SZ 10.03.2026
18:27 Uhr

(+) Hollywood: „Es ist die Hölle“


Harvey Weinstein gibt ein großes Interview aus dem Gefängnis heraus. Einsehen, Reue, gar eine Bitte um Vergebung nach den Vorwürfen wegen sexuellen Missbrauchs sucht man darin beinahe vergeblich.

(+) Hollywood: „Es ist die Hölle“
Harvey Weinstein im März 2026 vor Gericht in New York. Curtis Means/via REUTERS

Es ist eine Szene wie aus einem Film: Der große, gefallene Hollywood-Filmproduzent sitzt geschwächt in einem Rollstuhl, in einem kahlen Gefängnisraum. Das Interview, das seinen Ruf wenn nicht retten, aber wenigstens relativieren soll, ist vorbei, die Zeit war knapp. Ein Wärter schiebt den Produzenten raus, da richtet er sich nochmal auf und ruft über die Schulter dem Reporter zu: „Du musst das schnell veröffentlichen, Maer. Ich hab dir eine verdammte exklusive Geschichte gegeben!“ Dann verliert sich seine Stimme im Flur zurück zu seiner Zelle.

Der einst mächtige Filmproduzent Weinstein stand wegen einer Neuauflage seines New Yorker Verfahrens um sexuellen Missbrauch erneut vor Gericht – und konnte dank einer zerstrittenen Jury kurz auf ein aus seiner Sicht gutes Ende hoffen. Doch es kam anders.

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