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15.09.2026
17:32 Uhr
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Wegen eines Kurzschlusses kommt es seit Dienstagmorgen zu massiven Ausfällen, zwei Züge wurden evakuiert. Viele Pendler müssen noch immer auf Ersatzverkehr ausweichen. Verkehrsminister Bernreiter übt scharfe Kritik an der Bahn.

Die S-Bahn-Stammstrecke ist noch immer weitgehend gesperrt. Züge mussten auf offener Strecke evakuiert werden.
Foto: Robert Haas
Auf der Stammstrecke der Münchner S-Bahn kommt es seit Dienstagmorgen zu massiven Störungen, die zu Verspätungen und Ausfällen führen. Grund dafür ist eine Reparatur an der Oberleitung in Laim. Die Stammstrecke zwischen Pasing und Ostbahnhof wurde zunächst gesperrt und im Laufe des Tages nur für einzelne Linien wieder freigegeben.
So fahren seit dem späteren Vormittag wieder die Linien S1 und S2 auf dem Regelweg durch die Stammstrecke, die im Osten erst am Bahnhof Laim auf die Stammstrecke einbiegen. Auch Flughafen-S-Bahn S8 verkehrt auf dem Regelweg durch die Stammstrecke und bedient somit auch den Bahnhof Pasing. Wie ein Sprecher der Bahn der SZ sagte, könne diese ein Gleis zwischen Laim und Pasing nutzen. Da am zweiten die Reparatur stattfinde, könne die Strecke auf diesem Abschnitt jedoch nicht für weitere S-Bahnen freigegeben werden.
Auch zur Zeit des Berufsverkehrs am frühen Abend dauerten die Sperrungen noch an. Wie der Sprecher weiter sagte, rechnet die Bahn jedoch damit, dass die Reparatur im Laufe des Abends beendet wird und damit auch der S-Bahn-Verkehr wieder normal laufen kann.
Der Schaden an der Oberleitung war gegen 7.50 Uhr entstanden, wie die Deutsche Bahn (DB) mitgeteilt hatte. Auf einem Gleis zwischen Laim und Pasing war es demnach am Morgen während der Fahrt einer S-Bahn zu einem Kurzschluss gekommen. Dabei sei die Oberleitung beschädigt worden. Die Ursache sei unklar, Sabotage oder mangelnde Instandhaltung kämen nach aktuellem Stand nicht infrage. Möglicherweise habe eine Verkettung mehrerer Umstände dazu geführt, dass eine S-Bahn die Oberleitung beschädigte.
Aufgrund der Störung waren zwei Züge zwischen Pasing und Laim auf offener Strecke liegengeblieben, wie ein Bahnsprecher mitteilte. Die Passagiere mussten beide S-Bahnen verlassen. Zur Unterstützung wurde die Feuerwehr gegen 8.52 Uhr alarmiert. Sie holte einer ersten Schätzung zufolge rund 150 Menschen auf offener Strecke aus den Waggons. Bevor die Arbeiten an der Oberleitung beginnen könnten, müssten erst die Fahrzeuge aus dem stromlosen Abschnitt abgeschleppt werden, hieß es.
Nicht betroffen war nur die Linie S 7, die jedoch nicht auf der Stammstrecke fährt. Gegen 11.15 Uhr konnten zumindest einzelne Linien den Betrieb wieder aufnehmen.
Der Stand auf den einzelnen Strecken – und wo Passagiere noch immer auf U-Bahnen, Busse und Trams ausweichen müssen:
Die S1 verkehrt wieder auf dem Regelweg durch die Stammstrecke.
Die S2 verkehrt wieder auf dem Regelweg durch die Stammstrecke.
Die S5 verkehrt nur Kreuzstraße ↔ Ostbahnhof.
Die S7 verkehrt auf dem Regelweg Wolfratshausen ↔ Hauptbahnhof, Gleis 36
Die S8 verkehrt auf dem Regelweg über die Stammstrecke und hält in beiden Richtungen in Laim an Gleis 2.
Die Bahn teilt mit, dass DB-Fahrscheine für die Dauer der Störung in den Verkehrsmitteln der Münchner Verkehrsgesellschaft, also U-Bahn, Bus und Tram anerkannt werden.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) reagierte auf das Chaos am Morgen mit scharfer Kritik an der Deutschen Bahn. Diese gebe „ein erbärmliches Bild ab“. Die Bahn habe sich auf das erhöhte Pendleraufkommen am ersten Schultag nach den Sommerferien offensichtlich nicht eingestellt. Das Unternehmen sei für die Instandhaltung der Infrastruktur verantwortlich. Der Zustand der Münchner S-Bahn-Schienen sei dabei „nicht mehr tragbar“, heißt es in einer Pressemitteilung. Er verlange eine „konsequente Aufklärung“, wie es zu diesem „Kollaps“ habe kommen können.
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