SZ 10.07.2026
07:38 Uhr

(+) Jürgen Klopp: Bundestrainer werden und Red-Bull-Botschafter bleiben? Eine ganz schlechte Idee


Jürgen Klopp käme den DFB vermutlich billiger, wenn er weiter für das Dosenimperium Werbung macht. Bloß: Das beschädigt nicht nur den Verband, sondern auch Klopp selbst.

(+) Jürgen Klopp: Bundestrainer werden und Red-Bull-Botschafter bleiben? Eine ganz schlechte Idee
Jürgen Klopp (rechts), hier bei seiner Vorstellung als „Head of Global Soccer“ im Januar 2025, mit dem Red-Bull-CEO Oliver Mintzlaff. Angelika Warmuth/Reuters

Gerhard Schröder regierte das Land als Bundeskanzler einst „nur mit Bild, BamS und Glotze“. So hat er es jedenfalls selbst mal gesagt. Jürgen Klopp ist als Bundestrainer noch nicht mal im Amt. Er regiert das Fußballland aber jetzt schon auf dieselbe Weise. Als WM-Experte des Senders Magenta TV präsentierte Klopp bereits am Abend der Demission von Julian Nagelsmann seine Regierungserklärung („Wir müssen Dinge grundlegend verändern“). Und in „Bild und BamS“, heute: bild.de, hat er seine eifrigsten Verbündeten im Kampf um die öffentliche Meinung. Gerade wurde dort sogar mit dem Narrativ aufgeräumt, Klopp werde für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) ziemlich teuer: „Der Job ist für ihn eine Herzenssache, es geht ihm nicht um Geld, sondern um den deutschen Fußball.“

BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke hat bei der Bundestrainer-Suche die Führung übernommen. Weil er den Wunschkandidaten gut kennt – und auf ein Entgegenkommen von Jürgen Klopp hofft.

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