SZ 16.08.2026
13:51 Uhr

(+) Soziologie: Jason Ardays Tod löst Bestürzung und eine Rassismusdebatte aus


Der Soziologe wurde als jüngster schwarzer Professor der Uni Cambridge gefeiert. Nach Plagiats- und Lügenvorwürfen ist er tot – und das Land gespalten über die Gründe für die tragischen Ereignisse der vergangenen Wochen.

(+) Soziologie: Jason Ardays Tod löst Bestürzung und eine Rassismusdebatte aus
Jason Arday, hier auf einem Archivbild aus den Jahr 2024, wurde tot in seiner Londoner Wohnung aufgefunden. Alamy Stock Photos / David Colbran/mauritius images

Der Tod des gestürzten Cambridge-Professors Jason Arday erschüttert Großbritannien und die akademische Welt. Der britische Premierminister Andy Burnham von der Labour-Partei sprach der Familie des 41-Jährigen sein Beileid aus. Ardays Tod sei „in vielerlei Hinsicht eine Tragödie, vor allem für seine Familie und seine Freunde. Wir sind heute in Gedanken bei ihnen“, sagte Burnham am Samstag. Arday war am Freitag tot in seiner Wohnung im Londoner Stadtteil Battersea aufgefunden worden. Am 5. August war der Soziologe von seiner Professur an der Universität Cambridge zurückgetreten. Diese hatte er erst 2023 angetreten und wurde damals unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit als jüngster schwarzer Professor in der Geschichte der Universität gefeiert. Arday waren Plagiate in seiner Dissertation sowie in weiteren Publikationen vorgeworfen worden. Viele seiner biografischen Behauptungen entpuppten sich zudem als augenscheinliche Hochstapelei.

Analphabet bis 18, beinahe Fußballprofi, Fälschungsverdacht: Jason Arday, jüngster schwarzer Professor der Universität Cambridge, steht im Zentrum massiver Vorwürfe. Sind seine Arbeiten und die abenteuerliche Biografie erfunden?

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