SZ 14.10.2026
07:00 Uhr

(+) SOS-Kinderdörfer: Mohammed, vier Tage alt, verschleppt vom Assad-Regime


Jahrelang wurden Kinder syrischer Regimegegner entführt und in SOS-Kinderdörfern untergebracht. Die Organisation versprach eine umfassende Aufklärung, doch diese kommt nicht voran. Der Streit darüber könnte nun sogar existenzbedrohend werden.

(+) SOS-Kinderdörfer: Mohammed, vier Tage alt, verschleppt vom Assad-Regime
Als Baby wurde Mohammed Ghbeis vom syrischen Regime verschleppt und in ein SOS-Kinderdorf gebracht.
Foto: BBC Eye

Im syrischen Bürgerkrieg leistete Abdelrahman Ghbeis stillen Widerstand. Er fuhr einen Krankenwagen für die Hilfsorganisation „Roter Halbmond“ und schmuggelte medizinische Hilfsgüter, so erzählt er es. „Wir haben alle behandelt – Soldaten, Rebellen, Zivilisten“, sagt er. „Deshalb hat das Regime uns ins Visier genommen.“ Die Schergen der Assad-Diktatur stuften Abdelrahman Ghbeis als Terroristen ein und nahmen Anfang August 2015 Rache: Sie steckten seine Frau, die gerade erst per Kaiserschnitt entbunden hatte, ins Gefängnis. Den vier Tage alten Sohn Mohammed raubten sie aus dem Brutkasten.

Das Assad-Regime steckte Kinder von Gefangenen in Waisenhäuser und SOS-Kinderdörfer. Hunderte kehren nun heim. Nicht aber die fünf Töchter und der Sohn der Schachmeisterin Rania al-Abbasi.

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