SZ 14.07.2026
12:41 Uhr

(+) Staatsgemäldesammlungen: Ist das die Wende im Umgang mit dem Nazi-Erbe?


Bayern will die Erforschung seiner NS-Raubkunst in die Hände unabhängiger Experten legen – als Konsequenz des Skandals im vergangenen Jahr. Wie ernst ist es Kunstminister Blume mit seinen neuen Plänen?

(+) Staatsgemäldesammlungen: Ist das die Wende im Umgang mit dem Nazi-Erbe?
Im April 2025 verkündete Bayerns Kunstminister Markus Blume die Entlassung des Generaldirektors der Staatsgemäldesammlungen, Bernhard Maaz. Sven Hoppe/dpa

Kann das wirklich wahr sein? Bayern, ganz vorne beim Umgang mit NS-Raubkunst? Vorbildlich darin, den Nachfahren der beraubten, jüdischen Sammler endlich Gerechtigkeit zuteilwerden zu lassen? Ihnen also die vielen Bilder zurückzugeben, die Bayerns Museumsdirektoren jahrzehntelang verwaltet haben, die Museumsbesucher unbekümmert betrachten konnten, die aber von Gestapo-Leuten gestohlen oder von verzweifelten Besitzern vor der Flucht oder Deportation zu Spottpreisen verkauft worden waren? Wenn Bayerns Kunstminister Markus Blume die Pläne wirklich umsetzt, die er am Dienstag gemeinsam mit seiner ambitionierten Museumsreform im bayerischen Ministerrat vorgestellt hat, stehen die Chancen nicht schlecht.

Dreimal versucht Franz Fellner davonzulaufen. Zweimal wird er verraten. Und so wird der 19-jährige Bäcker aus München, der eigentlich die Weltmeere erkunden wollte, 1942 hingerichtet.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: