Erst war es nur eine Insel, dann zwei und schließlich drei. Die Huthi haben innerhalb weniger Tage, ja eigentlich nur Stunden, mehr als hundert Kilometer der Küsten in Jemen erobert, die bislang von der internationalen Regierung gehalten worden waren. Damit hat die Miliz nun die Meerenge Bab al-Mandab fest im Griff. Die Schiffe, die dort in das Rote Meer einfahren, in Richtung Suezkanal, müssen künftig nur wenige Kilometer an den Stellungen der Huthi vorbei. Die haben dort nun eine ähnliche Vormachtstellung wie Iran an der Straße von Hormus. Mit möglicherweise beträchtlichen Auswirkungen auf den Welthandel. Der „Schiffsverkehr läuft ohne Behinderung“, sagte ein Huthi-Sprecher am Freitag. So bleiben muss das nicht.
