SZ 14.08.2026
14:07 Uhr

(+) Journalismus: Ein menschliches Antlitz


Der „Spiegel“ hat den „gefährlichsten Mann Deutschlands“ gekürt: Ulrich Siegmund von der AfD, freundlich vom Cover schauend. Hat Deutschlands apokalyptischstes Nachrichtenmagazin sich verliebt?

(+) Journalismus: Ein menschliches Antlitz
„Der gefährlichste Mann Deutschlands“, laut Spiegel: Der AfD-Spitzenkandidat aus Sachsen-Anhalt Ulrich Siegmund. Spiegel

Also lieb schaut er schon aus und für einen Politiker eigentlich fast zu gut, nicht so verkniffen und hängebackig und brillenlastig, weil ihn das ganznächtige An-Deutschland-Denken um den Schlaf gebracht hätte, sondern zur Abwechslung mal ein gutes Gesicht: Augen geradeaus, fester Blick, echt supersympathisch, und ganz ehrlich, da sieht man gleich, dass das einer von hier ist. Der auf dem Titelbild ist aber gar nicht der liebe, gut aussehende Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, sondern – Achtung! Die Kinder reinholen, die Katze auch, dann Fenster und Türen zu – „der gefährlichste Mann Deutschlands“.

Ulrich Siegmund könnte der erste AfD-Ministerpräsident in Deutschland werden. Der MDR, der dann bedroht wäre, spricht mit ihm übers Geschirrspülen, seine Kindheit und die Kaulitz-Brüder. Über Journalismus im Smalltalk-Modus.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: