SZ 11.08.2026
15:10 Uhr

(+) Klimakrise: Wir können das Wetter nicht beeinflussen? Eben doch


Niedrigwasser, Dürre, Hitzewellen: Die Erderwärmung kostet Wohlstand. Doch statt eine Strategie zu entwickeln, flüchtet sich die Bundesregierung in Fatalismus.

(+) Klimakrise: Wir können das Wetter nicht beeinflussen? Eben doch

Diese Woche wird sich der Rhein wohl zweiteilen. In Kaub führt der Fluss noch zwölf Zentimeter Wasser. Bald wohl ist er nicht mehr durchgängig befahrbar, außer vielleicht für ein Schlauchboot. Wann hat es das schon mal gegeben, dass die wichtigste Wasserstraße Europas einfach mittendrin ausfällt? Man müsste meinen, dass so ein historisches Ereignis eine politische Reaktion auslösen würde. Was sagt etwa Bundeskanzler Friedrich Merz dazu, dass allein das Niedrigwasser im Rhein das Land in diesem Jahr 0,3 Prozent der Wirtschaftsleistung kosten könnte? Müsste er der Klimapolitik angesichts dieses zerstörerischen Sommers nicht oberste Priorität einräumen?

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