SZ 06.07.2026
14:31 Uhr

(+) US-Kulturpolitik: „Extremer politischer Aktivismus“


Eine von Trump eingesetzte Kommission verdammt das Konzept des National Museum of American History. Wird die Ausstellung jetzt per Dekret umgebaut?

(+) US-Kulturpolitik: „Extremer politischer Aktivismus“
Zwei Kinder vor dem Star-Spangled Banner im National Museum of American History. Mark Schiefelbein/AP

Im Smithsonian National Museum of American History in Washington, D. C., dürfte kein Stein auf dem anderen bleiben. Am Unabhängigkeitstag hat der White House Domestic Policy Council einen 160-seitigen Bericht veröffentlicht, der mit dem Museum so hart ins Gericht geht, dass ein anderer Ausgang kaum vorstellbar ist. Die von Trump eingesetzte Kommission wirft dem Museum „extremen politischen Aktivismus“ vor, der „unser Erbe auslöscht“. Es räume den Schattenseiten der US-Geschichte viel zu viel Platz ein, während die ruhmreichen Kapitel zu kurz kämen. An die Stelle von Bildung sei ein Aktivismus getreten, der „unser Land zu verändern versucht“.

Mit dem Urteil für die Staatsbürgerschaft qua Geburt wird der Oberste Gerichtshof der USA gerade als Korrektiv zu Trump missverstanden. Dabei arbeiten die Richter längst am viel größeren Backlash.

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