SZ 22.07.2026
10:10 Uhr

(+) Gedenken an OEZ-Anschlag vor zehn Jahren: Busse und Bahnen in München stehen eine Minute lang still


Im Gedenken an die Opfer des rassistischen Anschlags unterbricht die MVG am Mittwoch um 17.51 Uhr ihren Betrieb. Änderungen gibt es auch wegen einer Veranstaltung am Olympia-Einkaufszentrum mit Bundespräsident Steinmeier und Angehörigen.

(+) Gedenken an OEZ-Anschlag vor zehn Jahren: Busse und Bahnen in München stehen eine Minute lang still
Gedenken an den OEZ-Anschlag von 2016: Auch die Münchner Verkehrsgesellschaft wird sich mit einer Schweigeminute daran beteiligen. Peter Kneffel/dpa

An diesem Mittwoch, 22. Juli, jährt sich der rassistische Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ), bei dem neun Menschen getötet wurden, zum zehnten Mal. Zum Tatzeitpunkt um 17.51 Uhr wird der Opfer unter anderem mit einer Schweigeminute gedacht. Daran beteiligt sich auch die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und unterbricht dafür kurzzeitig den Betrieb.

Um 17.51 Uhr stehen deshalb alle öffentlichen Verkehrsmittel der MVG – U-Bahnen, Trambahnen und Busse – für eine Minute still. Um den Aufenthalt auf freier Strecke beziehungsweise im Tunnel zu vermeiden, bleiben die Fahrzeuge in Einzelfällen bereits kurze Zeit vorher an der nächstgelegenen Haltestelle oder einer anderen passenden Stelle stehen.

Die Fahrgäste werden sowohl in den Fahrzeugen als auch an den Haltestellen über digitale Anzeigen und Durchsagen darauf hingewiesen. Um 16 Uhr (Einlass von 15 Uhr an) findet am Denkmal „Für Euch“ an der Hanauer Straße vor dem OEZ eine Gedenkveranstaltung statt, bei der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU), Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) sowie Hinterbliebene der Opfer des Attentats sprechen werden.

Rund um das OEZ werden deshalb die  Expressbuslinien X35 und X36 umgeleitet sowie die Linien 50, 60, 163 und 175. Die Haltestellen Olympia-Einkaufszentrum West und Olympia-Einkaufszentrum entfallen. Beim Bus 51 entfällt von circa 7 bis 17 Uhr die Endhaltestelle Moosach Bahnhof.

Bis heute fragt sich der damalige Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins, warum die Münchner noch Stunden nach dem OEZ-Attentat 71 Phantom-Tatorte meldeten. Ein Gespräch über trügerische Beobachtungen, die Grenzen sozialer Medien und die Lehren aus dem Einsatz.

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