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12.03.2026
10:26 Uhr
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In Indien wird eine Frau nach einem Zusammenbruch für hirntot erklärt. Doch dann biegt der Krankenwagen in eine holprige Straße ein.

Lazarus-Moment im Krankenwagen: Indische Medien berichten über eine erstaunliche Rettung. Dr.P.Gayen/Imago/YAY Images
Die medizinischen Vorteile schlechter Straßen müssten jetzt doch mal genauer untersucht werden. Seit Menschengedenken hat sich der Glaube festgesetzt, dass schlaglöchrige Fahrbahnen ein Sicherheitsrisiko sind. Aber stimmt das wirklich? Oder ist das nur so eine Behauptung der Asphaltindustrie, die am liebsten jede Stichstraße meistbietend planieren würde? Diese Fragen stellen sich nach der wundersamen Genesung der Gerichtsmitarbeiterin Vineeta Shukla aus Pilibhit im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Die Zeitung Times of India berichtet, dass die 50-Jährige am 22. Februar bei der Hausarbeit zusammenbrach, ins Krankenhaus kam und dort am 24. Februar als hoffnungsloser Fall entlassen wurde. Der Neurochirurg Rakesh Singh bestätigt der Zeitung, dass sie keine Hirnstammreflexe mehr aufgewiesen habe. Vineeta Shukla war klinisch tot. Ihr Mann wollte sie im Krankenwagen zu den letzten Riten nach Hause bringen.
Aber dann fuhr der Krankenwagen auf der Nationalautobahn 74 bei Hafizganj über ein Schlagloch. Der Körper von Vineeta Shukla wurde kräftig durchgerüttelt. Und dieser Impuls muss ihre Hirnströme wieder angefacht haben – wie bei einer streikenden Maschine, die man mit einem kräftigen Tritt wieder in Gang bringt. „Meine Frau begann, normal zu atmen“, zitiert die Times of India den erleichterten Ehemann Kuldeep Kumar Shukla. Bald soll sie wieder ansprechbar gewesen sein. Auch ein Bild mit der wachen Vineeta Shukla, ihrem Mann und dem Arzt Singh wurde veröffentlicht.
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Diese Geschichte wird das Image von Schlaglöchern verbessern. Vor allem Medizinfirmen in den ärmeren Nationen Südasiens dürften aufmerken. Schlechte Straßen gibt es auch in Nepal oder Bangladesch ausreichend. Ihr Potenzial auf dem Gesundheitsmarkt wurde bisher nicht ausgeschöpft. Sie könnten eine neue Chance werden für Hirntote auf der ganzen Welt. Holper-Kuren, Dellen-Therapie – aus kaputten Verkehrswegen ließe sich ein Netzwerk von Schlaglochstrecken aufbauen, das den Lebensrettungstourismus auf ein neues Niveau hebt. In gemütlich eingerichteten Krankenwagen könnte man Programme wie „Schöner aus dem Koma kommen“ anbieten und Auferstehungspartys für den Erfolgsfall. Ein Milliardengeschäft, bestimmt. Sollte sich die Idee bewähren, müsste man nur darauf achten, dass Verkehrspolitiker daraus nicht die falschen Schlüsse ziehen. Straßen ohne Schlaglöcher werden weiterhin gebraucht.
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