SZ 03.09.2026
19:30 Uhr

(+) Filmfestspiele Venedig: Wie eine Atombombe der Traurigkeit


„Wild Horse Nine“ ist der vielleicht beste Film des durchweg famosen Martin McDonagh. Ein Treffen mit dem Meister der dunklen Komik in Venedig, wo der Film Premiere feiert.

(+) Filmfestspiele Venedig: Wie eine Atombombe der Traurigkeit

Thomas Mann war wohl nicht der Erste, ganz sicher jedenfalls nicht der Letzte, dem der Gedanke gekommen ist, dass Venedig etwas mit dem Tod zu tun haben könnte. Womöglich legt der Fährmann, wenn es so weit ist, an dem kleinen Steg des in venezianisch-byzantinischem Märchenstil gehaltenen Grand Hotel „Excelsior“ an, wo in „Tod in Venedig“ Aschenbachs Koffer verloren gehen. Heute aber geht die Reise in entgegengesetzte Richtung. Mitarbeiter des Disney-Konzerns lotsen einen in ein Motorboot, das losbrettert über die Lagune, aus der glitzernden Unwirklichkeit der Filmfestspiele am Lido di Venezia rüber zur Altstadt.

In ihrem neuen Film „Vaterland“ spielt Sandra Hüller Erika Mann, die mit ihrem Vater Thomas durch Nachkriegsdeutschland reist. Ein Gespräch über das Hadern mit der Heimat und den Trost der Kunst.

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