwesten Deutschlands verzichten deshalb auf Feuerwerke. Der erste Tag des Schlossberg-Festivals in Freiburg im Breisgau fiel wegen der Trockenheit sogar komplett flach. Abgesagt wurde im benachbarten Basel auch die Pyroshow zum schweizerischen Nationalfeiertag am 1. August, die Schaulustige von deutscher Seite aus gerne verfolgen.

Am Sonntag nimmt das Risiko beinahe deutschlandweit wieder zu. Nur südlich von München, westlich von Dresden und rund um Kiel beruhigt sich die Lage kurz.

Die neue Woche beginnt mit heißen Sommertagen, entsprechend hoch ist die Waldbrandgefahr.

Vor allem im Süden und teilweise im Nordosten bleibt das Risiko für Waldbrände hoch.

Den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes zufolge ändert sich daran auch Mitte der Woche nichts. An wenigen Orten in Mecklenburg-Vorpommern wird die Gefahr als sehr gering eingeschätzt.

Das ist von Donnerstag an vorbei: In ganz Deutschland ist das Risiko immens. Feuerwehren werden in Alarmbereitschaft bleiben und Beobachter aus der Luft Ausschau nach Feuern halten.

Auf Kreta sterben zwei Feuerwehrleute, in Frankreich schlagen Freiwillige Schneisen in den Wald und in Bayern steht ein Berggipfel in Flammen. Ein Blick von oben zeigt, wie sich die Brände entwickelt haben.

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