Es ist, als wolle Tobias Kratzer, seit der vergangenen Spielzeit Intendant der Hamburgischen Staatsoper, ganz deutlich zeigen: Wir können auch anders. In seiner ersten Spielzeit gab es ungewohnte Zusammenstellungen bekannter Werke, neu gebaute Opernabende, Uraufführungen, gab es den Bilderrausch von „Monster’s Paradise“ und Kinderopern auf dem Niveau des Hauptprogramms. Die Hamburger schienen das alles neugierig und gut gelaunt mitzumachen. Jetzt inszenierte Kratzer zur Eröffnung der neuen Saison einen Klassiker, Verdis „Macbeth“. Und zum ersten Mal erhält der Intendant als Regisseur einige deutliche Buhs. Die scheinen ihm nahezugehen, er wirkt angefasst da oben auf der Bühne.
