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08.07.2026
12:28 Uhr
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Mit ihrem Berufungsantrag beim obersten Gericht gewinnt die Rechtspopulistin mindestens sechs Monate für einen Wahlkampf ohne Fußfessel. Würde sie zur Präsidentin gewählt, wäre sie alle Justizsorgen los.

Zweimal verurteilt - aber kaum hat sie den Gerichtsaal verlassen, gibt Marine Le Pen in einer Fernsehsendung von TF1 bekannt, dass sie bei der französischen Präsidentenwahl im kommenden Jahr antreten will. CHRISTIAN HARTMANN/AFP
Zur Einstimmung ein Marktplatz in der Provinz – so beginnt in Frankreich fast jeder Wahlkampf, im Geruch gegrillter Hähnchen. Marine Le Pen hat den Markt von La Flèche ausgewählt, eine kleine Stadt in der Sarthe, 16 000 Einwohner. Da stellt ihre Partei, der rechtsextreme Rassemblement National, seit ein paar Monaten den Bürgermeister. Ein Heimspiel als Auftakt, am Tag nach ihrer Verurteilung am Pariser Berufungsgericht.
Die Entwicklung eines Kampfjets wurde zum Debakel, in der Wirtschaftspolitik passt wenig zusammen: Bis zur Entfremdung zwischen Bundeskanzler und Präsident dauerte es nur ein Jahr. Jetzt wagen sie dennoch ein Kunststück.
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